Diplomatie · Évian-les-Bains
G7 einigt sich auf Ukraine-Unterstützung, Trump signalisiert Rückkehr der Sanktionen und sucht Europas Rückhalt für Iran-Abkommen
Beim Gipfel in Évian sagten die G7-Staaten neue Luftabwehrsysteme und schärfere Ölsanktionen gegen Russland zu, während Donald Trump die europäischen Verbündeten drängte, den Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran zu unterstützen und zur Sicherung der Straße von Hormus beizutragen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Der Tagesspiegel, Süddeutsche Zeitung, Focus und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Staats- und Regierungschefs einigten sich auf eine verstärkte Lieferung von Luftverteidigungssystemen, Abfangraketen und Langstreckenwaffen, wobei Donald Trump erklärte: „Russland muss einen Deal machen.“
Hinter verschlossenen Türen drängte Trump die europäischen Partner, den US-iranischen Waffenstillstand zu unterstützen und zur Sicherung der Straße von Hormus beizutragen, und verknüpfte dies mit erneuerten Sanktionen gegen den russischen Ölsektor.
Der US-iranische Konflikt ließ die Energiepreise in die Höhe schnellen, erzwang Zinserhöhungen der EZB und der Bank von Japan und dämpfte das Wachstum, was die Zustimmungswerte der G7-Staatschefs sinken ließ.
Selenskyj und Verbündete überzeugten Trump, dass Russland keine Friedensbedingungen mehr diktieren könne, was laut Kanadas Premierminister Mark Carney zu einer realistischeren Sicht des US-Präsidenten beitrug.

- 14.06.Trump wird 80; führt Telefonate mit Putin und Selenskyj. Am Wochenende verkünden die USA und der Iran einen Waffenstillstand und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus.
- 16.06.G7-Gipfel beginnt in Évian-les-Bains; Ukraine-Unterstützung und Iran-Deal dominieren den ersten Tag.
- 17.06.G7-Staats- und Regierungschefs geben gemeinsame Erklärung zu Luftverteidigungssystemen, Langstreckenwaffen und Ölsanktionen gegen Russland ab.
G7 sagt neue Hilfen für die Ukraine zu
Die G7-Staats- und Regierungschefs, die sich im französischen Évian-les-Bains trafen, gaben am 17. Juni eine gemeinsame Erklärung ab, in der sie ihre „unerschütterliche Unterstützung für die Ukraine bei der Verteidigung ihrer Freiheit, Souveränität und territorialen Unversehrtheit“ bekräftigten. Die Gruppe vereinbarte, die Lieferung zusätzlicher Luftverteidigungsfähigkeiten, -systeme, -abfangraketen und weitreichender Waffen zu erhöhen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, der als Gast teilnahm, und die verbündeten Staatschefs machten deutlich, dass die jüngsten militärischen Erfolge bedeuten, dass Russland den Friedensverhandlungen keine Bedingungen mehr diktieren könne.
„Russland muss einen Deal machen.“
USA signalisieren Rückkehr der Sanktionen, suchen europäische Hilfe für den Iran
Hinter der Einigkeit zeichnete sich ein informeller Handel ab. Laut von Politico zitierten Diplomaten drängte Trump die europäischen Partner, das geplante US-iranische Waffenstillstandsabkommen zu unterstützen und zur Sicherung der Straße von Hormus beizutragen, einschließlich möglicher Minenräummissionen. Im Gegenzug signalisierte Washington, dass es die zuvor ausgesetzten Sanktionen gegen Russland wieder in Kraft setzen und seine Haltung verschärfen werde. Der französische Präsident Emmanuel Macron startete eine Charmeoffensive und lud Trump zum Abendessen nach Versailles ein; der US-Präsident nahm an. Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz bezeichnete die Gespräche als Anlass für „einen gewissen Optimismus“, während die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und der britische Premierminister Keir Starmer ihre Frustration über die wirtschaftlichen Folgen des Krieges äußerten.
„Die Gespräche mit Trump geben Anlass zu einem gewissen Optimismus.“
Der wirtschaftliche Schatten des Iran-Krieges
Der G7-Gipfel wurde von den wirtschaftlichen Schäden des Ende Februar ausgebrochenen US-iranischen Krieges überschattet. Die Ölpreise sind um 30% gestiegen, was die Inflation anheizte und die Europäische Zentralbank sowie die Bank von Japan in der vergangenen Woche zu Zinserhöhungen veranlasste, wie Reuters berichtete. Die Staats- und Regierungschefs räumten die Belastung ein – Starmer sagte, er habe „die Nase voll“ von den Energierechnungen, und Meloni warnte vor gesellschaftlichen Folgen –, vermieden es jedoch, Trump direkt die Schuld zu geben, dessen Zusammenarbeit sie in der Ukraine- und NATO-Frage benötigen.
Trumps Telefondiplomatie
Tage vor dem Gipfel führte Trump an seinem 80. Geburtstag Telefonate mit beiden Kriegsparteien: fast eine Stunde mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und etwa eine halbe Stunde mit Selenskyj. Die von der finnischen Tageszeitung Helsingin Sanomat berichteten Gespräche beinhalteten Geburtstagsfloskeln, aber auch den Krieg in der Ukraine. Trump und Putin vereinbarten, dass die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner bald nach Moskau reisen würden. Zum Abschluss des Gipfels bezeichnete Trump seine Treffen mit Selenskyj und anderen G7-Chefs als „sehr gut“, und Selenskyj sagte, ein weiteres Treffen sei möglich.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Der TagesspiegelUSA zu mehr Druck auf Russland bereit: Trump erwartet im Gegenzug offenbar Unterstützung bei Iran-Abkommen
- Süddeutsche ZeitungG-7-Gipfel in Évian: Trump verzeiht Putin alles - außer Schwäche
- Focus"Ich bin der Boss", prahlt Trump beim G7-Gipfel
- ANSA.itLeader of the G7, we will arm Kiev and increase sanctions against Russia - News
- Donald Trump
- US-Präsident, der am G7-Gipfel teilnimmt
- Volodymyr Zelensky
- ukrainischer Präsident, der als Gast am G7-Gipfel teilnimmt
- Vladimir Putin
- russischer Präsident, führte vor dem Gipfel ein Telefonat mit Trump
- Emmanuel Macron
- französischer Präsident und Gastgeber des G7-Gipfels
- Mark Carney
- kanadischer Premierminister, stellte Trumps Kurswechsel zur Ukraine fest und sprach über LNG und Handel
- Friedrich Merz
- deutscher Bundeskanzler, äußerte vorsichtigen Optimismus nach Gesprächen mit Trump
- Keir Starmer
- britischer Premierminister, äußerte Frustration über die Auswirkungen der Energiekosten
- Giorgia Meloni
- italienische Ministerpräsidentin, warnte vor den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen des Krieges
- Steve Witkoff
- US-Gesandter, der nach dem Telefonat zwischen Trump und Putin nach Moskau reisen soll
- Jared Kushner
- US-Gesandter, der nach dem Telefonat zwischen Trump und Putin nach Moskau reisen soll
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