
Griechischer Fertiggerichtmarkt übersteigt 1 Milliarde Euro – Supermarktanteil erreicht 29 %
Griechische Verbraucher geben durchschnittlich 770 € pro Jahr für Fertiggerichte aus, angetrieben durch Zeitmangel, Lieferplattformen und wachsende Supermarktauswahl.
Marktexpansion und Ausgabenzahlen
Der Sektor der Fertiggerichte in Griechenland erzielte 2025 einen Umsatz von über 1 Milliarde Euro und wuchs damit jährlich um 3 %. Laut Umfragedaten des Instituts für Einzelhandel und Konsumgüter (IELKA) geben griechische Haushalte durchschnittlich 14,79 € pro Woche für Fertiggerichte aus, was etwa 770 € pro Jahr entspricht. Obwohl das Kochen zu Hause in griechischen Haushalten weiterhin eine zentrale Rolle spielt, haben sich Fertiggerichte als fester Bestandteil des wöchentlichen Konsums etabliert. Branchenvertreter prognostizieren, dass der Aufwärtstrend in den kommenden Jahren anhalten wird, da sich die Konsumgewohnheiten der Haushalte an veränderte Arbeitsmuster anpassen.
Apostolos Petalas, Generaldirektor des Verbands der Supermärkte Griechenlands (ESE), bewertete das Wachstum des Segments in einer Stellungnahme gegenüber der Athener Nachrichtenagentur.
Der Markt für Fertiggerichte in Griechenland ist eine Kategorie mit signifikantem Wachstum in den letzten Jahren, und es wird erwartet, dass dieser Schwung noch mehrere Jahre anhalten wird.
Veränderte Verkaufsflächen und Supermarktstrategien
Supermarktketten in ganz Griechenland konkurrieren zunehmend um Marktanteile, indem sie ihre Filialen zu Anlaufstellen für komplette Essenslösungen umgestalten. Der Anteil der griechischen Verbraucher, die Fertiggerichte im Supermarkt kaufen, stieg laut IELKA-Ergebnissen von 16 % im Jahr 2016 auf 29 % im Jahr 2026. Die Einzelhändler haben spezielle Regal- und Kühlflächen erweitert, um Produkte von Brathähnchen und Salaten über traditionelle Gerichte bis hin zu Backwaren zu präsentieren. Mehrere Supermarktbetreiber haben zudem Kooperationen mit Profiköchen geschlossen und eigene Eigenmarken eingeführt. Diese Investitionen zielen darauf ab, die Besuchsfrequenz zu erhöhen und den durchschnittlichen Warenkorb zu vergrößern.
- 2016
- 16 %
- 2026
- 29 %
Demografische und lebensstilbedingte Treiber
Die Verschiebung hin zu Fertiggerichten wird vor allem durch Zeitmangel in städtischen Umgebungen vorangetrieben. In der IELKA-Umfrage gaben 41 % der Verbraucher, die Fertiggerichte wählen, Zeitmangel als Hauptmotivation an. Das strukturelle Wachstum des Sektors korrespondiert mit schrumpfenden Haushaltsgrößen, einem steigenden Anteil berufstätiger Frauen und einer zunehmenden Urbanisierung im ganzen Land. Parallel dazu hat sich die Verbrauchernachfrage auf Wellness-Kategorien ausgeweitet, darunter proteinreiche, vegane und glutenfreie Fertigoptionen. Schnelle Lieferplattformen wie Wolt und efood haben die Zugänglichkeit zusätzlich erhöht, indem sie eine kostengünstige Lieferinfrastruktur in griechischen Städten bereitstellen.
Preisdynamik und Branchenentwicklungen
Kostenüberlegungen bleiben für griechische Haushalte entscheidend, die knappe Budgets mit Bequemlichkeit in Einklang bringen müssen. Im August 2026 lag die Lebensmittelinflation in Supermarktketten bei -0,15 % im Vergleich zum August 2025, ein Ergebnis, das Petalas als außergewöhnlich für die heimischen Verbraucher bezeichnete. Die Preisstabilität wurde durch ein formelles Abkommen Ende Juni 2026 zwischen Lebensmittelherstellern, Lieferkettenbetreibern und der Regierung gestützt, um Preiserhöhungen bei Grundnahrungsmitteln und Konsumgütern zu verhindern. Die Lebensmittelhersteller haben daraufhin ihre Produktionslinien für Fertigpasteten und verpackte Gerichte ausgeweitet, um die stetige Verbrauchernachfrage zu wettbewerbsfähigen Preisen zu bedienen.
- Umsatz des Fertiggerichtmarktes übersteigt 1 Milliarde Euro
- Abkommen zwischen Industrie und Regierung friert Produktpreise ein
- Inflation in Supermarktketten erreicht -0,15 % im Jahresvergleich
- IELKA-Umfrage verzeichnet 29 % der Verbraucher, die Fertiggerichte im Supermarkt kaufen


