Migration · Ceuta, Madrid und Rom
Spanien und Italien verhängen gegenseitige Grenzkontrollen wegen Migrationskrise in Ceuta
Spanien führte Grenzkontrollen für Reisende aus Italien ein, nachdem Rom sich weigerte, seine eigenen, mit der Migrationskrise in Ceuta verbundenen Kontrollen aufzuheben – eine Eskalation, die den Schengen-Raum belastet.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von iefimerida.gr, NewsIT, in.gr und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Etwa 72.000 Menschen (in einer anderen Darstellung 70.000) versuchten am 30. Juli, von Marokko aus nach Ceuta zu gelangen; mindestens 100 starben, und 3.000 bis 5.000 blieben, so der Präsident von Ceuta, Juan Jesús Vivas.
Italien setzte Schengen für Drittstaatsangehörige, die aus Spanien anreisen, aus – zunächst bis Ende August, später revidiert auf mindestens bis 15. August, unter Berufung auf Sicherheits- und Terrorrisiken.
Spanien forderte Italien auf, das Schengen-Abkommen bis Sonntag, den 9. August, vollständig wiederherzustellen, und verhängte dann ab Mitternacht des 8. August bis zum 7. September eigene Kontrollen für Einreisende aus Italien, die stichprobenartig angewandt werden.
EU-Migrationskommissar Magnus Brunner sagte am 6. August, die EU bleibe verwundbar, wenn Grenzkontrollen vom Wohlwollen eines Nachbarlandes abhingen.
Die spanische Guardia Civil entdeckte Online-Aufrufe zu einem neuen Massen-Grenzübertrittsversuch in Ceuta am 15. August – demselben Datum, das Italien für die Aufrechterhaltung seiner Kontrollen nennt.
- 9.08.Spaniens ursprüngliche Frist für Italien zur Aufhebung seiner Kontrollen (Sonntag)
- 15.08.Italiens Grenzkontrollen sollen mindestens bis zu diesem Datum bestehen bleiben; befürchtete neue Migrantenwelle in Ceuta
- 7.09.Spaniens Vergeltungs-Grenzkontrollen sollen enden
Der Auslöser: Ceuta
Die diplomatische Krise geht auf den 30. Juli zurück, als etwa 72.000 Menschen versuchten, von Marokko aus in die spanische Enklave Ceuta zu gelangen, so eine Quelle; eine andere nennt 70.000. Mindestens 100 Menschen kamen bei dem Massenansturm ums Leben, wie Juan Jesús Vivas, Präsident der Region Ceuta, bekannt gab. Er erklärte zudem, dass sich noch 3.000 bis 5.000 Migranten in der Gegend aufhielten. Spanische Beamte haben wiederholt betont, dass fast alle Migranten, die nach Ceuta gelangten, nach Marokko zurückgekehrt seien und keiner das europäische Festland erreicht habe.
Italiens Grenzreaktion
Als Reaktion auf die Ereignisse in Ceuta verhängte die Regierung der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni Grenzkontrollen für Reisende aus Spanien und setzte die Schengen-Regeln für Drittstaatsangehörige, die aus spanischem Hoheitsgebiet einreisen, aus. Italien erklärte zunächst, die Kontrollen sollten bis Ende August andauern, legte später jedoch den 15. August als frühestmöglichen Überprüfungstermin fest. Rom begründete die Maßnahmen mit Sicherheits- und Terrorismusbedenken und verwies auf Warnungen der spanischen Behörden selbst vor einer möglichen neuen Migrantenwelle in Ceuta am 15. August.
Die spanische Regierung unter Ministerpräsident Pedro Sánchez verurteilte Italiens Kontrollen als "ungerechtfertigt, gegen die EU-Interessen gerichtet und voreingenommen gegenüber dem spanischen Volk". Madrid stellte ein Ultimatum und forderte Italien auf, die vollständige Umsetzung des Schengen-Abkommens bis Sonntag, den 9. August, wiederherzustellen, andernfalls werde man "verhältnismäßige Maßnahmen zum Schutz der Interessen und der Würde seiner Bürger" ergreifen.
