
Griechenland stellt sechs Regionen unter Roten Code wegen Waldbrandgefahr, da für Sonntag, den 9. August 2026, Winde der Stärke 8 Beaufort und Hitze vorhergesagt werden
Die griechische Zivilschutzbehörde hat sechs Regionen, darunter Attika und Kreta, für Sonntag, den 9. August 2026, unter Roten Code gestellt, da Winde bis zu Stärke 8 Beaufort, hohe Temperaturen und niedrige Luftfeuchtigkeit in zwei Dritteln des Landes eine sehr hohe Waldbrandgefahr schaffen.
Roter Code in sechs Regionen
Das Generalsekretariat für Zivilschutz wird am Sonntag, den 9. August 2026, sechs Regionen unter Roten Code stellen und eine sehr hohe Waldbrandgefahr (Kategorie 4) für etwa zwei Drittel des Landes vorhersagen. Die betroffenen Gebiete sind die Region Attika (einschließlich der Insel Kythira), die Regionalbezirke Korinthia, Argolis, Arkadien und Lakonien auf dem Peloponnes, die gesamte Region Kreta, die Regionalbezirke Böotien, Phthiotis und Euböa in Mittelgriechenland, die Regionalbezirke Lesbos, Chios, Samos und Ikaria in der Nordägäis sowie die Kykladen in der Südägäis. Bei Rotem Code wird der nationale Zivilschutzmechanismus in volle Alarmbereitschaft versetzt, mit Personal, Ausrüstung und Ressourcen zur Vorbereitung auf die unmittelbare Gefahr.
Gefährlicher Wettercocktail
Der Alarm wird durch eine Kombination aus hohen Temperaturen, niedriger Luftfeuchtigkeit und starken Nordwinden ausgelöst. Meteorologen erwarten Winde der Stärke 8 Beaufort in Euböa, Attika, den Kykladen und Kreta, mit Böen von bis zu 80 km/h. Der Windalarm bleibt bis Montag, den 10. August, in Kraft. Der Meteorologe Thodoris Kolydas weist darauf hin, dass eine allmähliche Verstärkung der Nordwinde in der Ägäis den Luftstrom in den kommenden Tagen organisierter und beständiger machen wird.
- Euböa, Attika, Kykladen, Kreta
- 8 Beaufort
- Zentrale/nördliche Ägäis, Kykladen, Durchgänge nach Kreta
- 6 Beaufort
- Kafireas, Andros-Tinos, zentrale Ägäis, Ikaria
- 7 Beaufort
Kolydas erklärt, dass der Nordwind ab Sonntag, dem 9. August, und insbesondere ab Montag, dem 10. August, einen großen Teil der Ägäis erfassen wird. In den zentralen und nördlichen Abschnitten, den Kykladen und den Durchgängen nach Kreta wird eine ausgedehnte Zone der Stärke 5 bis 6 Beaufort erwartet, mit lokalen Intensitäten nahe Stärke 7. Besonders verstärkte Winde werden am Kafireas, im Gebiet Andros-Tinos, in der zentralen Ägäis und in der Region Ikaria erwartet. Im Ionischen Meer werden die Bedingungen mit allgemein geringeren Windstärken milder erwartet.
Attika weiterhin unter Alarm
Attika steht seit dem Brand vom 31. Juli 2026 unter Rotem Code, da eine ernsthafte Wahrscheinlichkeit einer Wiederentzündung mit potenziell katastrophalen Folgen in den betroffenen Gebieten besteht. Die Gemeinde Athen aktiviert ihren Zivilschutzplan, während die Feuerwehr ihre Einsatzbereitschaft verstärkt und die Bürger auffordert, jegliche Aktivitäten im Freien zu vermeiden, die einen Brand auslösen könnten. Der Finopoulos-Hügel wird vorsorglich geschlossen.
- Brand in Attika, Quelle des anhaltenden Wiederentzündungsrisikos
- Roter Code für Kreta, Chios, Samos, Ikaria; Attika bleibt unter Rotem Code
- Roter Code auf sechs Regionen in ganz Griechenland ausgeweitet
- Alarm hält an; Nordwind erfasst große Teile der Ägäis
- Meltemi-Winde werden voraussichtlich mindestens bis zu diesem Datum anhalten
Öffentliche Warnungen und Einschränkungen
Das Generalsekretariat für Zivilschutz fordert die Bürger auf, besonders vorsichtig zu sein und Handlungen im Freien zu vermeiden, die durch Fahrlässigkeit Brände auslösen könnten, wie das Verbrennen von trockenem Gras und Ästen, die Verwendung von funkenproduzierenden Maschinen wie Kreissägen und Schweißgeräten, die Nutzung von Außengrills, das Räuchern von Bienen und das Wegwerfen brennender Zigaretten. Das Abbrennen von Feldern ist während der Brandschutzperiode verboten. Bürger, die einen Brand entdecken, werden gebeten, sofort die Feuerwehr unter der Notrufnummer 199 zu verständigen. Gemeinden und Regionen in den Roten-Code-Gebieten werden aufgefordert, ihre lokalen und regionalen operativen Koordinierungsgremien für den Zivilschutz einzuberufen, um die Bereitschaft und die Reaktion auf Waldbrände zu koordinieren.
Meltemi hält an
Die Meltemi-Winde werden voraussichtlich mindestens bis zum 15. August anhalten und damit die Zeit erhöhter Brandgefahr verlängern. Der Hellenische Nationale Wetterdienst sagt für Sonntag allgemein klaren Himmel voraus, mit zeitweiligen Wolken über dem Festland am Nachmittag und Abend, die lokale Regen- oder Hagelschauer hauptsächlich in Bergregionen bringen. Vereinzelt sind Gewitter im Norden zu erwarten, vor allem in Bergregionen und möglicherweise in den westlichen Bergen. Die Winde wehen aus nördlichen Richtungen mit Stärke 3 bis 5 Beaufort und in der Ägäis mit Stärke 6 bis 7 Beaufort.


