Konflikte · Gaza-Stadt und Deir al-Balah
Gaza hält Massenbeerdigung für 112 Mitglieder des Al-Hassayna-Clans ab, die fast drei Jahre nach israelischem Angriff aus den Trümmern geborgen wurden
Die sterblichen Überreste von 112 Palästinensern, darunter 44 Kinder, wurden am Dienstag in Gaza-Stadt beigesetzt, nachdem Bergungsteams 17 Tage damit verbracht hatten, sie aus den Ruinen eines Wohnblocks zu bergen, der am 22. November 2023 durch israelische Luftangriffe zerstört worden war.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von The Guardian, RTE.ie, Deutsche Welle und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Mannschaften des Zivilschutzes von Gaza verbrachten im Juli 2026 17 Tage damit, Überreste aus den Trümmern des Viertels Sabra zu bergen, unterstützt von zwei IKRK-gemieteten Baggern.
Israelische Luftangriffe am 22. November 2023 töteten 308 Mitglieder der Familien Al-Hassayna und Abu Sharia. Etwa die Hälfte wurde kurz darauf geborgen, 153 blieben unter den Trümmern. Von den jetzt 112 geborgenen waren 44 Kinder.
Zwischen 7.400 und mehr als 8.000 Leichen bleiben unter zerstörten Gebäuden im gesamten Streifen eingeschlossen, die wahre Zahl ist aufgrund nicht gemeldeter Auslöschungen ganzer Familien wahrscheinlich höher.
Mindestens 1.252 Palästinenser wurden seit Beginn der Waffenruhe getötet, und 26 wurden am Wochenende getötet, trotz eines neuen von den USA vermittelten Abkommens zur Festigung der zweiten Phase.
Ein UN-Bericht vom Juni 2026 kam zu dem Schluss, dass Israel weiterhin Völkermord begeht und gezielt palästinensische Kinder angreift; israelische Streitkräfte kontrollieren nun fast 70 % des Gebiets.
- Juni 2026UN-Kommission stellt fest, dass Israel weiterhin Völkermord in Gaza begeht und gezielt Kinder angreift.
- Juli 2026Zivilschutz von Gaza verbringt 17 Tage mit der Bergung von 112 Leichen aus den Trümmern von Sabra mit IKRK-gemieteten Baggern.
- 4.08.Massenbeerdigung in Gaza-Stadt für die 112 geborgenen Opfer, darunter 44 Kinder; Schätzungen, wie viele noch an der Stelle liegen, reichen von 41 bis 157.
Die Bergung
Die Zivilschutzbehörde von Gaza verbrachte im Juli 17 Tage damit, das Wrack eines Wohnblocks im Viertel Sabra in Gaza-Stadt zu durchkämmen und die verwesenden Überreste von 112 Menschen zu bergen. Die Opfer waren Mitglieder der Großfamilien Al-Hassayna und Abu Sharia, die getötet wurden, als israelische Kampfflugzeuge das Gebäude am 22. November 2023 angriffen. Etwa die Hälfte der Toten wurde kurz nach dem Angriff geborgen und begraben, als Menschen mit bloßen Händen und einfachen Werkzeugen durch die rauchenden Trümmer gruben, aber 153 Leichen blieben bis jetzt unter Beton und verbogenem Stahl gefangen. Das Team, das sie schließlich erreichte, bestand aus 40 Arbeitern.
Mohammad Al-Mughayyir, Einsatzleiter der Zivilschutzbehörde, sagte, die Mannschaften hätten oft mit bloßen Händen graben müssen. Die Bergungsarbeiten wurden von zwei Baggern unterstützt, die das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) vom privaten Sektor in Gaza gemietet hatte. IKRK-Sprecher Pat Griffiths bestätigte, dass die Organisation die Maschinen gemietet habe, und beschrieb sie als zwei der wenigen Bagger, die für diese Arbeit in Gaza verfügbar seien.
In einigen Fällen blieben vollständige Skelette intakt, nur durch Kleidung zusammengehalten.
Die Beerdigung
Hunderte Trauernde versammelten sich am Dienstag auf einem gerodeten Grundstück zwischen zerstörten Gebäuden, wo mehr als 100 mit palästinensischen Flaggen bedeckte Särge in Reihen aufgestellt waren. Fotos der Toten, Männer, Frauen und Kinder, waren auf Bannern zu sehen. Männer hoben die Bahren und trugen sie durch mit Trümmern gesäumte Straßen zur Beerdigung auf einem nahegelegenen Friedhof. Zivilschutzsprecher Mahmoud Bassal beschrieb den Trauerzug als eine der größten Massenbeerdigungen, die während des Krieges im Gebiet abgehalten wurden.
