Kurz gefasst
Die Gendarmerie erklärte, Bilder von Menschen in nachgeahmten Uniformen, die vor einer Menge knien, seien mit künstlicher Intelligenz erzeugt und fälschlich mit dem Protest vor dem Berufungsgericht Bukarest am Freitag, 23. Oktober, in Verbindung gebracht worden.
Das Berufungsgericht Bukarest gab der Beschwerde der DIICOT in einem Betrugsfall mit 1,1 Millionen Euro statt; die Entscheidung ist rechtskräftig. Georgescu befindet sich seit dem 29. September in Untersuchungshaft.
In der Telegram-Gruppe „Călin Georgescu COMUNITATEA OFICIALĂ“, die Alina Turturea gegründet hat und verwaltet, erschienen Aufrufe zu Protesten. G4Media zählte rund 300 bis 400 Anhänger vor dem Gericht.
Gefälschte Bilder kursieren im Netz
Die rumänische Gendarmerie warnte am Freitag, 23. Oktober, dass in sozialen Netzwerken Bilder kursierten, die Menschen in nachgeahmten Gendarmerieuniformen zeigen, wie sie vor einer Menge mit der Nationalflagge knien. Die Bilder verbreiteten sich rasch auf TikTok mit Bildunterschriften wie „Die Gendarmen geben nach“ und „Die Gendarmen haben sich den Demonstranten gebeugt“. Die Behörde erklärte, die Bilder seien mit künstlicher Intelligenz erzeugt und fälschlich mit einer öffentlichen Versammlung an diesem Tag vor dem Berufungsgericht Bukarest in Verbindung gebracht worden. Eine von der Gendarmerie geteilte Collage trug das Etikett „AI generated“, das bei manchen mit künstlicher Intelligenz erstellten Inhalten erscheint.
Offizielles Dementi
Die Gendarmerie erklärte, die Szene habe sich bei keiner Veranstaltung mit Beteiligung ihrer Beamten ereignet, auch nicht bei dem Protest vor dem Gericht.
„Die Bilder sind falsch, und eine solche Handlung hat es weder beim heutigen Protest vor dem Berufungsgericht Bukarest noch bei einer anderen Veranstaltung gegeben.“
Die Behörde bezeichnete das Material als Versuch, die Öffentlichkeit zu desinformieren und in die Irre zu führen. Sie rief Nutzer dazu auf, solche Inhalte mit Vorsicht zu behandeln, sie umgehend zu melden und Informationen anhand offizieller Quellen zu prüfen. Die Gendarmerie wies zudem darauf hin, dass sie 2025 gezwungen gewesen sei, eine virale TikTok-Behauptung zu widerlegen, wonach 30 % ihrer Gendarmen ausländische Staatsangehörige seien.
Gericht lässt Georgescu in Haft
Am selben Freitag entschied das Berufungsgericht Bukarest, dass der frühere Präsidentschaftskandidat Călin Georgescu in einem Betrugsfall mit einem Volumen von 1,1 Millionen Euro in Haft bleiben muss. Die Kammer gab einer Beschwerde der DIICOT gegen eine Entscheidung des Gerichts Bukarest statt, die ihn unter Hausarrest gestellt hatte. Die Entscheidung ist rechtskräftig. Georgescu befindet sich seit dem 29. September in Untersuchungshaft. Nach Angaben von G4Media versammelten sich rund 300 bis 400 Anhänger vor dem Gericht und skandierten „Călin Georgescu ist Präsident“.
Aufrufe zur Mobilisierung im Netz
Nach der Verkündung der Entscheidung erschienen in der wichtigsten Telegram-Gruppe von Georgescus Anhängern, „Călin Georgescu COMUNITATEA OFICIALĂ“, Aufrufe zu Protesten. Die Gruppe wurde von Alina Turturea gegründet und wird von ihr verwaltet; laut Rise Project trug sie zu Georgescus Präsidentschaftswahlkampf 2024 bei. Vertreter der AUR hatten die Gruppe genutzt, um Unterstützung für Georgescu zu mobilisieren. Einige Mitglieder riefen dazu auf, Hunderttausende auf die Straße zu bringen. Die Artikel nennen keine über die 300 bis 400 vor dem Gericht gezählten Anhänger hinausgehende Teilnehmerzahl.