Regierung · Charleroi
Gedenkfeier zum 70. Jahrestag von Marcinelle mündet in politische Konfrontation
Der 70. Jahrestag der Grubenkatastrophe von Marcinelle im Bergwerk Bois du Cazier in Charleroi, Belgien, wurde von Protesten der belgischen Gewerkschaft FGTB gegen Italiens Senatspräsidenten Ignazio La Russa überschattet und löste einen politischen Schlagabtausch zwischen Fratelli d'Italia und der CGIL aus.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von ANSA.it. Geändert . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Mitglieder der belgischen Gewerkschaft FGTB kehrten dem italienischen Senatspräsidenten Ignazio La Russa den Rücken, während er eine Botschaft von Staatspräsident Sergio Mattarella verlas, und wiederholten die Geste, als die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Antonella Sberna, das Podium betrat.
Carlo Fidanza (FdI), Stefano Cavedagna und Michele Picaro forderten die CGIL auf, sich von der FGTB zu distanzieren, und wiesen darauf hin, dass die Demonstranten Schals mit der Aufschrift „FGTB-Cgil“ trugen. CGIL-Chef Maurizio Landini bestritt, dass CGIL-Mitglieder sich umgedreht hätten, und erklärte, sie hätten weiter vorne gesessen.
Premierministerin Giorgia Meloni nannte die Geste in den sozialen Medien „schwerwiegend und beschämend“. La Russa bezeichnete sie als „vulgären Propagandaakt“ und erklärte, er sei stolz darauf, eine ähnliche Behandlung zu erfahren wie der belgische Vizepremier Elio Di Rupo 1994 gegenüber Giuseppe Tatarella.
Der Bürgermeister von Charleroi, Thomas Dermine (Belgische Sozialistische Partei), warf denen Heuchelei vor, die Arbeiter verteidigen, aber Grenzen schließen, und betonte, Charleroi sei eine antifaschistische Stadt. Die Demonstrantin Martine Vandevenne sagte, La Russa eine Plattform zu geben sei eine Beleidigung des Andenkens der Opfer.
Gedenkfeier von Protesten überschattet
Der 70. Jahrestag der Grubenkatastrophe von Marcinelle am 8. August 2026 im Bergwerk Bois du Cazier in Charleroi, Belgien, sollte eine würdevolle Gedenkfeier für die 262 Toten des Brandes vom 8. August 1956 sein, darunter 136 Italiener. Stattdessen wurde die Zeremonie zum Brennpunkt einer politischen Konfrontation. Italiens Senatspräsident Ignazio La Russa führte die italienische Delegation an, seine Ankunft wurde von Protesten außerhalb des Bergwerksgeländes begleitet. Laut der Zeitung Le Soir war das polizeiliche Vorgehen gegen die Demonstration „muskulös“. Die Spannungen erreichten ihren Höhepunkt, als Mitglieder der wichtigsten belgischen Gewerkschaft FGTB La Russa den Rücken kehrten, während er eine Botschaft von Staatspräsident Sergio Mattarella verlas. Die gleiche Geste wiederholte sich, als die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Antonella Sberna, das Podium betrat.
Politische Folgen
Fratelli d'Italia machte sofort die CGIL verantwortlich, deren Delegation unter der Leitung von Maurizio Landini anwesend war. Der FdI-Fraktionschef im Europäischen Parlament, Carlo Fidanza, entfachte den Streit mit einer scharfen Anschuldigung.
„Die CGIL sollte sich schämen, sie beweist einen völligen Mangel an Institutionsverständnis, einen blinden Hass, der heute sogar den Staatspräsidenten überwältigt. Die Linke sollte sich von diesem Gemetzel distanzieren!“
Landini wies die Anschuldigung zurück und erklärte, die CGIL-Mitglieder hätten weiter vorne gesessen und sich nicht umgedreht; „Fidanza hat einen Sonnenstich erlitten.“ Premierministerin Giorgia Meloni äußerte sich in den sozialen Medien, nannte die Geste „schwerwiegend und beschämend“ und sagte, wer sich abgewendet habe, habe Marcinelle als Ort des Gedenkens und der Würde der Arbeit missachtet. La Russa nannte den Protest „einen vulgären Propagandaakt“ und erklärte, er sei „stolz“ darauf, eine ähnliche Behandlung zu erfahren, wie sie der belgische Vizepremier Elio Di Rupo 1994 Giuseppe Tatarella zuteilwerden ließ.
Die Perspektive der Demonstranten
Martine Vandevenne, eine derjenigen, die sich abgewandt hatten, sagte gegenüber ANSA, dass La Russa eine Plattform zu geben eine Beleidigung des Andenkens der Opfer sei.
