Kurz gefasst
Die französische Zehnjahresrendite überschritt am Morgen des 21. Oktober 5%. La Razón meldete 5,08% und ABC 5,005% gegen 11:05 Uhr, ANSA nannte gegen Mittag 4,98%.
Bloomberg meldete den Spread zu Beginn der Sitzung bei 159,4 Basispunkten. ANSA zufolge überschritt er erstmals seit 15 Jahren 159 Punkte, bevor er sich gegen Mittag bei 156,1 Punkten einpendelte.
Die Behörden meldeten etwa 2.400 Festnahmen und fast 1.000 verletzte Polizisten und Gendarmen. Der Haushaltsentwurf für 2027 sieht 43 Milliarden Euro zusätzlicher Anstrengungen vor, um das Defizit auf 5% des BIP zu senken.
- 21.10.Die Zehnjahresrendite überschreitet erstmals seit 2002 die 5-Prozent-Marke.
- Kurz nach 11:00 UhrDer Spread gegenüber Deutschland überschreitet 1,5 Prozentpunkte und erreicht mit 1,53 seinen Höhepunkt.
- Gegen MittagDie Rendite gibt auf 4,98% nach, während der Spread bei 156,1 Punkten liegt.
Eine Rendite von 5%, erstmals seit 2002
Die Rendite französischer zehnjähriger Staatsanleihen überschritt am Morgen des 21. Oktober die Marke von 5% – ein Niveau, das zuletzt 2002 erreicht worden war. Spanische Medien datierten die Bewegung auf etwa 11:05 Uhr Madrider Zeit, wobei La Razón einen Höchststand von 5,08% und ABC 5,005% meldeten. Im weiteren Verlauf gab die Benchmark nach, und gegen Mittag nannte ANSA 4,98%, ein Plus von 5,9 Punkten. ABC weist darauf hin, dass die Renditen seit Wochen steigen, während die Regierung von Präsident Emmanuel Macron versucht, einen harten Haushalt für 2027 durch das Parlament zu bringen. Die beiden Spitzenwerte stammen von unterschiedlichen Medien für denselben Zeitpunkt, sodass der genaue Höchststand unklar bleibt.
Der Spread zu Deutschland auf 15-Jahres-Hoch
Der Abstand zwischen französischen und deutschen Zehnjahresrenditen – der Marktindikator für das wahrgenommene Kreditrisiko – weitete sich auf den höchsten Stand seit weit über einem Jahrzehnt aus. Bloomberg meldete, der Spread habe sich zu Beginn der Sitzung um sechs Basispunkte auf 159,4 ausgeweitet. ANSA zufolge überschritt er am Morgen erstmals seit 15 Jahren 159 Punkte und lag gegen Mittag bei 156,1 Punkten. Il Sole 24 Ore bezifferte den Spread auf 157 Punkte gegenüber einem vorherigen Schlusskurs von 153 und datierte das Niveau als höchsten Stand seit November 2001. ABC datierte seinen Höchststand auf November 2011, sodass die Medien sich beim Vergleichspunkt widersprechen.
Zuvor hatte der Abstand zwischen beiden Ländern 1,5 Prozentpunkte überschritten und kurz nach 11:00 Uhr mit 1,53 seinen Höhepunkt erreicht. Watson bezeichnete das als ein Niveau, das seit Januar 2012 nicht mehr gesehen worden war, als er zuletzt bei 1,48 Punkten geschlossen hatte.
Ausschreitungen am Wochenende und der Haushalt 2027
Watson bringt die Anleihebewegungen mit den Ausschreitungen am Wochenende des 17. und 18. Oktober in Verbindung, als auf Proteste gegen die Kaufkraft Plünderungen und Krawalle in mehreren Städten folgten. Die Behörden meldeten etwa 2.400 Festnahmen und fast 1.000 verletzte Polizisten und Gendarmen. Der Haushaltsentwurf der Regierung für 2027 sieht 43 Milliarden Euro zusätzlicher Anstrengungen vor, um das öffentliche Defizit auf 5% des BIP zu senken, doch in einem tief gespaltenen Parlament erscheint ein Kompromiss schwierig. ABC ergänzt, dass das Defizit selbst bei einer Verabschiedung des Haushalts bei 5% des BIP läge – weit über der EU-Obergrenze von 3% –, während die Staatsverschuldung nahe 120% des BIP bliebe. Strategen von UBS Global Wealth Management sagen, das Niveau von 1,5 Punkten sei mit der Schuldenkrise der Eurozone verbunden. Kathleen Brooks von XTB sagt, der politische und soziale Druck wachse, während das Land versuche, einen harten Haushalt für das kommende Jahr aufzustellen.
Finanzierungskosten in der gesamten Eurozone
Frankreich leiht sich laut Watson für zehnjährige Schulden zu 4,96%, gegenüber 3,43% für Deutschland, 4,59% für Italien und 4,07% für Spanien. La Razón bezifferte die deutsche Zehnjahresrendite zur etwa gleichen Stunde auf 3,41%. Watson merkt an, dass Frankreich mehr zahlt als Italien und Spanien, zwei Länder, die lange als schwächste Glieder der Eurozone galten. Diese Werte sind Intraday-Momentaufnahmen zu unterschiedlichen Uhrzeiten, keine Schlusskurse.
- Frankreich
- 4.96 %
- Deutschland
- 3.43 %
- Italien
- 4.59 %
- Spanien
- 4.07 %
Daten aus dem Artikeltext