Regierung · Bukarest

Nicușor Dan legt Kranz nieder: Rumänien schafft nationalen Gedenktag für Opfer der Mineriade 1990

Präsident Nicușor Dan hat ein Dekret unterzeichnet, das den 15. Juni zum nationalen Gedenktag für die Opfer der Mineriade vom Juni 1990 erklärt, und zudem einen Kranz am Denkmal am Universitätsplatz niedergelegt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Stirile ProTV, adevarul.ro, Digi24 und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Bukarest · Rumänien
Wie es dazu kam
  1. 10.06.Präsident unterzeichnet Dekret zur Einführung des 15. Juni als Nationaler Gedenktag für die Opfer der Mineriade.
  2. 13.06.Präsident legt Kranz am Denkmal am Universitätsplatz in Bukarest nieder.
  3. 15.06.Erste Begehung des Nationalen Gedenktags für die Opfer der Mineriade.

Dekret und Kranzniederlegung

Präsident Nicușor Dan unterzeichnete in dieser Woche ein Dekret, das den 15. Juni als Nationalen Gedenktag für die Opfer der Mineriade vom Juni 1990 und der antidemokratischen Repression festlegt. Die Entscheidung, die am Mittwoch abgeschlossen wurde, ermöglicht es öffentlichen Einrichtungen, Schulen, Medien und NGOs, Gedenk-, Bildungs- und Kulturveranstaltungen zu organisieren. Am Samstag legte der Präsident einen Kranz am Denkmal zum Gedenken an die Opfer am Universitätsplatz in Bukarest nieder – ein Akt, der nicht auf dem offiziellen Präsidentenprogramm stand.

Historischer Hintergrund

Die Mineriade vom 13. bis 15. Juni 1990 brach nach regimekritischen Protesten aus, die am 22. April am Universitätsplatz begonnen hatten. Tausende Bergleute aus dem Jiu-Tal wurden in die Hauptstadt gebracht und schlugen Demonstrationen gegen die von Ion Iliescu geführte Regierung der Nationalen Rettungsfront gewaltsam nieder. Die Opferzahlen variieren je nach Quelle: Mediafax berichtet von vier Erschossenen, über 1.388 Verletzten und rund 1.250 Festgenommenen; G4Media nennt mindestens sechs von Bergleuten Getötete und mehr als 700 Schwerverletzte. Die Repression stieß auf internationale Kritik und beschädigte das Bild des frühen postkommunistischen Rumäniens.

Stellungnahme des Präsidenten

„Der Sommer 1990 bleibt eine schmerzhafte Wunde in unserer jüngeren Geschichte … Die Mineriade vom 13. bis 15. Juni 1990 war eine Tragödie, die von einer zynischen politischen Macht provoziert wurde, die entschlossen war, demokratische Bestrebungen mit Gewalt, Unterdrückung und Einschüchterung zu besiegen.“

Nicușor Dan, Präsident Rumäniens
Er betonte, dass das Fehlen eines rechtskräftigen Gerichtsurteils nach mehr als drei Jahrzehnten ein unerträglicher Makel sei, und fügte hinzu: „Eine reife Demokratie hat keine Angst vor ihrer eigenen Vergangenheit, so dunkel oder schwer zu verstehen sie auch sein mag.“

Justiz und Aktenfreigabe

Der Fall der Mineriade hat bis heute keine abschließende gerichtliche Klärung gefunden. Im vergangenen Jahr unterstrich Präsident Dan, dass die Justiz ein Urteil fällen müsse, um Traumata zu schließen und das Recht der Gesellschaft auf Wahrheit zu respektieren. Im April 2026 gab Außenministerin Oana Ţoiu die Freigabe von über 5.000 diplomatischen Akten aus der Zeit des Übergangs nach 1989 bekannt, darunter Dokumente zu den Mineriaden, den Wahlen im Mai 1990 und den Schriftverkehr mit der UdSSR.

Chronologie

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