Laut GM könnten KI und virtuelles Engineering den vier- bis fünfjährigen Fahrzeugentwicklungszyklus auf nur noch zwei Jahre verkürzen – ein Ziel, über das The New York Times und Axios berichteten.
GM bewertete mehr als 300.000 virtuelle Designs für seine LMR-Batterie, bevor ein physischer Prototyp gebaut wurde, und kam innerhalb eines Monats vom Konzept zur formellen Freigabe.
Das System debütiert im Cadillac Escalade IQ 2028, startet auf Autobahnen und wird später auf die beliebtesten benzinbetriebenen SUVs und Pick-ups von GM sowie auf die nächsten Elektrofahrzeuge ausgeweitet.
Der OnStar-KI-Assistent ist zunächst für den Cadillac Lyriq 2027 vorgesehen, eine neue OnStar-App soll 2027 folgen. Der Dienst hat 12 Millionen Abonnenten.
General Motors nutzte sein jährliches GM-Forward-Event am Mittwoch, dem 21. Oktober, in New York, um darzulegen, wie das Unternehmen mit chinesischen Herstellern Schritt halten will, die neue Modelle deutlich schneller auf den Markt bringen. Der Konzern will nach eigenen Angaben mit künstlicher Intelligenz und virtuellem Engineering seinen vier- bis fünfjährigen Fahrzeugentwicklungszyklus auf nur noch zwei Jahre verkürzen. Sterling Anderson, Chief Product Officer des Unternehmens, beschrieb den Wandel als Abkehr von langsamer, sequenzieller Entwicklung hin zu paralleler Arbeit und virtuellen Tests. Er räumte ein, dass die Größe von GM Richtungswechsel erschwere, argumentierte aber, die Größe liefere auch Daten sowie jahrzehntelange Entwicklungs- und Fertigungsaufzeichnungen, auf die das Unternehmen nun zurückgreifen könne. Dem Plan zufolge sollen Design, Engineering und Fertigung vom ersten Tag an digital verknüpft werden – eine Methode, die GM "Digital Thread Virtualization" nennt.
„Je schneller wir iterieren können, desto besser werden unsere Produkte.“
Daten aus dem Artikeltext
GM verweist auf sein Programm für lithiummanganreiche Batterien (LMR) als Beleg dafür, dass die Methode funktioniert. Die Ingenieure bewerteten mehr als 300.000 virtuelle Batteriedesigns, bevor sie einen physischen Prototypen bauten, und das Team kam innerhalb eines Monats vom ersten Konzept zur formellen Freigabe. Die LMR-Zellen sollen die vierte Generation der Elektroauto-Plattform antreiben, die laut GM bei vergleichbaren Kosten eine um 33 Prozent höhere Energiedichte als Lithium-Eisenphosphat-Zellen bieten soll. Zudem reklamiert das Unternehmen einen um 20 Prozent höheren Wirkungsgrad pro Kilowattstunde. Es handelt sich um Zahlen, die GM selbst vorlegt; die Manager erklärten, die in Entwicklung befindlichen Elektrofahrzeuge würden nicht viel mehr kosten als Benziner und Diesel, dabei aber mit einer vollen Ladung weiter fahren. Wann diese Fahrzeuge zu kaufen sein werden, wollte Anderson nicht sagen.
Der Architekturwechsel ersetzt Dutzende separate Steuergeräte durch einen Zentralrechner, der Antrieb, Lenkung, Bremsen und aktive Sicherheitssysteme mit Software verbindet. GM behauptet, seine neuen Recheneinheiten seien bis zu 40-mal leistungsfähiger als die aktuelle Hardware. OnStar, der 30 Jahre alte Notruf- und Pannendienst mit 12 Millionen Abonnenten, wird rund um einen Fahrzeugassistenten namens OnStar AI neu aufgebaut. Das erste Modell, das ihn erhalten soll, ist der Cadillac Lyriq 2027; eine neue OnStar-App soll 2027 die ältere Guardian-Anwendung und die separaten Apps der einzelnen Marken ablösen.
GM will das Fahren ohne Blickkontakt zur Fahrbahn auf der Autobahn 2028 im Cadillac Escalade IQ einführen – ein System, bei dem Fahrer weder die Straße beobachten noch im Notfall eingreifen müssten. Anschließend soll es auf die beliebtesten benzinbetriebenen SUVs und Pick-ups sowie auf die nächsten Elektrofahrzeuge ausgeweitet werden. Anderson argumentiert, überwachte Systeme wie Teslas FSD verleiteten Fahrer dazu, ihnen mehr zu vertrauen als angebracht, und er stellt den Alles-oder-nichts-Ansatz als Schutz vor Sorglosigkeit dar. Super Cruise erlaubt es Fahrern bereits, auf Hunderttausenden Kilometern vorab kartierter Autobahn die Hände vom Lenkrad zu nehmen. Beim langfristig angelegten Konzept "Mission Mode" sollen Fahrzeuge Besorgungen erledigen, etwa einen Freund vom Flughafen abholen oder die Reinigung abgeben.
„Diese Branche ist voll von Versprechen, die nicht eingehalten wurden. Ich bin nicht scharf darauf, welche zu machen.“
Wann echte Autonomie kommt, hat GM öffentlich nicht gesagt, und der Start 2028 betrifft nur das erste System ohne Blickkontakt zur Fahrbahn. Chinesische Autos sind durch Zölle und Regulierungen praktisch aus den Vereinigten Staaten ausgeschlossen, doch GM verkauft weiterhin Fahrzeuge in China und sieht sich in Kanada und Mexiko mit chinesisch produzierten Autos konfrontiert. Zu den in der Berichterstattung genannten chinesischen Rivalen zählen BYD, Geely und Xiaomi, die in Asien, Afrika, Europa und Lateinamerika günstige Modelle mit neuester Technologie auf den Markt gebracht haben. Die Ankündigungen nennen Termine für 2027 und 2028, aber kein Verkaufsdatum für die günstigeren Elektrofahrzeuge.
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GM erklärte am Mittwoch, dem 21. Oktober, KI und virtuelles Engineering könnten den Entwicklungszyklus auf nur noch zwei Jahre verkürzen. Beim selben Termin wurden ein OnStar-KI-Assistent und ein teilautonomes Fahren auf der Autobahn ohne Blickkontakt zur Fahrbahn vorgestellt, das 2028 kommen soll.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von LesEchos.fr, TechCrunch, Wired und weiteren Medien. Veröffentlicht .