
Gleitschirmflieger überlebt Kollision mit Cessna in der Luft – Rettungsschirm rettet ihr Leben in den Österreichischen Alpen
Eine 44-jährige Österreicherin entging am Samstag nur knapp dem Tod, als eine Cessna 172 mitten im Flug bei Zell am See ihren Schirm durchtrennte. Sie trudelte zu Boden, bevor sie ihren Rettungsfallschirm auslöste.
Was geschah
Ein routinemäßiger Gleitschirmflug über den Österreichischen Alpen entwickelte sich am Samstag, dem 23. Mai 2026, zu einer lebensbedrohlichen Notlage, als ein Leichtflugzeug in der Luft mit einem Gleitschirmflieger kollidierte. Der Vorfall ereignete sich gegen 13:15 Uhr nahe der Pinzgauer Hütte, in der Nähe der Gemeinde Piesendorf im Pinzgau. Die Gleitschirmfliegerin, eine 44-jährige Österreicherin namens Sabrina, war vom Schmittenhöhe-Gipfel gestartet und auf dem Weg ins Tal, als eine Cessna 172 von hinten ihren Schirm rammte. Der Propeller der Maschine zerfetzte die Gleitschirmkappe, woraufhin Sabrina in eine unkontrollierte Drehung und den freien Fall geriet.
- Sabrina startet ihren Gleitschirm vom Schmittenhöhe-Gipfel und fliegt in Richtung Piesendorf.
- Cessna 172 nähert sich von hinten nahe der Pinzgauer Hütte und trifft mit dem Propeller den Gleitschirmschirm.
- Die Gleitschirmkappe wird zerfetzt; Sabrina gerät in unkontrollierte Drehung und freien Fall.
- Innerhalb von etwa 6 Sekunden löst Sabrina den Rettungsfallschirm aus und stabilisiert den Sinkflug.
- Sabrina landet sicher auf einem Forstweg und erleidet nur Prellungen und Quetschungen.
- Cessna-Pilot landet sicher am Flughafen Zell am See.
Die Rettung
Trotz des heftigen Aufpralls und des rasanten Sinkflugs behielt Sabrina bemerkenswerte Fassung. Innerhalb von etwa sechs Sekunden gelang es ihr, ihren Rettungsfallschirm auszulösen, der ihren Sturz stabilisierte und eine sichere Landung auf einem Forstweg ermöglichte. Sie erlitt lediglich Prellungen und Quetschungen. Der 28-jährige österreichische Pilot der Cessna, der im Glemmtal gestartet war, konnte die Kontrolle über sein Flugzeug behalten und am Flughafen Zell am See sicher landen.
Ich kann immer noch kaum glauben, dass ich hier sitze und dies tippe – und mir ist, abgesehen von ein paar bösen blauen Flecken und einigen allgemeinen Prellungen, eigentlich nichts passiert.
Ermittlungen und Luftraumregeln
Die österreichischen Behörden haben Ermittlungen eingeleitet, um die genauen Ursachen der Kollision zu klären und die Verantwortlichkeit festzustellen. Der Cessna-Pilot gab gegenüber der Polizei an, er habe den Gleitschirmflieger zu spät gesehen, um den Zusammenstoß noch zu vermeiden. Die Gleitschirmfliegerin erklärte, dass im gemeinsamen Luftraum, in dem sich der Unfall ereignete, motorisierte Luftfahrzeuge wie die Cessna verpflichtet sind, nicht motorisierten Luftfahrzeugen wie Gleitschirmen auszuweichen. Sie sagte, die Angelegenheit werde auf offiziellem Rechtsweg geklärt. Rumänische Medien berichteten, dass gegen den Piloten wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt wird.
Reaktionen in den sozialen Medien
Sabrina, die rund 17.000 Instagram-Follower hat, teilte dramatisches Kameramaterial aus ihrem Helm, das die Kollision und ihren anschließenden Sturz zeigt. Das Video verbreitete sich rasend schnell in den sozialen Medien und internationalen Nachrichtenagenturen. In ihren Beiträgen bezeichnete sie den 23. Mai als ihren „zweiten Geburtstag“ und zeigte sich ungläubig über ihr Überleben. Sie sah sich auch Kritik von Nutzern ausgesetzt, die ihr die Schuld an dem Unfall gaben. Darauf reagierte sie unverblümt, forderte die Kritiker auf, „zur Hölle zu fahren“, und erklärte, sie sei in einem erlaubten Gebiet geflogen.
Das ist eine Flugzone, in der sich Gleitschirme, Segelflugzeuge und Leichtflugzeuge den Raum teilen. Es gibt Regeln, und dennoch passieren Unfälle.
Debatte über Sicherheitsausrüstung
Der Vorfall hat die Diskussion über Kollisionsvermeidungssysteme im Alpenluftraum neu entfacht. Sabrina räumte ein, ohne FLARM geflogen zu sein, ein elektronisches Kollisionsverhütungssystem, das in solchen Zonen üblich ist. Auf die Frage, ob der Unfall mit FLARM passiert wäre, antwortete sie, sie wisse es nicht, da das System nicht mit hundertprozentiger Zuverlässigkeit funktioniere, bestätigte jedoch, dass ihr nächstes Variometer ein FLARM-fähiges sein werde.