„Ignazio La Russa mit seinen faschistischen Ideen das Wort zu erteilen, ist eine Beleidigung des Andenkens der Opfer und der Arbeiter, die an diesem Ort gekämpft haben.“
Der Bürgermeister von Charleroi, Thomas Dermine, Mitglied der belgischen Sozialistischen Partei, hielt eine Rede, in der er denen „Heuchelei“ vorwarf, die Arbeiter verteidigen, aber „Grenzen schließen“, und betonte wiederholt, dass Charleroi „eine antifaschistische Stadt“ sei. Seine Rede erhielt den meisten Applaus in Bois du Cazier, während La Russa in der ersten Reihe mit breitem sarkastischen Lächeln reagierte.
Forderungen an CGIL zur Distanzierung
Mehrere FdI-Politiker forderten die CGIL auf, sich von der FGTB zu distanzieren. Der EU-Abgeordnete Stefano Cavedagna sagte, die CGIL habe „die Pflicht, sich sofort und unmissverständlich zu distanzieren“, und wies darauf hin, dass diejenigen, die sich abgewandt hätten, sich auch von Mattarellas Worten abgewandt hätten. Der EU-Abgeordnete Michele Picaro nannte die Proteste „unverständlich und schlichtweg beschämend“. Der Lega-Fraktionschef im Europaparlament, Paolo Borchia, bezeichnete die Episode als „eine unwürdige Farce“ und kritisierte Dermine dafür, die Gedenkfeier für eine politische Rede zu nutzen.
Gedenken inmitten des Streits
Trotz der Spannungen konzentrierten sich mehrere Redner auf das Vermächtnis der Katastrophe. Die italienische Botschafterin in Belgien, Federica Favi, sagte, Marcinelle sei objektiv der erste Moment gewesen, in dem Europa geboren wurde, was zu europäischen Arbeitsgesetzen geführt habe. Der Gouverneur von Piemont, Alberto Cirio, nannte die Katastrophe „eine noch immer lebendige Wunde im Gedächtnis unseres Landes“. Der PD-Fraktionschef im Europaparlament, Nicola Zingaretti, hob die Zustimmung des Europäischen Parlaments zum 8. August als Europäischen Gedenktag für die Opfer von Arbeitsunfällen hervor, die mit großer Mehrheit angenommen wurde.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- ANSA.itBorchia (Lega), 'da sinistra sfregio su Marcinelle, sceneggiata indegna' - Altre news
- ANSA.it>>>ANSA/Proteste e tensioni, la cerimonia di Marcinelle spacca l'Italia - Altre news
- ANSA.itPicaro, 'Cgil si dissoci, memoria non appartiene a partigianeria politica' - Altre news
- ANSA.itMarcinelle: Cirio, una ferita che richiama alla tutela di ogni lavoratore - Notizie
- Ignazio La Russa
- Präsident des italienischen Senats, leitete die italienische Delegation bei der Gedenkfeier
- Sergio Mattarella
- Präsident der Italienischen Republik, dessen Botschaft von La Russa während der Zeremonie verlesen wurde
- Giorgia Meloni
- Italienische Premierministerin, kommentierte in sozialen Medien die Protestgeste als schwerwiegend und beschämend
- Carlo Fidanza
- FdI-Fraktionschef im Europäischen Parlament, machte als erster die CGIL für den Protest verantwortlich
- Maurizio Landini
- Sekretär der CGIL, bei der Zeremonie anwesend, bestritt, dass CGIL-Mitglieder sich umgedreht hätten
- Antonella Sberna
- Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, erlebte denselben Protest mit abgewandten Rücken, als sie das Podium betrat
- Thomas Dermine
- Bürgermeister von Charleroi und Mitglied der belgischen Sozialistischen Partei, hielt eine Rede, in der er Charleroi als antifaschistische Stadt bezeichnete
- Paolo Borchia
- Lega-Fraktionschef im Europäischen Parlament, nannte die Zeremonie eine unwürdige Farce
- Michele Picaro
- FdI-ECR-Europaabgeordneter, bezeichnete die Protestgesten als unverständlich und beschämend
- Alberto Cirio
- Gouverneur der Region Piemont, würdigte die Katastrophe in einer zurückhaltenden Gedenkrede
- Stefano Cavedagna
- FdI-ECR-Europaabgeordneter, forderte die CGIL auf, sich unmissverständlich von der FGTB zu distanzieren
- Nicola Zingaretti
- PD-Fraktionschef im Europäischen Parlament, unterstützte den Europäischen Gedenktag für die Opfer von Arbeitsunfällen
- Orte
- Straßburg
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen