
Mykhailo Fedorow, ehemaliger ukrainischer Verteidigungsminister, zum italienischen Berater für militärische Innovation ernannt
Der frühere ukrainische Verteidigungsminister Mykhailo Fedorow hat zugestimmt, als Innovationsberater des italienischen Verteidigungsministers Guido Crosetto zu fungieren, mit Schwerpunkt auf Drohnentechnologie und Luftverteidigungssystemen.
Ernennung zum italienischen Berater
Der frühere ukrainische Verteidigungsminister Mykhailo Fedorow hat nach einem bilateralen Treffen in Rom eine Ernennung zum Verteidigungsinnovationsberater des italienischen Verteidigungsministeriums angenommen. Der italienische Verteidigungsminister Guido Crosetto gab die Rolle am Freitag bekannt und wies darauf hin, dass sich die Gespräche auf unbemannte Systeme, Kampfdrohnen, Luftverteidigungsfähigkeiten und die Entwicklung von Ökosystemen für Militärtechnologie konzentrierten. Fedorow erklärte, seine Gespräche in Rom seien der erste Stopp einer internationalen Tour, die sich auf digitale Projekte und Verteidigungstechnologie konzentriere, bevor er in die Vereinigten Staaten reise. Nach Angaben des italienischen Ministeriums lehnte Fedorow Beratungsangebote mehrerer anderer Regierungen ab, bevor er das italienische Angebot annahm.
Heute reicht die bloße Kenntnis neuer Technologien nicht mehr aus: Die Fähigkeit, organisatorische Prozesse anzupassen, ist unerlässlich, um Experimente schnell in operative Lösungen zu überführen, die in großem Maßstab eingesetzt werden können.
- NABU und SAPO leiten Operation Midas zur Kriegsverteidigungsgesetzgebung und -beschaffung ein
- Mykhailo Fedorow zum Verteidigungsminister der Ukraine ernannt
- Präsident Wolodymyr Selenskyj entlässt Fedorow aus dem Verteidigungsministerium
- Oleksandr Syrskyj als Oberbefehlshaber abgesetzt und durch Mykhailo Drapatyj ersetzt
- Fedorow trifft Guido Crosetto in Rom und nimmt die Rolle des italienischen Verteidigungsinnovationsberaters an
- Fedorow soll vor der ukrainischen parlamentarischen Untersuchungskommission erscheinen
Entlassung in Kiew und militärische Umstrukturierung
Fedorow war von Januar bis Juli 2026 ukrainischer Verteidigungsminister, nachdem er drei Jahre lang das Ministerium für Digitale Transformation geleitet hatte. Während seiner sechsmonatigen Amtszeit an der Spitze des Verteidigungsministeriums führte er Reformen der Beschaffungs- und Mobilisierungssysteme ein, die zu Reibereien mit der Militärführung führten. Präsident Wolodymyr Selenskyj entließ Fedorow am 16. Juli 2026, ein Schritt, der in ukrainischen Städten zu Straßendemonstrationen führte, bei denen Demonstranten seine Wiedereinsetzung forderten. Die politische Umstrukturierung führte auch zur Entlassung des Oberbefehlshabers der Streitkräfte, Oleksandr Syrskyj, am 22. Juli 2026, der durch Mykhailo Drapatyj ersetzt wurde. Crosetto kontaktierte Fedorow am Tag nach seiner Entlassung im Juli telefonisch, um ihm den Beraterposten vorzuschlagen.
In dieser Funktion werde ich Italien dabei unterstützen, moderne Kriegstechnologien zu übernehmen, seinen Verteidigungssektor zu stärken und sich an neue globale Sicherheitsherausforderungen anzupassen.
Innenpolitische Kritik und parlamentarische Vorladung
Nach seinem Ausscheiden aus dem ukrainischen Kabinett weitete Fedorow seine öffentliche Kritik an der Regierungsführung in Kiew aus. In jüngsten Interviews mit Reuters und der BBC forderte Fedorow trotz der anhaltenden Beschränkungen durch das Kriegsrecht nationale Wahlen und drängte auf Rechenschaftspflicht in Bezug auf jüngste Korruptionsvorwürfe innerhalb der Regierung. Selenskyj lehnte die Forderungen nach Kriegswahlen ab und bezeichnete eine solche Abstimmung als spaltendes Ereignis für die Nation.
Fedorow sieht sich auch mit innerstaatlichen rechtlichen Verfahren in Kiew konfrontiert. Der ukrainische Abgeordnete Oleksij Hontscharuk bestätigte, dass eine parlamentarische Untersuchungskommission Fedorow für den 31. August 2026 zur Aussage vorgeladen habe. Die Untersuchung betrifft die Operation Midas, eine Ermittlung, die im November 2025 vom Nationalen Antikorruptionsbüro der Ukraine (NABU) und der Spezialisierten Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAPO) im Zusammenhang mit der Kriegsverteidigungsgesetzgebung eingeleitet wurde. Fedorow erklärte, seine oberste Priorität bleibe die Unterstützung der Ukraine durch internationale Partnerschaften und die Beschaffung von Verteidigungsressourcen.


