
Meloni und Takaichi besiegeln strategische Allianz zwischen Italien und Japan vor dem G7-Gipfel in Évian
Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni empfing ihre japanische Amtskollegin Sanae Takaichi zu bilateralen Gesprächen in Rom, um die Vertiefung der strategischen Partnerschaft anlässlich des 160. Jahrestags der diplomatischen Beziehungen zu würdigen.
Eine erneuerte Partnerschaft
Giorgia Meloni empfing Sanae Takaichi am 15. Juni 2026 in der Villa Pamphilj in Rom, wenige Stunden bevor beide Regierungschefinnen zum G7-Gipfel in Évian-les-Bains erwartet wurden. Das Treffen markierte den jüngsten Schritt in einer Kooperationsagenda, die während Melonis Staatsbesuch in Tokio am 16. Januar eingeleitet worden war. Meloni bezeichnete die Beziehung als eine natürliche strategische Allianz, und Takaichi erwiderte die Herzlichkeit, wobei sich die beiden Politikerinnen bei der Ankunft umarmten.
Italien und Japan sind von Natur aus strategische Verbündete, die dazu bestimmt sind, in der Gegenwart und für die Zukunft zusammenzuarbeiten.
Golfkrise und Schifffahrt
Die Gespräche fanden statt, während Nachrichten über ein Memorandum zwischen den USA und dem Iran eintrafen, das die Feindseligkeiten am Golf sofort und dauerhaft beenden soll. Sowohl Meloni als auch Takaichi begrüßten das Abkommen und betonten, dass die Wiedereröffnung der Straße von Hormus und die Freiheit der Schifffahrt schnell folgen müssen.
Wir hoffen, dass dies zu einer schnellen und sicheren Umsetzung des Abkommens führt, das eine freie und sichere Schifffahrt in der Straße von Hormus gewährleistet.
Verteidigungs- und Weltraumkooperation
Die beiden Regierungschefinnen bekräftigten die gemeinsame Arbeit am Global Combat Air Programme, dem Kampfflugzeugprojekt der sechsten Generation von Großbritannien, Italien und Japan. Sie verabschiedeten zudem eine bilaterale Weltraumerklärung, die darauf abzielt, die italienischen und japanischen Raumfahrtbehörden enger zu vernetzen, aufbauend auf dem zwischenstaatlichen Weltraumdialog, der Ende Mai eröffnet wurde.
Wirtschaftlicher und technologischer Impuls
Meloni und Takaichi bestätigten Fortschritte bei einem Konsultationsmechanismus für wirtschaftliche Sicherheit sowie bei der gemeinsamen Arbeit an künstlicher Intelligenz, Biotechnologien, Katastrophenschutz und ziviler Kernkraft der nächsten Generation. Sie kündigten einen Plan an, 2027 eine neue Sitzung der italienisch-japanischen Wirtschaftsgruppe abzuhalten und Synergien zwischen Roms Piano Mattei für Afrika und Tokios TICAD-Rahmenwerk zu verfolgen. Die Diskussionen behandelten auch die Arktis als strategischen Schauplatz sowie Bemühungen zur Sicherung kritischer Rohstofflieferketten.
- Staatsbesuch von Meloni in Tokio; bilaterale Ziele festgelegt
- Treffen der italienisch-japanischen Wirtschaftsgruppe in Nagoya (25.–26. Mai)
- Erstes Treffen des bilateralen Tisches für wirtschaftliche Sicherheit in Tokio
- Eröffnungssitzung des zwischenstaatlichen Weltraumdialogs in Tokio (28.–29. Mai)
- Treffen Meloni–Takaichi in Rom; gemeinsame Weltraumerklärung verabschiedet
- Eröffnung des G7-Gipfels in Évian (15.–17. Juni)
- G20-Gipfel, weitere bilaterale Initiativen erwartet
Ukraine und die multilaterale Agenda
Beide Regierungschefinnen erklärten, sie würden den G7-Gipfel nutzen, um die Unterstützung für Kiew zu bekräftigen. Meloni verurteilte die russischen Angriffe auf Zivilisten und Kulturerbestätten und betonte, dass ein gerechter und dauerhafter Frieden das Ziel bleibe.
Nach den brutalen russischen Angriffen auf Zivilisten sowie auf jahrtausendealte Symbole des Christentums und Teile des UNESCO-Welterbes können wir nicht wegsehen.
Mit Blick auf den G20-Gipfel im Dezember signalisierten die beiden Regierungschefinnen, dass die bilaterale Partnerschaft auch im weiteren Verlauf des Jahres 2026 greifbare Ergebnisse liefern werde.


