Makroökonomie · Paris
Französische Staatsverschuldung soll 2027 unter neuem 54-Milliarden-Euro-Haushaltsplan 121,7 % des BIP erreichen
Die französische Regierung hat am Samstag ihren Haushaltsentwurf 2027 den Finanzaufsichtsbehörden vorgelegt. Darin wird eine Staatsverschuldung von 121,7 % des BIP prognostiziert, bei Einsparungen von 54 Milliarden Euro und einer Defizitreduzierung auf 5 %.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Bloomberg Business, Franceinfo, Le Monde.fr und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Die Staatsverschuldung wird von 119,3 % des BIP im Jahr 2026 auf 121,7 % im Jahr 2027 steigen, der höchste Stand seit 1995, während das Haushaltsdefizit voraussichtlich von 5,4 % auf 5,0 % sinken wird.
Premierminister Sébastien Lecornu stellte Pläne vor, das Wachstum der Netto-Primärausgaben auf 0,7 % zu begrenzen und die obligatorischen Abgaben um 9 Milliarden Euro auf 44,2 % des BIP zu erhöhen.
CGT-Generalsekretärin Sophie Binet rief für den 29. September 2026 zu einem landesweiten Streik auf, um gegen die Sparmaßnahmen und eine vorgeschlagene Lohnstopp im öffentlichen Dienst zu protestieren.
Der Hohe Rat der öffentlichen Finanzen erhielt die Entwurfstexte am 19. September 2026 vor der formellen Vorlage beim Ministerrat am 1. Oktober 2026.
- 17.09.Premierminister Sébastien Lecornu stellt den Haushaltsrahmen 2027 vor
- 19.09.Finanzministerium legt Haushaltsprognosen dem Hohen Rat der öffentlichen Finanzen vor
- 29.09.Gewerkschaft CGT plant einen Streik im öffentlichen Dienst
- 1.10.Ministerrat prüft formell den Haushaltsentwurf und die Sozialversicherungsgesetze
Steigende Schulden- und Defizitziele
Die Staatsverschuldung Frankreichs soll laut Zahlen des Ministeriums für Wirtschaft und Finanzen vom 19. September 2026 im Jahr 2026 119,3 % des Bruttoinlandsprodukts erreichen, bevor sie 2027 auf 121,7 % steigt. Daten des Nationalen Instituts für Statistik und Wirtschaftsstudien (Insee) zeigen, dass diese Schuldenquoten die höchsten in Frankreich seit 1995 sind. Das Finanzministerium erklärte gegenüber Reportern, dieser Anstieg sei mechanisch und direkt auf ein anhaltend hohes öffentliches Defizit zurückzuführen. Frankreich verzeichnete 2025 ein Haushaltsdefizit von 5,1 % des BIP und prognostiziert für 2026 ein Defizit von 5,4 %. Die Regierung plant, das Defizit bis 2027 auf 5,0 % zu senken und hält an einem Ziel von 3,0 % bis 2029 fest, das das Ministerium als die Schwelle bezeichnete, die zur Stabilisierung der nationalen Schuldenquote erforderlich ist. Wirtschafts- und Finanzminister Roland Lescure bezeichnete das Defizitziel für 2027 als ehrgeizig, aber erreichbar.
