
Fünf niederländische Touristen sterben und 40 werden bei Busunfall in den Schweizer Bergen verletzt
Ein Reisebus mit 45 niederländischen Reisenden prallte am Donnerstag nahe Susch in der Ostschweiz gegen eine Leitplanke, wobei fünf ältere Passagiere starben und zehn mit schweren oder mittelschweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert wurden.
Opfer und Verletzte in Graubünden
Fünf niederländische Staatsbürger starben am Donnerstag, als ein Reisebus im ostschweizerischen Kanton Graubünden verunglückte. Das niederländische Außenministerium identifizierte die Opfer als vier Frauen und einen Mann, alle über 70 Jahre alt. Zu den Verstorbenen gehören eine 71-jährige Frau aus Haarlem, eine 79-jährige Frau aus Rotterdam, eine 80-jährige Frau aus Maastricht, eine 75-jährige Frau aus der Provinz Noord-Brabant und ein 75-jähriger Mann aus der Provinz Groningen. Insgesamt erlitten 40 Passagiere Verletzungen bei dem Unfall. Nach Angaben der Kantonspolizei Graubünden erlitten drei Personen schwere und sieben mittelschwere Verletzungen, sodass zehn Menschen in der Region ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Eine große Anzahl weiterer Insassen erlitt leichte Verletzungen.
- Frau aus Haarlem
- 71 Jahre
- Frau aus Noord-Brabant
- 75 Jahre
- Mann aus Groningen
- 75 Jahre
- Frau aus Rotterdam
- 79 Jahre
- Frau aus Maastricht
- 80 Jahre
Baustelle und Unfallhergang
Der Alleinunfall ereignete sich gegen 16:45 Uhr am Donnerstag auf der Engadinerstrasse zwischen Zernez und Susch. Das Fahrzeug befand sich auf einem Ausflug in die Schweiz im Rahmen eines größeren Urlaubspakets mit Basis in Österreich, das vom niederländischen Reiseveranstalter Oad arrangiert worden war. Zum Zeitpunkt des Unfalls befanden sich 45 Personen, einschließlich des Fahrers, an Bord einer insgesamt 49-köpfigen Reisegruppe niederländischer Staatsangehöriger. Der Bus fuhr in eine Baustelle, wo nur eine Fahrspur befahrbar war, prallte gegen eine Leitplanke und landete seitlich im Straßengraben. Ein Schweizer Staatsanwalt gab an, dass die Leitplanke den Bus durchbohrte, während die Ermittler auch die Einhaltung der Anschnallpflicht prüfen. Technische Untersuchungen ergaben, dass ein Teil der festen Stahlleitplanke entfernt und durch eine provisorische Barriere ersetzt worden war, sodass der Bus direkt mit dem freiliegenden Ende der festen Leitplanke kollidierte. Der niederländische Reiseverband ANVR erklärte, der Fahrer könnte einem Stein auf der Straße ausgewichen sein, was die Polizei jedoch nicht bestätigt hat.
- Reisegruppe reist von den Niederlanden zu einer mehrtägigen Reise nach Österreich ab
- Reisebus prallt in einer Baustelle nahe Susch gegen eine Leitplanke
- Rettungskräfte beginnen mit Bergungsarbeiten, um den Bus zu bergen
- Erster Rückführungsbus mit acht Gruppenmitgliedern fährt in die Niederlande ab
Rückführung und Hilfe für Passagiere
Die Rückführungsmaßnahmen begannen am Samstagmorgen unter der Koordination des niederländischen Notfallhilfezentrums Eurocross. Ein Hilfsbus mit acht Mitgliedern der Reisegruppe verließ Österreich in Richtung Niederlande und transportierte vier Reisende, die den Schweizer Tagesausflug ausgelassen hatten, sowie vier verletzte Passagiere, die für die Reise freigegeben worden waren. Zwei weitere Personen organisierten am Samstag ihre eigene Heimreise. Mehrere Gruppenmitglieder blieben im regionalen Hotel, unter anderem weil persönliche Ausweisdokumente im Bus eingeschlossen waren, während dieser von der Polizei technisch untersucht wurde. Der Reiseveranstalter Oad stellte mehrere Fahrer für den Rückreisebus ab, um eine zügige Fahrt mit möglichst wenigen Stopps zu gewährleisten, während andere Reisende die Rückkehr per Flugzeug vorbereiteten. Konsularbeamte der niederländischen Botschaften in der Schweiz und in Österreich wurden in das Gebiet entsandt, um die örtlichen Behörden zu unterstützen und die psychologische Betreuung durch niederländische Opferhilfeorganisationen bei der Ankunft zu koordinieren.


