
Krakauer Wahlkommission registriert Łukasz Gibała für vorgezogene Bürgermeisterwahl nach Unterschriftenstreit
Die Krakauer Stadtwahlkommission hat die Kandidatur von Łukasz Gibała für das Bürgermeisteramt genehmigt, nachdem sein Team Ersatzunterschriften eingereicht hatte. Neben ihm wurden vier weitere Bewerber für die Wahl am 27. September zugelassen.
Gibała überwindet Unterschriftendefizit
Die Krakauer Stadtwahlkommission hat den Stadtrat Łukasz Gibała offiziell als Kandidaten für die vorgezogene Bürgermeisterwahl registriert. Gibała, der den Verein Kraków dla Mieszkańców und dessen Fraktion im Stadtrat anführt, gab nach einer schnellen Unterschriftensammlung fast 14.700 unterstützende Unterschriften an. Zuvor drohte ihm der Ausschluss, nachdem die Kommission am Montag 3.200 seiner ursprünglich 5.500 Unterschriften aufgrund des Fehlens des Wortes „Kraków“ in den Wähleradressen abgelehnt hatte, sodass nur 1.613 gültige übrig blieben. Der Kommissionsvorsitzende Krzysztof Dyl merkte an, dass zwar auf mehreren Kandidatenlisten Schreibfehler vorgekommen seien, das Ausmaß bei Gibałas erster Einreichung jedoch ungewöhnlich gewesen sei. Gibałas Wahlkampfteam sammelte vor der Einreichungsfrist am Donnerstag um 16:00 Uhr rund 9.000 Ersatzunterschriften.
Gibała äußerte sich in einer am Freitagabend auf Social Media veröffentlichten Stellungnahme zur Registrierung durch die Kommission.
Die Wahlkommission hat heute offiziell meine Kandidatur bei der vorgezogenen Wahl zum Bürgermeister von Krakau registriert. Dies wäre ohne Sie nicht möglich gewesen. Ich danke Ihnen noch einmal.
Zugelassene Kandidaten und Umfragewerte
Gibała gesellt sich zu vier weiteren Bewerbern, deren Anträge die gesetzliche Hürde von 3.000 gültigen Unterschriften von Einwohnern mit den erforderlichen Angaben, einschließlich der PESEL-Identifikationsnummern, überschritten haben. Die Kommission hatte zuvor Michał Drewnicki von Recht und Gerechtigkeit (PiS), Monika Piątkowska unterstützt von der Bürgerkoalition (KO) und der Polnischen Bauernpartei (PSL), den unabhängigen Kandidaten Jan Hoffman sowie Aleksandra Owca von der Partia Razem zugelassen. Diese Wahl ist Gibałas vierte aufeinanderfolgende Bürgermeisterkandidatur, nachdem er 2014 und 2018 Dritte wurde und 2024 in der Stichwahl knapp gegen Aleksander Miszalski unterlag. Gibała, ehemaliger Abgeordneter der Platforma Obywatelska und der Ruch Palikota, führt derzeit die kommunalen Umfragen an. Eine von SW Research für die Gazeta Krakowska durchgeführte Umfrage ermittelte seine Unterstützung bei 25,1 %, gefolgt von Piątkowska mit 12,0 %.
- Łukasz Gibała
- 25.1 %
- Monika Piątkowska
- 12 %
Ablehnungen und ausstehende Überprüfungen
Die Wahlkommission hat am Freitagnachmittag Beschlüsse gefasst, mit denen zwei Kandidaturen abgelehnt wurden, die die erforderliche Unterstützung nicht erreichten. Stanisław Kułach reichte 382 Unterschriften ein und Marta Ratuszyńska 80 Unterschriften, was aufgrund der Nichterreichung der 3.000-Unterschriften-Marke zur sofortigen Disqualifikation führte. Die Wahlbeamten überprüfen derzeit die Listen von fünf weiteren Kandidaten, die die Einreichungsfrist eingehalten haben. Zu dieser Gruppe gehören der ehemalige Präsident des Obersten Rechnungshofes Marian Banaś, Bartosz Bocheńczak von der Konfederacja, Daria Gosek-Popiołek von der Lewica, Michał Klimek von der Konfederacja Korony Polskiej und Sławomir Pietrzyk von der Socjaldemokracja Polska. Bocheńczak reichte 4.640 Unterschriften ein, doch die Prüfungen der Kommission ergaben, dass die Anzahl der gültigen Einträge weiterhin unsicher sei.
Kommunaler Wahltermin
Der vorgezogene Wahlgang folgt auf ein im Mai abgehaltenes Kommunalreferendum, bei dem die Krakauer Bürger die Abberufung von Aleksander Miszalski aus dem Bürgermeisteramt beschlossen. Stanisław Kracik übt derzeit bis zum Abschluss der Wahl das Amt des geschäftsführenden Bürgermeisters aus. Insgesamt reichten 12 Kandidaten aus 24 registrierten Wahlkomitees bis zur Donnerstagsfrist Unterlagen ein. Krzysztof Dyl kündigte an, dass die Kommission die Prüfung aller verbleibenden Kandidatenlisten bis Montag um 16:00 Uhr abschließen und endgültige Zulassungs- oder Ablehnungsentscheidungen treffen werde. Die offizielle alphabetische Liste der zugelassenen Kandidaten wird spätestens am 14. September veröffentlicht.
- Krakauer Wähler rufen Aleksander Miszalski in einem Kommunalreferendum ab
- Bewerbungsschluss: 12 Kandidatenpakete eingereicht
- Kommission registriert Łukasz Gibała und lehnt zwei Kandidaturen offiziell ab
- Frist der Kommission für den Abschluss der Prüfung der fünf verbleibenden Kandidatenpakete
- Gesetzliche Frist für die öffentliche Bekanntgabe aller registrierten Kandidaten
- Erster Wahlgang der vorgezogenen Krakauer Bürgermeisterwahl findet statt
Der erste Wahlgang ist für den 27. September 2026 angesetzt, eine Stichwahl zwei Wochen später, falls kein Kandidat die absolute Mehrheit erreicht.