Eskalation: Spanien schlägt zurück
Italien lehnte das Ultimatum rundweg ab.
„Italien akzeptiert keine Ultimaten oder Auflagen von außen, wenn es um nationale Sicherheit und Grenzkontrolle geht.“
Rom bestätigte, dass es seine Grenzkontrollen mindestens bis zum 15. August aufrechterhalten werde und erst dann neu bewerten werde, wenn Sicherheits- und Terrorrisiken ausgeschlossen seien. Am späten Freitagabend, dem 7. August, machte Spanien seine Drohung wahr und kündigte Grenzkontrollen für Reisende aus Italien auf dem Luft- und Seeweg an. Die Kontrollen, die Pässe, Staatsangehörigkeit und Visa italienischer Passagiere sowie Besucher anderer Nationalitäten, die über Italien anreisen, umfassen, traten um Mitternacht am 8. August in Kraft und sollen bis zum 7. September laufen. Das spanische Innenministerium erklärte, die Maßnahmen würden stichprobenartig angewandt, und nannte den "anhaltenden Migrationsdruck", dem Italien ausgesetzt sei, als Rechtfertigung – eine Argumentation, die Rom gegen Madrid verwendet hatte.
Schengen unter Druck
Der Streit belastet den Schengen-Raum und die Bemühungen der EU, nach der Ceuta-Krise die Einheit wiederherzustellen. Mehrere EU-Staats- und Regierungschefs kritisierten Sánchez nach dem Vorfall, einige drohten damit, Spaniens Teilnahme am Schengen-Abkommen auszusetzen. EU-Migrationskommissar Magnus Brunner äußerte sich am 6. August zu der Lage.
„Eine sehr wichtige Erinnerung aus Ceuta ist, dass wir zur Kontrolle mit unseren Nachbarn zusammenarbeiten müssen, aber solange die Kontrolle vom Wohlwollen eines Nachbarlandes abhängt, bleiben wir verwundbar.“
Die spanische Guardia Civil bestätigte, dass sie Online-Aufrufe zu einem neuen Massen-Grenzübertrittsversuch in Ceuta am 15. August entdeckt habe, wobei noch nicht bekannt sei, wie viele Menschen daran teilnehmen könnten. Italiens Kontrollen haben Tausende von Passagieren betroffen und während der Hauptreisezeit im Sommer rechtliche Unsicherheit geschaffen. Italien wies darauf hin, dass ähnliche Maßnahmen in der Vergangenheit auch gegen Slowenien ergriffen worden seien und dass EU-Bürger, einschließlich Spanier, im Rahmen der derzeitigen Aussetzung nicht von den Kontrollen betroffen seien.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- iefimerida.grΣτα άκρα Ισπανία και Ιταλία για το μεταναστευτικό -Κλιμακώνεται η διαμάχη για τους συνοριακούς ελέγχους
- NewsIT"Απασφάλισαν" Σάντσεθ και Μελόνι για τη Θέουτα - Η Ισπανία "απαντά" και αυτή με ελέγχους στα σύνορα με Ιταλία
- in.grΗ Ισπανία επιβάλλει συνοριακούς ελέγχους για τους Ιταλούς, μετά την άρνηση της Μελόνι να επαναφέρει τη Σένγκεν
- iefimerida.grΚλιμακώνεται η κόντρα Ισπανίας-Ιταλίας: Η κυβέρνηση Σάντσεθ ανακοίνωσε ελέγχους στα σύνορα για Ιταλούς ταξιδιώτες
- Pedro Sánchez
- Spanischer Ministerpräsident, dessen Regierung Vergeltungs-Grenzkontrollen gegen Italien verhängte
- Giorgia Meloni
- Italienische Ministerpräsidentin, deren Regierung Schengen für Reisende aus Spanien aussetzte
- Magnus Brunner
- EU-Migrationskommissar, der vor der Verwundbarkeit der EU durch die Abhängigkeit von Grenzkontrollen warnte
- Juan Jesús Vivas
- Präsident der Region Ceuta, der die Zahl der Todesopfer und der verbliebenen Migranten bekannt gab
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen