
GNR startet Operation Artémis 2026/2027 zur verstärkten Jagdaufsicht in ganz Portugal
Die portugiesische Nationalgarde hat am 16. August die Operation Artémis 2026/2027 gestartet, die bis zum 28. Februar 2027 läuft, um illegale Jagdaktivitäten landesweit zu verhindern und zu verfolgen.
Operationsstart und Umfang
Die portugiesische Guarda Nacional Republicana (GNR) hat am Sonntag, den 16. August 2026, die Operation „Artémis 2026/2027“ gestartet, die bis zum 28. Februar 2027 im gesamten Staatsgebiet durchgeführt wird. Die Operation wird vom Serviço de Proteção da Natureza e do Ambiente (SEPNA), dem Natur- und Umweltschutzdienst der GNR, koordiniert. Sie zielt auf die Prävention, Erkennung, Unterdrückung und Untersuchung von Verstößen gegen die gesetzlichen Jagdvorschriften ab. Der Start fällt mit dem Beginn der Jagdsaison auf geordneten Geländen zusammen, was die GNR veranlasst, sowohl präventive als auch reaktive Durchsetzungsmaßnahmen vor Ort zu intensivieren. Die GNR erklärte in einer am Sonntag an die Redaktionen verschickten Pressemitteilung, dass die Operation auch zur Erhaltung der Biodiversität, zum Gleichgewicht der Ökosysteme und zum Schutz der öffentlichen Gesundheit und Sicherheit beitragen soll. Die Truppe wird ihre Präsenz vor Ort durch präventive und reaktive Maßnahmen verstärken, um die Einhaltung des gesetzlichen Jagdregimes sicherzustellen und Verstöße zu bekämpfen, die Personen oder Sachen gefährden oder die Tierwelt beeinträchtigen könnten. Neben der Durchsetzung umfasst die Operation auch Sensibilisierungs- und Kooperationsaktivitäten mit an der Jagd beteiligten Interessengruppen.
Diese Operation hat als Hauptziel, die Einhaltung des gesetzlichen Jagdregimes zu gewährleisten, den Schutz der Biodiversität, das Gleichgewicht der Ökosysteme, den Schutz der öffentlichen Gesundheit und die öffentliche Sicherheit zu sichern.
Ergebnisse der vorherigen Operation
Die GNR veröffentlichte die Ergebnisse der vorherigen Operation „Artémis 2025/2026“, die als Maßstab für die aktuelle Kampagne dienen. Während dieser Operation überprüfte die GNR 10.751 Jäger, stellte 136 Straftaten fest und nahm 133 Festnahmen vor. Von diesen Festnahmen betrafen 70 Jäger, die in nicht genehmigten Jagdgebieten, bedingten Jagdgebieten ohne Zustimmung, jagdfreien Zonen oder Jagdgebieten ohne legalen Zugang jagten. Weitere 32 Festnahmen erfolgen wegen Verstößen gegen die Normen zum Schutz der Tierwelt, insbesondere in Bezug auf Wildarten. Die GNR betonte, dass diese 70 Jäger in Nichtjagdgebieten, bedingten Jagdgebieten ohne Zustimmung der Berechtigten, jagdfreien Zonen und Jagdgebieten ohne rechtlichen Zugang gejagt hatten.
- Vereinsgebiete
- 4846 Inspektionen
- Gemeindejagdgebiete
- 3406 Inspektionen
- Tourismusgebiete
- 936 Inspektionen
Die Operation führte auch zu 345 Ordnungswidrigkeiten. In 91 Fällen hatten Jäger keine Pflichtdokumente; 75 Geldstrafen resultierten aus dem Transport von Waffen außerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Bedingungen; und 61 Fälle betrafen Verstöße der Verwaltungsstellen von Jagdgebieten. Die Kontrollen verteilten sich auf mehrere Kategorien von Jagdgebieten: 4.846 in Vereinsgebieten, 3.406 in Gemeindejagdgebieten, 936 in Tourismusgebieten und 196 in einer vierten, in den veröffentlichten Berichten nicht vollständig spezifizierten Kategorie.
- Keine Pflichtdokumente
- 91 Fälle
- Verstöße beim Waffentransport
- 75 Fälle
- Verstöße der Verwaltungsstellen
- 61 Fälle
Sicherheitsempfehlungen und -regeln
Die GNR gab eine Reihe von Empfehlungen an Jäger heraus, wobei sie die Einhaltung von Sicherheitsabständen betonte. Jäger müssen einen Mindestabstand von 250 Metern zu Wohnhäusern einhalten, wenn keine Zustimmung vorliegt, und 100 Meter zu künstlichen Futterstellen. Die Behörde riet Jägern außerdem, vorab zu überprüfen, ob das Jagdgebiet, in dem sie jagen möchten, alle geltenden gesetzlichen Anforderungen erfüllt, insbesondere wenn Arten betroffen sind, die Auflagen unterliegen. Darüber hinaus forderte die GNR die Jäger auf, die ordnungsgemäße Lagerung und den Transport von Waffen außerhalb der Jagdausübung sicherzustellen. Die Operation soll auch die Einhaltung der Maßnahmen zum Schutz und zur Erhaltung der Wildressourcen gewährleisten und eine nachhaltige Jagdverwaltung fördern. Die GNR erklärte, dass sie präventive und reaktive Durchsetzungsmaßnahmen verstärken wird, um Verstöße zu bekämpfen, die die Sicherheit von Personen und Sachen gefährden oder die Tierwelt während der Jagd schädigen könnten.


