
Mitsotakis verspricht griechischen Mindestlohn über 950 Euro vor der nächsten Wahl
In Kozani am 28. August 2026 kündigte Premierminister Kyriakos Mitsotakis an, dass Griechenland den gesetzlichen Mindestlohn vor den anstehenden nationalen Wahlen auf über 950 Euro anheben wird.
Mindestlohn-Versprechen in Kozani
Der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis kündigte am Freitag, den 28. August 2026, an, dass der nationale Mindestlohn vor den nächsten Parlamentswahlen 950 Euro pro Monat übersteigen wird. In einer Ansprache vor Bürgern, die sich auf der zentralen Fußgängerzone von Kozani während einer Tour durch Westmakedonien versammelt hatten, revidierte Mitsotakis das Ziel, das seine Regierung im Wahlkampf 2023 aufgestellt hatte. Er erinnerte die Wähler daran, dass das ursprüngliche Versprechen darin bestanden habe, die gesetzliche Untergrenze im Laufe der vierjährigen Amtszeit auf 950 Euro zu bringen. Der Premierminister erklärte mit Gewissheit, dass das Lohnwachstum diese Schwelle vor den Wahlen übertreffen werde. Er betonte, dass die Regierung bei ihren früheren Zusagen Kontinuität bewiesen habe und eine nachgewiesene Bilanz bei der Umsetzung politischer Maßnahmen vorweisen könne.
Im Jahr 2023 habe ich konkrete Verpflichtungen übernommen. Ich habe Ihnen damals gesagt, dass der Mindestlohn 950 Euro erreichen würde. Jetzt sage ich Ihnen mit Sicherheit, dass er vor den Wahlen 950 Euro überstiegen haben wird.
Primäre Überschüsse und wirtschaftliche Umverteilung
Mitsotakis stellte die Anhebung des Mindestlohns als Ergebnis einer disziplinierten makroökonomischen Steuerung dar, nicht als ungedeckte Ausgaben. Er erklärte, dass staatliche Eingriffe, darunter geplante Steuersenkungen, Rentenerhöhungen und Lohnanpassungen, strikt von soliden wirtschaftlichen Grundlagen abhingen. Laut Mitsotakis ist Griechenland derzeit eines der wenigen europäischen Länder, das primäre Haushaltsüberschüsse erwirtschaftet, was den haushaltspolitischen Spielraum für soziale Unterstützung schaffe. Er hielt fest, dass zunächst durch Wirtschaftswachstum Wohlstand geschaffen werden müsse, bevor er in der Gesellschaft verteilt werden könne. Der Premierminister bekräftigte, dass das zentrale Ziel seiner Regierung darin bestehe, den wirtschaftlichen Wohlstand in jeden Winkel Griechenlands zu tragen, sowohl in große Ballungszentren als auch in die entlegensten Dörfer.
Griechenland ist heute eines der wenigen Länder in Europa, das Primärüberschüsse erwirtschaften und über den fiskalischen Spielraum verfügen kann, um die Gesellschaft zu unterstützen. Um den Bürgern etwas geben zu können, müssen wir zunächst den Wohlstand geschaffen haben, um ihn zu verteilen.
Wahlpolitische Einsätze und die wirtschaftliche Roadmap 2030
Bei der Festlegung des politischen Dilemmas für die anstehenden nationalen Wahlen stellte Mitsotakis die Neue Demokratie der parlamentarischen Opposition gegenüber. Er argumentierte, dass die Neue Demokratie für Stabilität und Fortschritt stehe, während die rivalisierenden Parteien nur das eine Ziel teilten, die derzeitige Regierung zu stürzen, ohne ein alternatives Regierungsprogramm vorzulegen. Mitsotakis kritisierte die Opposition dafür, anzunehmen, das Land könne durch Wunschdenken statt durch strukturierte Planung regiert werden. Er sagte den Anwesenden, dass seine Regierung mit Bescheidenheit und Selbstkritik an die Wähler herantrete, vergangene Fehler einräume und in schwierigen geopolitischen Zeiten eine stetige Regierungsführung beibehalte.
- Mitsotakis verpflichtet sich im Wahlkampf, den Mindestlohn auf 950 Euro anzuheben
- Mitsotakis verspricht in Kozani, dass der Mindestlohn vor den Wahlen 950 Euro übersteigen wird
- Keynote auf der 90. Internationalen Messe von Thessaloniki zur Vorstellung des Plans 2027 und der Roadmap 2030
Die Äußerungen in Kozani dienen als vorläufige Skizze der wirtschaftlichen Agenda der Regierung vor der 90. Internationalen Messe von Thessaloniki. Mitsotakis bestätigte, dass er am Samstag, den 5. September 2026, die Grundsatzrede zur Eröffnung der Messe halten werde. Im Rahmen dieser Präsentation wird die Regierung ihren Wirtschaftsplan für 2027 offiziell vorstellen und die strategische Planung bis 2030 bekannt geben. Mitsotakis zeigte sich zuversichtlich, dass die Wähler die Bilanz der Regierung bewerten und der Partei ein zweites aufeinanderfolgendes Mandat für vier Jahre anvertrauen würden, um diesen langfristigen Plan umzusetzen.


