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Energie & Handel·vor 3 Std.

Französischer Gasreferenzpreis steigt am 1. Juli um 7,4 % – sechs Millionen Haushalte zahlen 2,70 Euro mehr pro Monat

Die französische Energieaufsichtsbehörde CRE hat für Juli einen Anstieg des Gasreferenzpreises um 7,4 % angekündigt. Grund sind Störungen infolge des Nahostkonflikts und höhere Verteilertarife. Betroffen sind rund 60 % der privaten Gasabonnenten.

Die Juli-Erhöhung

Rund sechs Millionen französische Haushalte müssen ab dem 1. Juli mit höheren Gasrechnungen rechnen. Die Commission de régulation de l'énergie (CRE) hat den monatlichen Referenzpreis auf 164,21 Euro pro MWh inklusive Steuern festgesetzt, nach 152,86 Euro im Juni. Der Sprung von 7,4 % bedeutet für Kunden mit indexierten Verträgen eine durchschnittliche Mehrbelastung von 2,70 Euro pro Monat. Die CRE erklärte, der Juli-Referenzpreis liege 18 % über dem April-Niveau, das den Anstieg der Öl- und Gaspreise infolge des Nahostkonflikts noch nicht widergespiegelt habe.

Der Juli-Referenzpreis liegt 18 % über dem April-Referenzpreis, der den Anstieg der Öl- und Gaspreise infolge des Nahostkriegs noch nicht berücksichtigt hatte.

Commission de régulation de l'énergie

Ursachen des Anstiegs

Zwei Komponenten treiben die Rechnung in die Höhe. Die erste ist der Großhandelspreis für Gas, der aufgrund geopolitischer Spannungen und Lieferunterbrechungen gestiegen ist. Die zweite ist die jährliche Anpassung des ATRD-Tarifs (Accès des tiers aux réseaux de distribution de gaz naturel), der Wartung, Betrieb und Ausbau der Verteilnetze finanziert. Hinzu kommt eine Erhöhung der Kosten für Energieeinsparzertifikate, die von den Lieferanten gezahlt und teilweise an die Verbraucher weitergegeben werden.

Wer ist betroffen

Haushalte mit Verträgen, die an den Referenzpreis gekoppelt sind – etwa 60 % der privaten Gasabonnenten in Frankreich – spüren die volle Erhöhung. Die restlichen 40 % mit Festpreisverträgen bei großen Anbietern wie Engie sind von der Großhandelskomponente abgeschirmt, zahlen aber dennoch den höheren Verteilertarif, was ihre Rechnungen im Durchschnitt um schätzungsweise 1,5 % verteuert. Ende Dezember zählte Frankreich 10,34 Millionen Erdgasverträge.

Französischer Gasreferenzpreis pro MWh (2026) · €/MWh
2026-04-01
139.12 €/MWh
2026-05-01
160.54 €/MWh
2026-06-01
152.86 €/MWh
2026-07-01
164.21 €/MWh

Jüngste Preisentwicklung

Die Juli-Erhöhung folgt auf einen Rückgang um 4,8 % im Juni, der selbst nach einem kräftigen Sprung von 15,4 % am 1. Mai kam, als der Durchschnittspreis 160,54 Euro pro MWh erreichte (gegenüber 139,12 Euro im April). Die CRE wies darauf hin, dass die Preise angesichts des anhaltenden Drucks durch den Nahostkonflikt, der bereits die Kosten an französischen Tankstellen in die Höhe getrieben hat und nun auf Gaskocher, Heizungen und Boiler durchschlägt, voraussichtlich nicht bald wieder fallen werden.

Paris

7 Quellen

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