Kurz gefasst
Ein unfertiges mehrstöckiges Gebäude stürzte nach Angaben des Roten Kreuzes, das Teams an den Ort entsandte, gegen 13.40 Uhr Ortszeit (10.40 GMT) in der 9th Street in Eastleigh, Nairobi, ein.
Das Büro des Gouverneurs des Nairobi County bestätigte den Einsturz und erklärte, Menschen könnten verschüttet sein; das Rote Kreuz warnte vor demselben Risiko. Die Zahl der Toten war in den vorliegenden Berichten nicht bekannt.
Polizeichef Issa Mohamud sagte, es seien mehr als zehn Etagen im Bau gewesen, andere Angaben bezifferten das Gebäude auf zwölf bis 18 Stockwerke. Das Büro des Gouverneurs erklärte, nur das Erdgeschoss sei genutzt worden.
Die Polizei setzte Tränengas gegen Menschen ein, die begonnen hatten, benachbarte Geschäfte zu plündern; laut La Libre hatten die Rettungsarbeiten rund zwei Stunden nach dem Einsturz noch nicht begonnen.
- 23.10.Ein unfertiges mehrstöckiges Gebäude stürzt nach Angaben des Roten Kreuzes in der 9th Street in Eastleigh, Nairobi, ein
- Etwa zwei Stunden nach dem EinsturzDie Rettungsarbeiten hatten laut La Libre noch nicht begonnen
Der Einsturz
Am Freitag, 23. Oktober 2026, stürzte im Stadtteil Eastleigh, einem dicht bebauten Wohn- und Marktviertel von Nairobi in Kenia, ein unfertiges mehrstöckiges Gebäude ein. Das Rote Kreuz gab den Zeitpunkt mit etwa 13.40 Uhr Ortszeit (10.40 GMT) an und erklärte, das Bauwerk sei in der 9th Street eingestürzt. In einem Beitrag in den sozialen Medien beschrieb das Rote Kreuz die Lage:
„Gegen 13.40 Uhr stürzte in der 9th Street in Eastleigh, Nairobi, ein mehrstöckiges Gebäude im Bau ein.“
In Online-Netzwerken geteilte Videos zeigten eine große Staubwolke, als das Gebäude in einem belebten Mischnutzungsgebiet zusammenbrach. Das Büro des Gouverneurs des Nairobi County bestätigte den Einsturz und erklärte, Menschen könnten unter den Trümmern verschüttet sein. Das Rote Kreuz entsandte Teams an den Ort; zu der Ursache gab es in den vorliegenden Berichten keine Erkenntnisse. Das Viertel gilt als Zentrum der somalischen Gemeinde.
Widersprüchliche Angaben zum Gebäude
Die Angaben zur Größe des Gebäudes gehen auseinander. Nairobis Polizeichef Issa Mohamud sagte, es seien mehr als zehn Etagen im Bau gewesen, andere Angaben bezifferten das Gebäude auf zwölf bis 18 Stockwerke. Das Büro des Gouverneurs erklärte, nur das Erdgeschoss sei genutzt worden. Ein Anwohner, Abdi Aziz, sagte der Nachrichtenagentur AFP, im Untergeschoss hätten einige Geschäfte betrieben, während auf dem Gelände Bauarbeiter tätig gewesen seien. Viele dieser Arbeiter seien zum Freitagsgebet in die Moschee gegangen, und er glaube, dass nur wenige Menschen zu Schaden gekommen seien, da niemand dort gewohnt habe. Bibiye Mahmoud, Präsident der Institution of Engineering and Technology of Kenya, sagte AFP, im Inneren seien Ausbauarbeiten im Gange gewesen, und viele Menschen seien dort verschüttet worden.
Rettung und Plünderungen
Laut La Libre hatten die Rettungsarbeiten rund zwei Stunden nach dem Einsturz noch nicht begonnen, weil hohe Gebäude den Ort umgeben und den Zugang erschweren. Die Polizei versuchte, das Areal für die Rettungskräfte freizumachen, setzte aber Tränengas gegen Menschen ein, die begonnen hatten, benachbarte Geschäfte zu plündern. Lokale Medien berichteten kurz nach dem Einsturz von Plünderungen, verschütteten Menschen und großen Menschenansammlungen an der Unglücksstelle. Ein Video von Reuters zeigte Menschen am Ort, während ein Bagger Trümmer beiseiteschob. BBC Somali berichtete, Gouverneur Johnson Sakaja und der regionale Polizeikommandant von Nairobi seien vor Ort. Ein Vertreter eines Händlerausschusses aus Eastleigh, der sich am Gebäude aufhielt, sagte BBC Somali, er habe eine Mutter schreien hören und einen Jungen rufen, sein Bruder sei im Inneren.
Hintergrund und offene Fragen
DW verwies auf einen Bericht des Kenya Institute for Public Policy Research and Analysis, der zwischen 2009 und 2019 86 Gebäudeeinstürze zählte, bei denen schätzungsweise 200 Menschen starben. Den Kreisbehörden, die Baugenehmigungen erteilen, wird vorgeworfen, keine ausreichenden Kontrollen durchzuführen. In Nairobi herrscht ein Bauboom; mit dem Wachstum der kenianischen Bevölkerung entstehen in der ganzen Stadt Hochhäuser. Die Zahl der Toten und Verletzten war in den vorliegenden Berichten nicht bekannt, und BBC Somali erklärte, das tatsächliche Ausmaß sei weiterhin unklar. Rettungskräfte blieben vor Ort.