
Griechenland plant Weihnachtspaket mit Rabatten von bis zu 25 Prozent, Gewinnmargen-Deckelung soll bis Jahresende verlängert werden
Entwicklungsminister Takis Theodorikakos sagte, Griechenland bereite ein Feiertagspaket mit Grundnahrungsmitteln vor, und die Deckelung der Gewinnmarge für Tausende Produktcodes werde bis zum Jahresende verlängert.
Ein Weihnachtspaket in Vorbereitung
Entwicklungsminister Takis Theodorikakos hat ein neues Paket mit Grundnahrungsmitteln für die Feiertage angekündigt, mit Preisnachlässen von bis zu 25 Prozent auf Güter des täglichen Bedarfs vor Weihnachten. Er äußerte sich am Abend des 12. Oktober 2026 in einem Interview mit ERTnews; das Paket befindet sich noch in Vorbereitung. Einzelheiten zu den Produkten auf der neuen Liste sollen in der kommenden Zeit bekannt gegeben werden. Der Minister sagte, Ziel sei es, den Feiertagswarenkorb für alle Haushalte bezahlbar zu halten und ungerechtfertigte Preiserhöhungen zu verhindern. Er forderte eine engere Zusammenarbeit mit dem Markt, um dieses Ziel zu erreichen.
Ich habe darum gebeten, dass wir eine umfassende Zusammenarbeit mit dem Markt vorantreiben, damit es kurz vor den Feiertagen ein noch größeres Paket mit Grundnahrungsmitteln gibt, die wir alle an Weihnachten und Neujahr verwenden.
Rabatte auf 1.740 Produktcodes
Die bereits laufende Initiative umfasst 1.740 Produktcodes, bei denen die Preissenkungen durchschnittlich etwa 9 Prozent betrugen, so der Minister. Laut NewsIT gilt die Preissenkungsinitiative seit Ende August, und das Ministerium arbeitet dazu mit Führungskräften des Lebensmitteleinzelhandels und der Industrie zusammen. Er sagte, die Initiative werde bis zum Jahresende fortgesetzt und erweitert, wobei Produkte ohne saisonale Nachfrage, etwa Schulsachen, durch neue Codes ersetzt würden. Die Vereinbarung sei bei einem Treffen unter Vorsitz von Premierminister Kyriakos Mitsotakis mit Vertretern der Lebensmittelindustrie, des Verbands SEB und der Supermarktketten erzielt worden, so der Minister. Er sagte, die Regierung habe im Juli und August wegen der höheren Touristennachfrage einen Preisanstieg befürchtet, und die Vereinbarung habe die Preise über den Sommer stabil halten sollen.
- Regierung beschließt laut Minister, die Maßnahme zur Deckelung der Gewinnmarge zurückzuziehen
- Preissenkungsinitiative tritt in Kraft
- Minister kündigt Weihnachtspaket im Interview mit ERTnews an
- Preissenkungsinitiative und Vereinbarung sollen bis zum Jahresende laufen
Die Gewinnmargen-Deckelung und die Marktaufsicht
Der Minister sagte, die Deckelung der Gewinnmarge für Tausende Produktcodes werde bis zum Jahresende verlängert. Die Darstellungen dieser Deckelung gehen auseinander, da er zugleich sagte, die Regierung habe im Juni beschlossen, die Maßnahme zurückzuziehen, bevor das Treffen unter dem Premierminister die Vereinbarung hervorbrachte. Er schloss aus, eine Deckelung als neues Instrument wieder einzuführen, und beschrieb seine Haltung mit diesen Worten:
Ich habe nicht von einer Deckelung gesprochen. Ich habe die Deckelung angewandt, und zwar mit sehr großer Strenge und Intensität. Ich will nicht, dass wir zu ihr zurückkehren, weil sie Verzerrungen und Probleme auf dem Markt schafft. Aber wir müssen einen Weg finden, damit es Gerechtigkeit gibt.
Für den neuen Ansatz suchen das Ministerium und die Unabhängige Behörde für Marktkontrolle und Verbraucherschutz nach einer Methode, die gerechtfertigte von ungerechtfertigten Preiserhöhungen trennt; dabei soll künstliche Intelligenz zum Einsatz kommen. Die Vorschläge der Behörde würden mit besonderer Sorgfalt geprüft und der Regierung und dem Premierminister vorgelegt, sagte der Minister. Er forderte zudem eine starke Verbraucherbewegung, die ungerechtfertigte Preiserhöhungen erkennt und öffentlich macht.
Lebensmittelinflation und der Appell an die Wirtschaft
Unter Berufung auf Eurostat-Daten sagte der Minister, die Lebensmittelinflation sei im Juli und September negativ und im August etwa null gewesen. Den allgemeinen Preisdruck führte er auf die beiden laufenden Kriege und die Energiekrise zurück. Er forderte die Unternehmen auf, ihre durchschnittliche Gewinnmarge zu senken, um die Folgen der internationalen Krise abzufedern, und sagte:
Es ist nicht möglich, dass sich inmitten so großer Belastungen einige mit riesigen Gewinnen zufriedengeben, während ein Teil der Gesellschaft mit enormen Härten zu kämpfen hat.
Er sagte außerdem, die längerfristige Antwort verbinde eine produktivere Wirtschaft, die bessere Löhne zahlt, mit einer wirksamen Marktkontrolle, damit der Markt so fair wie möglich sei.
Wie es weitergeht
Das Ministerium hat die Unternehmen gewarnt, dass ungerechtfertigte Preiserhöhungen nicht hingenommen werden, und dass alle Maßnahmen im Rahmen der Fiskalregeln bleiben müssten. Das Weihnachtspaket und die erweiterte Liste rabattierter Produkte sollen in der kommenden Zeit bekannt gegeben werden, während die Gewinnmargen-Deckelung und die Vereinbarung bis zum Jahresende laufen. Separat berichtete NewsIT, dass Ankündigungen zu einem Eingriff beim Heizöl für den 14. Oktober 2026 erwartet wurden.


