
Ariana Grande verklagt anonyme Hacker wegen Diebstahls von 45 unveröffentlichten Songs im Jahr 2023, Hunderte seit Debüt
Der Popstar reichte am Montag in Los Angeles eine John-Doe-Klage ein, in der sie jahrelange Hackerangriffe auf Konten von Mitarbeitern behauptet, um unveröffentlichte Tracks, Videos und Fotos zu stehlen, die im Darknet verkauft wurden.
Die Klage
Ariana Grande hat am Montag beim Obersten Gericht von Los Angeles Klage gegen unbekannte Hacker eingereicht, die als John Does bezeichnet werden, und behauptet, sie hätten ihre unveröffentlichten Songs, Videos und privaten Fotos gestohlen und verkauft. Die Beschwerde besagt, dass die Hacker auf digitale Konten ihrer Mitarbeiter – Fotografen und Produzenten – abzielten, um exklusives Material zu erlangen, das sie dann im Darknet für „erhebliche Geldsummen“ verkauften. Grandes Anwaltsteam beantragt eine gerichtliche Genehmigung, um die Identitäten der Beklagten zu enthüllen und sie für „invasives und verwerfliches Verhalten“ zur Rechenschaft zu ziehen. Ein Vertreter sagte People, die Klage solle ähnliche Angriffe auf andere Künstler abschrecken.
Allein im Jahr 2023 wurden 45 unveröffentlichte Songs von Frau Grande gehackt, gestohlen und von den Beklagten durchgesickert.
Muster von Sicherheitsverletzungen
Die Klage beschreibt eine jahrelange Kampagne von Cyberangriffen. Im Jahr 2019 erlangten Hacker Zugangsdaten zum Dropbox-Konto eines Fotografen, was zum Diebstahl unveröffentlichter Bilder führte. Im Jahr 2020 kompromittierten sie das Mobiltelefon eines Produzenten und luden noch in Produktion befindliche Master, Demos und Aufnahmesitzungsmaterial herunter. Der jüngste Vorfall im Jahr 2024 betraf eine Phishing-Attacke: Die Hacker erstellten ein gefälschtes Gmail-Konto und eine Domain, die einen Fotografen imitierten, und überzeugten einen digitalen Techniker, ihnen unveröffentlichte Fotos der Sängerin zu schicken. Die Beschwerde sagt, dass das gestohlene Material in Chargen verkauft wurde, wobei Transaktionen über Drittanbieter-Zahlungsdienste wie PayPal und CashApp abgewickelt wurden.
- Hacker greifen auf das Dropbox-Konto eines Fotografen zu und stehlen unveröffentlichte Bilder.
- Das Mobiltelefon eines Produzenten wird kompromittiert; laufende Master, Demos und Aufnahmematerial werden heruntergeladen.
- 45 unveröffentlichte Songs werden gehackt und durchgesickert; das Material wird im Darknet verkauft.
- Phishing-Attacke: Ein gefälschtes Gmail-Konto und eine Domain imitieren einen Fotografen, um einen Techniker dazu zu bringen, private Fotos zu senden.
Ausmaß des Diebstahls
Die Zahlen sind deutlich. Die Klage behauptet, dass allein im Jahr 2023 45 unveröffentlichte Tracks durchgesickert sind und dass seit ihrem Debüt im Jahr 2011 „Hunderte ähnlicher Lecks stattgefunden haben“. Der Diebstahl umfasst Masteraufnahmen, Demos, Musikvideos und private Bilder. Die Beschwerde beschreibt das finanzielle Motiv: Die Hacker wurden für das gestohlene Material „erheblich bezahlt“, was die kommerzielle Ausbeutung ihrer kreativen Arbeit unterstreicht. Das Material wurde angeblich im Darknet verkauft, was es schwierig macht, die Endkäufer zurückzuverfolgen.
Grandes Reaktion
Grande hatte sich bereits zuvor zu den Lecks geäußert. In einem Interview mit Zach Sang im Jahr 2024 sprach sie über die unbefugte Veröffentlichung von „Fantasize“, einem Track, den sie mit dem schwedischen Produzenten Max Martin für eine Fernsehshow geschrieben hatte. Der Song wurde auf TikTok viral, nachdem er illegal gepostet wurde, was ihre Frustration verstärkte. „Die waren alle für eine Fernsehshow geschrieben, für etwas, das nicht für mich bestimmt war, also kam 'Fantasize' raus – es war verrückt, es wurde gestohlen“, sagte sie. Sie drohte scherzhaft mit rechtlichen Schritten: „Diebe! Piraten! Gauner! Illegal! Ich zahle euch mehr, um es wegzulegen oder zurückzubekommen.“ Jetzt ergreift sie mit der Klage konkrete Maßnahmen.
Bevor ich zu Wicked ging, sind die wenigen Studiosessions, die ich gemacht habe, [alle] auf TikTok gelandet. Vielen Dank, ich sehe euch im Gefängnis. Wortwörtlich.
Was als Nächstes kommt
Grande ist derzeit auf ihrer ersten Tournee seit sieben Jahren und wird ihr neues Album „Petal“ an diesem Freitag, dem 31. Juli, veröffentlichen. Die Klage zielt darauf ab, die Hacker zu identifizieren und Schadensersatz zu erlangen. Die Beschwerde erklärt auch, dass sie beabsichtigt, zukünftige Cyber-Einbrüche gegen Künstler und ihre kreativen Partner abzuschrecken. Der Zeitpunkt ist entscheidend: Die unbefugte Verbreitung von Tracks könnte die offizielle Albumveröffentlichung stören. Der Fall beleuchtet eine wiederkehrende Herausforderung für die Musikindustrie, bei der durchgesickertes unveröffentlichtes Material kommerzielle Pläne und die Privatsphäre untergraben kann.