Wir kamen, um unsere Märtyrer zu betrauern, Kinder, Frauen und Alte. Dies ist eine Beerdigung für das palästinensische Volk, denn sie sind Opfer. Menschen liegen unter den Trümmern, und sie haben nicht gekämpft oder Waffen getragen.
Taysir Al-Hassayna, ein überlebendes Familienmitglied, sagte, der Tag habe drei Jahre nach dem Massaker alte Wunden wieder aufgerissen. Die palästinensischen Behörden geben an, dass 308 Mitglieder der Großfamilie bei dem Angriff im November 2023 getötet wurden. Die Angaben darüber, wie viele noch übrig sind, gehen auseinander. Bezogen auf die Zahl der Zivilschutzbehörde von 153 noch unter den Trümmern Liegenden würden nach dieser Bergung 41 unberücksichtigt bleiben, während Oberst Mohammed Abu Dan von der Zivilschutzbehörde sagte, dass 157 Leichen, die vermutlich an der Stelle liegen, noch nicht gefunden worden seien.
Die Tausenden Vermissten
Zaher al-Waheidi, Leiter der Abteilung für Aufzeichnungen des Gesundheitsministeriums von Gaza, sagte der Associated Press, dass mindestens 7.400 Menschen von Angehörigen als noch unter Trümmern im gesamten Streifen begraben gemeldet worden seien. Er fügte hinzu, dass die wahre Zahl wahrscheinlich um Tausende höher sei, da einige Angriffe ganze Familien getötet hätten, sodass niemand übrig sei, der sie als vermisst melden könne. Zivilschutzsprecher Mahmoud Bassal bezifferte die Zahl der noch eingeschlossenen Leichen auf mehr als 8.000.
Die wahre Zahl ist wahrscheinlich um Tausende höher, da einige Angriffe ganze Familien getötet haben, sodass keine Angehörigen übrig sind, die sie als vermisst melden könnten.
Krieg und Waffenstillstand
Der Angriff vom 22. November 2023 auf den Wohnblock in Sabra war einer der tödlichsten Einzelangriffe des Gaza-Krieges. Der Konflikt begann, nachdem die Hamas am 7. Oktober 2023 einen Angriff auf Israel startete, bei dem nach Angaben von AFP, die auf offiziellen israelischen Zahlen basieren, 1.221 Menschen getötet und 251 Geiseln genommen wurden. Israels Vergeltungskampagne hat nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Gaza, dessen Zahlen die Vereinten Nationen als zuverlässig erachten, mehr als 73.000 Menschen getötet.
Ein Waffenstillstand trat im Oktober 2025 in Kraft, aber israelische Angriffe dauern an. Das Gesundheitsministerium von Gaza sagt, dass seit Inkrafttreten der Waffenruhe mindestens 1.252 Menschen getötet worden seien. Mindestens 26 Palästinenser wurden am Wochenende durch israelische Angriffe getötet, trotz der Ankündigung eines Abkommens, das die zweite Phase des Waffenstillstands festigen soll. Das Abkommen, das von US-Präsident Donald Trump als historisch gepriesen wurde, soll dazu führen, dass die Hamas entwaffnet wird und israelische Truppen sich aus Gaza zurückziehen. Katarische Vermittler haben der Regierung von Benjamin Netanjahu vorgeworfen, das Abkommen vorsätzlich zu behindern.
Internationale Erkenntnisse
Eine UN-Kommission, Human Rights Watch und Amnesty International sind zu dem Schluss gekommen, dass Israel in Gaza Völkermord begangen hat. Im Juni 2026 stellte eine UN-Kommission fest, dass Israel weiterhin Völkermord begeht und seine Sicherheitskräfte gezielt palästinensische Kinder angreifen und töten. Israelische Streitkräfte kontrollieren derzeit fast 70 Prozent des Gebiets, und Fortschritte bei der dauerhaften Beendigung des Krieges sind ins Stocken geraten.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- The GuardianMourners hold funeral for 112 people killed in 2023 by Israeli strike in Gaza - video
- RTE.ieGazans hold mass funeral for those killed during war
- Deutsche WelleMass funeral in Gaza as attacks continue despite truce push
- Mediafax.roFuneralii în masă în Gaza pentru 112 victime care au fost recuperate din ruine la aproape trei ani de la atacul israelian care le-a ucis
- Donald Trump
- US-Präsident, der das jüngste Waffenruhe-Abkommen pries, das zur Entwaffnung der Hamas und zum Abzug der israelischen Truppen führen soll.
- Benjamin Netanyahu
- Israels Ministerpräsident, dessen Regierung katarische Vermittler beschuldigten, das Waffenruhe-Abkommen absichtlich zu behindern.
- Mustafa Barghouti
- Generalsekretär der Palästinensischen Nationalinitiative, der das Begräbnis als möglicherweise das größte in der palästinensischen Geschichte beschrieb.
- Orte
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