- 2025
- 5.1 %
- 2026
- 5.4 %
- 2027
- 5 %
- 2029
- 3 %
Daten aus dem Artikeltext
Ausgabenbegrenzungen und Steueranpassungen
Der Haushaltsrahmen 2027 sieht eine Konsolidierungsanstrengung von 54 Milliarden Euro vor, die darauf abzielt, die Staatsausgaben zu begrenzen und die europäischen Haushaltsregeln einzuhalten. Das Haushaltsministerium erklärte, der Plan sehe eine Begrenzung des Wachstums der Netto-Primärausgaben auf 0,7 % vor, was den Empfehlungen der Europäischen Union entspreche. Das Wirtschaftswachstum wird für das Jahr auf 1,0 % prognostiziert, während die obligatorischen Steuerabgaben um 0,3 Prozentpunkte steigen werden, wodurch der nationale Satz von 43,9 % auf 44,2 % des BIP steigt. Diese Anpassung soll durch die Eindämmung von Steuerschlupflöchern 9 Milliarden Euro einbringen. Premierminister Sébastien Lecornu stellte den ersten Entwurf am 17. September 2026 vor und erläuterte das Paket in einem Interview mit Le Figaro. Zu den wichtigsten Bestimmungen gehört die Einfrierung des Grundgehaltsindex im öffentlichen Dienst, während strittige Entscheidungen zur Rente an die Nationalversammlung und den Senat verwiesen wurden.
Reaktion der Gewerkschaften und Streikpläne
Die Gewerkschaftsführung reagierte auf die Haushaltsankündigungen mit Warnungen vor einer breiten Arbeitsmobilisierung. In einem Interview auf France Inter am 19. September 2026 forderte die CGT-Generalsekretärin Sophie Binet die Regierung auf, auf die soziale Unzufriedenheit zu hören, und wies darauf hin, dass die Arbeitnehmer aufgrund der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten mit steigenden Treibstoff- und Lebensmittelkosten konfrontiert seien. Binet kritisierte die Ausgabenbeschränkungen und wies darauf hin, dass die öffentlichen Rettungsdienste während der sommerlichen Hitzewellen und Brände gelitten hätten, und verwies auf die Streichung von 45.000 Krankenhausbetten in der Vergangenheit. Sie erklärte, die Priorität sollte die Erhöhung der Steuereinnahmen sein, nicht die Kürzung der öffentlichen Ausgaben.
„Frankreich ist der kranke Mann Europas, am Rande der Rezession. Das ist das Ergebnis der angebotsorientierten Politik, die Emmanuel Macron zehn Jahre lang betrieben hat.“
Als Reaktion auf die Vorschläge der Regierung rief der Gewerkschaftsbund CGT für den 29. September 2026 zu einem landesweiten Streik im öffentlichen Dienst auf.
Gesetzgebungsfahrplan und unabhängige Überprüfung
Die verfahrenstechnische Überprüfung des Haushalts 2027 begann in der Nacht zum 19. September 2026, als die Regierung ihre makroökonomischen Texte dem Hohen Rat der öffentlichen Finanzen (HCFP) vorlegte. Der unabhängige Beratungsrat, der dem Rechnungshof angegliedert ist, ist gesetzlich verpflichtet, eine formelle Stellungnahme abzugeben, die die Glaubwürdigkeit und Aufrichtigkeit der wirtschaftlichen Prognosen des Staates bewertet. Nach dieser beratenden Überprüfung werden der Haushaltsentwurf des Staates und die Sozialversicherungsgesetze am 1. Oktober 2026 dem Ministerrat vorgelegt. Die Gesetzgebung wird dann im Oktober 2026 zur Debatte ins Parlament gehen. Die Abgeordneten werden über die vorgeschlagenen Ausgabenkürzungen in einer intensiven politischen Phase beraten, die in den bevorstehenden Präsidentschaftswahlkampf führt.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Bloomberg BusinessFrance Says 2027 Budget Plan Respects EU Spending Guidelines
- FranceinfoLa secrétaire générale de la CGT conseille au gouvernement d'écouter la grogne sociale, "sinon l'hiver va mal se passer"
- Le Monde.frBudget : la dette publique française attendue à plus de 120 % du produit intérieur brut en 2027, un nouveau record
- Le SoirDette publique record en France : 121,7 % du PIB en 2027
- Sébastien Lecornu
- Premierminister von Frankreich
- Roland Lescure
- Minister für Wirtschaft und Finanzen von Frankreich
- Sophie Binet
- Generalsekretärin der Gewerkschaft CGT
- Emmanuel Macron
- Präsident von Frankreich
- Orte
- Paris
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen