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Sicherheit·vor 3 Std.

Brasilianische Polizei sucht verschwundene GoPro – Drei Festgenommene berufen sich bei tödlichem Seilsprung auf Erinnerungslücken

Eine 21-jährige Frau starb, nachdem Ausbilder bei einem Seilsprung in Brasilien versäumt hatten, ihr Sicherheitsseil zu befestigen. Die Polizei sucht nun nach der verschwundenen GoPro des Opfers, die den tödlichen Sturz möglicherweise aufgezeichnet hat.

Der tödliche Sprung

Am Samstag, den 13. Juni 2026, traf Maria Eduarda Rodrigues de Freitas (21) an der stillgelegten Ponte do Esqueleto nahe Cordeirópolis im Bundesstaat São Paulo ein, um an einem Seilsprung teilzunehmen. Ein Video zeigt, wie zwei Ausbilder sie in eine waagerechte Position heben und von der 40 Meter hohen Brücke stoßen. Ihr Sicherungsseil war nicht befestigt und blieb aufgerollt auf der Plattform liegen. Sie stürzte in die Tiefe und erlag ihren Verletzungen.

Verschwundene Kamera

Maria trug eine 360-Grad-GoPro an einem Selfie-Stick, die sie von dem Extremsportunternehmen gemietet hatte, um ihren Sprung aufzuzeichnen. Der Zeuge Rafael Goulart sagte den Behörden, er habe gesehen, wie Mitarbeiter die Kamera von ihrem Körper entfernten, bevor der Rettungsdienst eintraf.

Es ist die erste Szene, an die ich mich erinnere, nachdem ich das Mädchen auf dem Boden liegen sah: Einige Mitarbeiter entfernten die GoPro-Kamera von dem Gurt ihres Körpers, der bereits auf dem Boden lag.

Die Polizei vermutet, dass die Kamera gestohlen wurde; sie wurde nicht gefunden. Die Ermittler glauben, dass das Filmmaterial zeigen könnte, was in den Sekunden vor dem Sturz geschah.

Rettungsversuch

Die Krankenschwester Rayza Dias gehörte zu den Ersten, die das Opfer erreichten. Sie fand Maria noch am Leben, aber schwer verletzt.

Ich sah, dass sie schwer atmete, und ich sah mir ihre Pupillen an, die leider beide geweitet waren. Ich fühlte einen Puls, er war sehr schwach, aber sie hatte noch einen Puls.

Dias sprach mit der jungen Frau:

Duda, niemand stirbt in meiner Schicht.

Trotz ihrer Bemühungen erlag Maria ihren Verletzungen.

Aussagen der Ausbilder

Drei Ausbilder wurden festgenommen und wegen Totschlags mit bedingtem Vorsatz angeklagt. Während der Vernehmung gaben sie an, sich nicht erinnern zu können, wer für die Befestigung des Seils verantwortlich gewesen sei. Luis Felipe Feliciano Egoroff sagte der Polizei, das Team habe keine festgelegte Kontrollkette gehabt.

Manchmal machen wir es nicht, einer prüft, ein anderer prüft, ein anderer macht es. Manchmal macht es einer, der andere kommt, schaut, ob es richtig ist. So ungefähr war es.

Ein weiterer Beschuldigter, Maicon Fernandes Cintra, sagte ebenfalls, er könne sich nicht erinnern, ob er Marias Ausrüstung überprüft habe. Die Behörden gaben bekannt, dass das Unternehmen ohne Lizenz arbeitete.

Nachwirkungen

Zeugen sagten der Polizei, dass mehrere Mitarbeiter nach dem Sturz ihre Kleidung wechselten und vom Unfallort flohen. Sie wurden noch am selben Tag von der Militärpolizei gefasst. Die Ausbilder befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft, während die Ermittlungen zu dem Fall andauern, den die Staatsanwaltschaft als Fall eines bewusst in Kauf genommenen tödlichen Risikos bezeichnet.

Zeitstrahl des tödlichen Seilsprungvorfalls in Brasilien
  1. Maria Eduarda Rodrigues de Freitas stürzt 40 Meter von der Ponte do Esqueleto ohne Sicherheitsseil.
  2. Umstehende filmen den Sturz; ein Seil ist aufgerollt auf der Plattform zu sehen.
  3. Zeugen berichten, dass Mitarbeiter eine GoPro von ihrem Körper entfernten und die Kleidung wechselten.
  4. Krankenschwester Rayza Dias versucht, das Opfer wiederzubeleben, aber sie stirbt am Unfallort.
  5. Drei Männer werden festgenommen und wegen Totschlags mit bedingtem Vorsatz angeklagt.
  6. Polizei gibt bekannt, dass die Verdächtigen sich nicht an die Verantwortlichkeit für das Seil erinnern können; Suche nach GoPro dauert an.
Cordeirópolis

8 Quellen

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