
Griechenland ersetzt Ausschreibungen für Kennzeichen durch digitales Bestellsystem
Das griechische Ministerium für Infrastruktur und Verkehr treibt eine Gesetzesreform voran, um die zentralen Ausschreibungen für die Beschaffung von Kfz-Kennzeichen durch ein vollständig digitales Bestell- und Fertigungssystem zu ersetzen und so wiederkehrende Engpässe zu beenden.
Wiederkehrende Engpässe erzwingen Reform
Das griechische Ministerium für Infrastruktur und Verkehr bereitet einen gesetzgeberischen Eingriff vor, um das zentrale Ausschreibungsmodell für die Beschaffung von Kfz-Kennzeichen abzuschaffen und durch ein digitales Bestell- und Fertigungssystem zu ersetzen. Das Problem der leeren Kennzeichenbestände ist in den letzten Monaten in mehreren Landesteilen wieder aufgetreten; der Bedarf wurde durch Umverteilung von Kennzeichen zwischen den Regionen gedeckt. Ein ähnliches Problem trat auf, nachdem der Rechnungshof im März 2026 eine internationale Ausschreibung annulliert hatte, was zu einer vorübergehenden Lösung durch Direktvergabe zur Deckung der Engpässe führte.
- Der Rechnungshof annulliert die internationale Ausschreibung für die Kennzeichenbeschaffung, was zu Engpässen führt
- Das Ministerium deckt Engpässe durch Direktvergabe und Umverteilung von Kennzeichen zwischen den Regionen
- Stellvertretender Minister Kotsiras kündigt gesetzgeberischen Eingriff an, um Ausschreibungen durch ein digitales Bestellsystem zu ersetzen
Kotsiras treibt die Reform voran
Der stellvertretende Minister für Infrastruktur und Verkehr, Giorgos Kotsiras, fördert den gesetzgeberischen Eingriff, um die Abhängigkeit von zeitaufwändigen zentralen Ausschreibungen zu beseitigen, wie Beamte erklären. Ministeriumsbeamte teilten APE-MPE mit, dass die Reform die Beschaffung von einem zentralisierten und schwerfälligen Ausschreibungsmodell zu einem modernen, flexiblen, transparenten und vollständig digitalisierten Markt überführt.
Das veraltete System der Kennzeichenbeschaffung wird grundlegend reformiert, von einem zentralisierten und schwerfälligen Ausschreibungsmodell zu einem modernen, flexiblen, transparenten und vollständig digitalisierten Markt.
Funktionsweise des digitalen Systems
Das neue System ersetzt alte bürokratische Verfahren durch eine zentrale, automatisierte Plattform. Der Bestell- und Ausstellungsprozess umfasst mehrere Schritte. Zunächst reicht der Fahrzeughalter oder ein bevollmächtigter Vertreter einen digitalen Antrag auf Neuzulassung oder Ersatzkennzeichen (aufgrund von Abnutzung, Diebstahl oder Verlust) ein. Zweitens werden über die Anbindung an das e-Paravolo-Zahlungssystem und das DIAS-Netz die Fertigungskosten und staatlichen Gebühren elektronisch bezahlt und bestätigt. Drittens wird automatisch ein digitaler Fertigungsauftrag generiert.
Register der Hersteller
Die wichtigste Neuerung des neuen gesetzlichen Rahmens ist die Schaffung eines speziellen Registers der Kennzeichenhersteller. Bisher war der Staat auf ein zentralisiertes Beschaffungsmodell angewiesen. Das Register verändert das Versorgungsmodell grundlegend, indem es den Markt für registrierte Hersteller öffnet, anstatt von einem einzigen Ausschreibungsgewinner abhängig zu sein. Nach der Annullierung einer neueren Ausschreibung hat das Ministerium das gesetzlich vorgeschriebene Verfahren eingeleitet, um den aktuellen Marktbedarf an Kennzeichen vollständig zu decken, während die gesetzgeberische Überarbeitung vorbereitet wird.


