
Griechenland gewährt 10-Cent-Rabatt auf Benzin und 5-Cent-Rabatt auf Diesel bis August, Details Anfang nächster Woche
Vizepräsident Kostis Hatzidakis erklärte, dass die verbleibenden Verfahrensfragen bis Dienstag geklärt sein werden, um den Weg für die befristete Subvention zu ebnen, die durch einen Beitrag der griechischen Raffinerien in Höhe von 40 Millionen Euro finanziert wird.
Rabattdetails
Griechenland wird die Zapfsäulenpreise für normales bleifreies Benzin der Sorte 95 Oktan vorübergehend um 10 Cent pro Liter und für Diesel um 5 Cent pro Liter senken, bestätigte Vizepräsident Kostis Hatzidakis am Sonntag. Die Maßnahme soll von dem Tag ihres Inkrafttretens bis Ende August 2026 laufen. Hatzidakis sagte im Fernsehsender SKAI TV, dass die letzten technischen und verfahrenstechnischen Schritte innerhalb weniger Tage abgeschlossen sein werden, sodass der Rabatt unmittelbar nach der Ankündigung in Kraft treten kann.
Noch in dieser Woche, hoffentlich zu Beginn. Es gibt einige Verfahrensfragen, die heute, morgen gelöst werden.
Die Kürzung gilt nur für normales bleifreies Benzin, nicht für 100-Oktan-Kraftstoffe, und die Regierung erwartet, dass sie den größten Teil der Sommerurlaubszeit abdeckt.
Warum ein Eingreifen nötig war
Trotz eines Rückgangs der Rohölpreise der Sorte Brent nach der Entspannung der Spannungen im Nahen Osten waren die griechischen Zapfsäulenpreise nicht entsprechend gesunken. Hatzidakis wies auf zwei externe Belastungsfaktoren hin: Schäden an Raffinerien in der Golfregion und eine deutliche Reduzierung der Diesellieferungen durch Russland. Diese angebotsseitigen Störungen hielten die internationalen Kraftstoffmärkte angespannt und verhinderten die übliche Weitergabe niedrigerer Rohölpreise an die Endverbraucher. Die Kombination zwang die Regierung zu direktem Handeln, das auf die beiden am weitesten verbreiteten Straßenkraftstoffe abzielte. Sollten die Weltmarktpreise vor Beginn des Rabatts steigen, fällt der Nettonutzen an der Zapfsäule geringer aus; umgekehrt wird der Verbrauchervorteil größer, wenn die internationalen Märkte weiter nachgeben.
Finanzierung durch Raffineriebeitrag
Die gesamte Subvention wird durch einen Fonds in Höhe von 40 Millionen Euro gedeckt, der nach Gesprächen mit den beiden griechischen Inlandsraffinerien zusammengestellt wurde. Das Geld soll direkt in niedrigere Zapfsäulenpreise fließen und nicht in allgemeine Steuererleichterungen. Der Mechanismus ist so konzipiert, dass die angekündigten Kürzungen an den Tankstellen im Vergleich zu dem Preisniveau sichtbar werden, das ohne die Maßnahme gegolten hätte. Der Rabatt ist befristet und wird nach derzeitiger Planung nicht über den August hinaus verlängert.
Die Regierung wird dieses Angebot nutzen, damit es eine Senkung von 10 Cent bei Benzin und 5 Cent bei Diesel gibt.
Politischer Hintergrund
Hatzidakis wies auch Spekulationen zurück, dass der Kraftstoffrabatt zusammen mit einer Reihe von hochkarätigen Festnahmen (der Brandstiftung bei der Marfin Bank und dem Mord an Vaya Nestora in Thessaloniki) eingeführt wurde, weil sich die Regierung auf vorgezogene Neuwahlen vorbereitete. Er tat solche Äußerungen als unbegründet ab und sagte, die Regierung handele nur dann, wenn die Ermittlungsergebnisse vorlägen, nicht nach politischen Kalendern. Die Äußerungen fielen, als die Opposition den Zeitpunkt nutzte, um die Motive der Regierung in Frage zu stellen, aber Hatzidakis bezeichnete die Idee als „verrückte Szenarien“ und bestand darauf, dass es keinen Zusammenhang zwischen der Kraftstoffintervention und etwaigen Wahlkalkülen gebe.


