Regierung · Rom

Italien unterzeichnet neuen Tarifvertrag im Gesundheitswesen: Pflegekräfte erhalten 240 € mehr, KI-Regeln eingeführt

Die Vorab-Vereinbarung für den nationalen Tarifvertrag 2025–2027 betrifft 592.638 Beschäftigte des Gesundheitsdienstes mit durchschnittlichen monatlichen Erhöhungen von 209 € und 240 € für Pflegekräfte sowie Nachzahlungen von bis zu 2.300 €.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von ANSA.it, Rai news, Il Messaggero und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Rom · Italien
Wie es dazu kam
  1. 29.07.2026Vorab-Vereinbarung zwischen Aran und allen Gewerkschaften unterzeichnet
  2. 31.10.2026Nachzahlungen zu diesem Stichtag berechnet (durchschnittlich 1.226 €, für Pflegekräfte 2.300 €)
  3. 01.01.2027Volle Erhöhung um 145 €/Monat tritt in Kraft, durchschnittlich 209 € werden erreicht

Die Vereinbarung

Am 29. Juli 2026 unterzeichneten die italienische Agentur für die Verhandlungsvertretung der öffentlichen Verwaltungen (Aran) und alle repräsentativen Gewerkschaften die Vorab-Vereinbarung zur Erneuerung des nationalen Tarifvertrags für den Gesundheitssektor für den Zeitraum 2025–2027. Die Vereinbarung betrifft 592.638 Beschäftigte des Nationalen Gesundheitsdienstes: Pflegekräfte, technisch-medizinisches Personal, Rehabilitations- und Präventionspersonal, Verwaltungs- und Hilfskräfte. Die Vorab-Vereinbarung geht nun zur Prüfung der wirtschaftlich-finanziellen Vereinbarkeit an die Kontrollstellen, bevor sie endgültig unterzeichnet wird.

Wirtschaftliche Details

Der Tarifvertrag sieht eine durchschnittliche monatliche Bruttoerhöhung von 209 € vor, die für Pflegekräfte auf 240 € steigt. Die zum 31. Oktober 2026 berechneten Nachzahlungen betragen im gesamten Sektor durchschnittlich 1.226 € und für Pflegekräfte 2.300 €. Die Gesamterhöhung über drei Jahre beträgt 7,76 %, bei Pflegekräften über 8 %. Das Personal in der Notaufnahme erhält eine zusätzliche Zulage von 100 €. Das Haushaltsgesetz stellte ab 2027 jährlich 1,537 Mrd. € bereit, mit progressiven Erhöhungen, die bereits am 1. Januar 2025 und 1. Januar 2026 in Kraft getreten sind. Weitere Mittel umfassen 445 Mio. € für eine Pflegespezifitätszulage, 193 Mio. € für eine Patientenversorgungszulage und 35 Mio. € für das Personal der Notaufnahme.

Neue Bestimmungen: KI, Cybersicherheit und Disability Manager

Erstmals regelt der Tarifvertrag den Einsatz künstlicher Intelligenz am Arbeitsplatz. Arbeitgeber, die KI-Systeme oder automatisierte Algorithmen einführen wollen, die das Arbeitsverhältnis betreffen, müssen die Beschäftigten vorab über Zwecke, verarbeitete Daten, Cybersicherheitsniveau und mögliche Auswirkungen auf Arbeitsorganisation und Leistungsbewertung informieren. Aran-Präsident Antonio Naddeo betonte das Kernprinzip.

„Die Verantwortung derer, die entscheiden, kann nicht an einen Algorithmus delegiert werden.“

Antonio Naddeo

Der Tarifvertrag führt auch neue Berufsrollen ein: einen Cybersicherheitsmanager und einen Disability Manager, der für die Förderung von Inklusion und Chancengleichheit von Menschen mit Behinderungen zuständig ist. Darüber hinaus wird eine Zulage für die Arbeit in besonders belastenden Einheiten wie Intensivstationen, Notaufnahmen, Infektionsabteilungen, Dialyse und häuslicher Pflege anerkannt.

Politische und institutionelle Reaktionen

Der Minister für öffentliche Verwaltung, Paolo Zangrillo, bezeichnete die Unterzeichnung als „ein gehaltenes Versprechen“ und stellte fest, dass die gesamte Runde der Tarifvertragserneuerungen im öffentlichen Dienst für 2025–2027 abgeschlossen sei.

„Diejenigen, die sich um das Land kümmern, verdienen Fürsorge. Wir haben den Tarifvertrag für den Gesundheitssektor nur neun Monate nach der letzten Erneuerung erneuert und bestätigen damit, dass diejenigen, die sich täglich um die Bürger kümmern, Aufmerksamkeit und konkrete Anerkennung verdienen.“

Paolo Zangrillo, Italienischer Minister für öffentliche Verwaltung

Gesundheitsminister Orazio Schillaci bezeichnete den Vertrag als „ein weiteres wichtiges Zeichen der Aufmerksamkeit für einen strategischen Sektor“ und kündigte an, die wirtschaftliche Aufwertung des Personals im nächsten Haushaltsgesetz fortzusetzen. Federico Riboldi, Gesundheitsdezernent des Piemont und Koordinator der Gesundheitskommission der Konferenz der Regionen, hob hervor, dass die Regierung Meloni die höchste je bereitgestellte Mittel für den Nationalen Gesundheitsfonds garantiert habe und der Tarifvertrag einen konkreten Schritt zur Aufwertung des Gesundheitspersonals darstelle.

„Die Regierung Meloni zeigt, dass sie an die öffentliche Gesundheitsversorgung glaubt: Sie hat die höchsten jemals bereitgestellten Mittel für den Nationalen Gesundheitsfonds garantiert und nun, mit der Erneuerung des Tarifvertrags, wird ein weiterer Schritt zur Aufwertung des Gesundheitspersonals mit deutlichen Gehaltserhöhungen unternommen.“

Federico Riboldi

Reaktionen der Gewerkschaften

Die Gewerkschaften äußerten sich zufrieden, obwohl einige Pflegegewerkschaften teilweise Kritik übten. CGIL-Sekretär Maurizio Landini stellte fest, dass die Vereinbarung Lohnsteigerungen vorsieht, die über der prognostizierten Inflation liegen, anders als beim vorherigen Tarifvertrag, und eine Sicherungsklausel für den Fall von Abweichungen von der Inflationsentwicklung einführt. CISL-Vorsitzende Daniela Fumarola nannte die Einigung „ein beispielloses Ergebnis“. Die Pflegegewerkschaft Nursind argumentierte jedoch, dass das Personal der Notaufnahme benachteiligt worden sei, und Nursing Up erklärte, die Unterzeichnung sei „kein Endpunkt“ und es blieben „wichtige Schattenseiten, die politisches Eingreifen erfordern“.

Breiterer Kontext des öffentlichen Dienstes

Mit dieser Vorab-Vereinbarung hat die Regierung die Erneuerung aller Tarifverträge des öffentlichen Dienstes für den Zeitraum 2025–2027 abgeschlossen, die rund 3,1 Millionen der 3,4 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes abdeckt. In den letzten vier Jahren haben die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes drei Tariferneuerungen mit durchschnittlichen Gehaltssteigerungen von 408 € brutto pro Monat erlebt. Minister Zangrillo führte dies auf eine Mittelausstattung von 30 Mrd. € zurück, die es ermöglichte, die Verhandlungen mit den Gewerkschaften mit ausreichenden Ressourcen zu führen.

Monatliche Bruttoerhöhungen im neuen Gesundheitsvertrag€/Monat
Alle Beschäftigten (Durchschnitt)
209 €/Monat
Pflegekräfte (Durchschnitt)
240 €/Monat
Zulage Notaufnahme
100 €/Monat

Daten aus dem Artikeltext

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Orte
Rom

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen