
Griechenland entsendet 148 Feuerwehrleute, nachdem ein bulgarischer Waldbrand bei Soufli die Grenze überschreitet
Griechische Einsatzkräfte haben am 5. Oktober 2026 ihre Maßnahmen in der Region Evros verstärkt und 38 Fahrzeuge sowie fünf Luftfahrzeuge eingesetzt, nachdem ein Waldbrand bei Roussa von Bulgarien auf griechisches Gebiet übergegriffen hatte.
Grenzüberschreitende Ausbreitung von Bulgarien in die Region Evros
Ein Waldbrand, der auf bulgarischem Territorium ausgebrochen war, überschritt am Nachmittag des Sonntags, 4. Oktober 2026, die Grenze in den Nordosten Griechenlands. Dichte Rauchwolken, die von dem Feuer in Bulgarien ausgingen, waren über weite Entfernungen im Regionalbezirk Evros sichtbar, bevor die Feuerfront die Grenzlinie erreichte. Das Feuer trat gegen 12:30 Uhr auf griechisches Gebiet über und erfasste ein dichtes Waldgebiet zwischen den Dörfern Roussa und Mikro Dereio in der Gemeinde Soufli. Die in Soufli und der gesamten Präfektur Evros stationierten Feuerwehrkräfte waren wegen der herannahenden Front bereits in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden. Das Einsatzzentrum der griechischen Feuerwehr wurde kurz nach Mittag am Sonntag über den Grenzübertritt informiert und leitete unverzüglich Notfallprotokolle ein.
Erste Reaktion und Eindämmung aus der Luft
Nach der ersten Meldung um 12:30 Uhr am Sonntag startete die griechische Feuerwehr eine unmittelbare Eindämmungsoperation in den bewaldeten Hügeln von Roussa. In der ersten Einsatzphase wurden 60 Feuerwehrleute an die Brandstelle entsandt, unterstützt von 13 Löschfahrzeugen und vier spezialisierten Bodentrupps der 7. Sondereinheit für Forsteinsätze (7. EMODE). Um die vorrückende Feuerfront in steilem Gelände zu bekämpfen, wiesen die taktischen Einsatzleiter einen Löschhubschrauber an, Wasserabwürfe über dem Hauptwaldgebiet durchzuführen. Die Kommunalverwaltung der Gemeinde Soufli wurde gemeinsam mit den nationalen Notfalldiensten mobilisiert und setzte kommunale Wassertankwagen ein, um Wasserentnahmestellen für die im Einsatz befindlichen Löschfahrzeuge einzurichten. Der taktische Schwerpunkt lag zunächst darauf, die Front zu verlangsamen, bevor die Flammen tiefer in griechisches Waldgebiet vordringen konnten.
- Das Einsatzzentrum der Feuerwehr wird informiert, als das bulgarische Feuer zwischen Roussa und Mikro Dereio auf griechisches Gebiet übertritt.
- Der erste Einsatz mobilisiert 60 Feuerwehrleute, 13 Fahrzeuge, vier Teams der 7. EMODE und einen Hubschrauber.
- Nach den Einsätzen über Nacht wird die Operation auf 148 Feuerwehrleute, 38 Fahrzeuge, acht Fußtrupps und fünf Luftfahrzeuge ausgeweitet.
Einsätze über Nacht und Verstärkung des Personals
Die Feuerwehrleute führten in der Nacht zum Sonntag und bis in die Morgenstunden des Montags, 5. Oktober 2026, ununterbrochen Löscharbeiten durch und bekämpften die Flammen im bewaldeten Grenzgebiet. Bodenteams arbeiteten die ganze Nacht hindurch in den Hügeln, um Auffanglinien anzulegen und Glutnester am Rand zu ersticken. Nach dem nächtlichen Einsatz verstärkte die Feuerwehr am Montagmorgen ihre Kräfte, um das betroffene Gebiet zu sichern. Die Gesamtzahl der eingesetzten Feuerwehrleute stieg von 60 auf 148, während die Zahl der Löschfahrzeuge vor Ort von 13 auf 38 erhöht wurde. Die Bodentrupps wurden von vier auf acht spezialisierte Fußtrupps aufgestockt, deren Personal aus den EMODE-Einheiten 2, 4, 5, 7 und 21 stammte.
- Erster Einsatz (4. Oktober)
- 60 Personen
- Verstärkter Einsatz (5. Oktober)
- 148 Personen
Ausgeweitete Luftunterstützung und kommunale Hilfe
Die Löscharbeiten aus der Luft wurden am Montagmorgen ausgeweitet, als fünf Luftfahrzeuge über der Feuerfront von Soufli eintrafen. Die Luftflotte umfasste drei Hubschrauber und zwei Löschflugzeuge, die gezielte Wasserabwürfe über aktiven Abschnitten in der Gemeinde Roussa durchführten. Die Gemeinde Soufli leistete am Montag durchgehend logistische Unterstützung vor Ort und setzte weitere kommunale Wassertankwagen ein, um die nationalen Löschfahrzeuge zu versorgen und eine kontinuierliche Wasserverteilung sicherzustellen. Die Einsatzkräfte bleiben im Grenzgebiet in erhöhter Bereitschaft, während Fußtrupps und Spezialfahrzeuge daran arbeiten, den Brandrand in dem Waldgebiet zwischen Roussa und Mikro Dereio einzudämmen.

