
Fünf 15-jährige Schüler in Gdynia nach Konsum von Snus bei Schulinitiation untersucht
Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet, nachdem fünf 15-jährige Schüler der Oberschule Nr. 10 in Gdynia während der Initiation am Donnerstag Nikotinbeutel konsumiert hatten. Vier von ihnen wurden zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht.
Initiation an der Oberschule Nr. 10
Polizeibeamte in Gdynia intervenierten an der Oberschule Nr. 10, nachdem eine Meldung über fünf 15-jährige Erstklässler eingegangen war, die im Verdacht standen, während der Schulinitiation unerlaubte Substanzen konsumiert zu haben. Der Vorfall ereignete sich am Donnerstagnachmittag, die Polizei erhielt den Notruf um 13:45 Uhr. Die eintreffenden Beamten stellten fest, dass die Jugendlichen Snus konsumiert hatten – orale Beutel mit konzentrierten Nikotindosen, die zwischen Lippe und Zahnfleisch platziert werden.
Wir erhielten eine Meldung, wonach fünf 15-jährige Schüler unter dem Einfluss verbotener Substanzen stehen könnten. Der diensthabende Beamte leitete sofort Maßnahmen ein, in deren Folge die Beamten feststellten, dass die Schüler sogenannten Snus konsumiert hatten.
Medizinische Untersuchungen und polizeiliche Durchsuchung
Nach der ersten Einschätzung durch die Beamten vor Ort wurden Notfallprotokolle für die betroffenen Jugendlichen eingeleitet. Vier der 15-jährigen Schüler wurden von ihren Eltern in ein örtliches Krankenhaus gebracht, um medizinische Untersuchungen durchführen zu lassen. Der fünfte Schüler wurde direkt seinen Eltern übergeben und kehrte ohne Krankenhausaufenthalt nach Hause zurück.
Vier von ihnen gingen mit ihren Eltern ins Krankenhaus zur Untersuchung. Ein Schüler kehrte unter elterlicher Obhut nach Hause zurück.
Die Beamten holten zudem einen Polizeihundeführer mit einem Diensthund, um das Schulgebäude und das Gelände eingehend zu durchsuchen. Die Durchsuchung ergab keine illegalen Betäubungsmittel oder verbotenen Substanzen auf dem Gelände. Beamte des Gdyniaer Rathauses erklärten, dass die Schüler angemessen medizinisch versorgt wurden und bestätigten, dass keine Gefahr für ihr Leben oder ihre Gesundheit bestehe.
- Polizei erhält Notruf über fünf Schüler, die verdächtigt werden, unerlaubte Substanzen konsumiert zu haben
- Beamte identifizieren konsumierte Substanz als Snus und durchsuchen das Gelände mit einem Polizeihund
- Vier Schüler fahren ins Krankenhaus zu medizinischen Tests, einer kehrt direkt nach Hause zurück
- Schulleitung beruft pädagogische Notfallkonferenz und Elterngespräche mit Stadtbeamten ein
Vorwürfe der Nötigung von Schülern
Die als „otrzęsiny“ bekannte Initiation wird traditionell zu Beginn des Schuljahres abgehalten, um die Erstklässler willkommen zu heißen. Nach dem Vorfall tauchten Berichte auf, dass mehrere neue Schüler von älteren Mitschülern zum Konsum der Nikotinbeutel genötigt worden sein könnten. Ein Elternteil kontaktierte den Regionalsender Radio Gdańsk und erklärte, dass Erstklässler zum Konsum der Substanz gedrängt worden seien.
Beamte der Stadtpolizei Gdynia ermitteln weiterhin den genauen Ablauf der Ereignisse während der Zusammenkunft. Die Schulleitung berief eine pädagogische Notfallkonferenz ein, um den Vorfall zu bewerten, und es wurden auch Informationsgespräche mit den Eltern organisiert. Mitarbeiter des Bildungsamtes der Stadt Gdynia gaben bekannt, dass sie in direktem Kontakt mit der Schulleitung bleiben, während die Polizei die Verantwortlichkeiten klärt.
- Ins Krankenhaus gebracht
- 4 Schüler
- Direkt nach Hause zurückgekehrt
- 1 Schüler
Rechtsstatus von oralen Nikotinbeuteln in Polen
Der Vorfall in Gdynia lenkte die öffentliche Aufmerksamkeit auf die rechtlichen Grenzen für orale Nikotinprodukte in Polen. Traditioneller Snus, der verarbeitete Tabakblätter enthält, ist im Inland und in den meisten Mitgliedstaaten der Europäischen Union vom Verkauf verboten. Im Gegensatz dazu sind synthetische und tabakfreie Nikotinbeutel in Polen legal erhältlich, jedoch nur an Personen, die mindestens 18 Jahre alt sind.
Nikotinbeutel geben konzentrierte Dosen direkt an die Mundschleimhaut ab, was innerhalb weniger Minuten zu einer schnellen Aufnahme in den Blutkreislauf führt. Je nach Marke und Zusammensetzung können die Nikotinkonzentrationen pro Beutel die von herkömmlichen Zigaretten übertreffen und bei jüngeren Nutzern ohne etablierte chemische Toleranz gelegentlich beschleunigte Herzfrequenzen, Rhythmusstörungen und Schwindel verursachen.
