
Eintracht Frankfurt verpflichtet Freiburgs Torhüter Noah Atubolu auf Leihbasis mit Kaufpflicht
Der 24-jährige Torhüter kommt auf einjähriger Leihe mit einer bedingten Kaufpflicht und beendet damit monatelange Transferunsicherheit vier Tage vor Transferschluss.
Einigung vor Saisonauftakt erzielt
Eintracht Frankfurt hat am Freitag die Verpflichtung von Torhüter Noah Atubolu vom SC Freiburg abgeschlossen, vier Tage vor Transferschluss. Der 24-Jährige kommt auf einjähriger Leihe mit einer bedingten Kaufpflicht. Berichten von Focus und Sky zufolge beträgt die Leihgebühr 1 Million Euro und die Kaufpflicht zwischen 12,5 und 13 Millionen Euro, mit möglichen Bonuszahlungen von fast 16 Millionen Euro. Um den Leihregeln des Deutschen Fußball-Bundes zu entsprechen, verlängerte Atubolu am Mittwoch seinen Freiburg-Vertrag um ein Jahr. Der Torhüter absolvierte am Donnerstag seinen Medizincheck in Frankfurt, während Cheftrainer Adi Hütter vor dem Ligastart gegen Union Berlin mit Reportern sprach.
- Adi Hütter wird Cheftrainer von Eintracht Frankfurt.
- Atubolu verlängert seinen Freiburg-Vertrag um ein Jahr, um die Leihe zu ermöglichen.
- Atubolu absolviert seinen Medizincheck in Frankfurt.
- Eintracht Frankfurt und SC Freiburg geben den Leih-Transfer bekannt.
- Eintracht Frankfurt spielt zum Bundesliga-Auftakt gegen Union Berlin in Köpenick.
- Bundestrainer Jürgen Klopp gibt seinen ersten Nationalmannschaftskader bekannt.
Beilegung des Freiburg-Patts
Der Transfer beendet monatelange Verhandlungen, die begannen, als Atubolu zu Beginn des Jahres einen Wechsel forderte, um sich Chancen in der englischen Premier League zu eröffnen. Dieser Wechsel scheiterte trotz seiner früheren Nominierungen für die deutsche A-Nationalmannschaft. Freiburg bereitete sich auf seinen Abgang vor, indem es Mio Backhaus von Werder Bremen für eine gemeldete Ablöse von 12 Millionen Euro verpflichtete, zusammen mit Florian Müller und Jannik Huth. Freiburgs Trainer Julian Schuster berücksichtigte Atubolu nicht in den Vorbereitungsspielen und ließ den Torhüter individuell trainieren. Die Vorstandsmitglieder Oliver Leki und Jochen Saier hatten zunächst eine Ablöse zwischen 15 und 20 Millionen Euro gefordert, bevor sie sich auf die Leihkonstruktion einließen.
Wir haben sehr komplizierte Wochen und Monate hinter uns. Die Vertragsverlängerung, die unabhängig von weiteren Entwicklungen stattfand, ist das Ergebnis einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Noah selbst, insbesondere in den letzten Tagen, die uns handlungsfähig gemacht hat. Mit dem Transfermodell zu Eintracht Frankfurt haben wir eine für uns zufriedenstellende Lösung gefunden.
Torhüter-Hierarchie in Frankfurt
Frankfurt suchte einen neuen Stammtorhüter nach Diskussionen um Kaua Santos und Michael Zetterer. Da feste Transfers durch Spielerverkäufe eingeschränkt waren, sicherte sich Sportdirektor Markus Krösche den 1,90 Meter großen Torhüter als vorgesehenen Stammspieler. Cheftrainer Adi Hütter merkte an, dass Atubolus Einsatz für das Samstagsspiel bei Union Berlin in Köpenick nach dem Abschlusstraining mit Torwarttrainer Jan Zimmermann entschieden werde.
Wir haben Noah als Nummer eins geholt. Nach dem Abschlusstraining werden wir entscheiden, wer am Samstag im Tor steht.
Mit Noah Atubolu gewinnen wir einen starken, ambitionierten und zugleich bereits sehr erfahrenen Torhüter. Er bringt großes Potenzial, viel Mentalität und die nötige Qualität mit, um unserer Mannschaft wichtige Impulse zu geben. Wir sind überzeugt, dass Noah mit uns den nächsten Schritt in seiner Entwicklung machen und uns sportlich verstärken wird.
Nationalmannschaftsperspektiven unter Klopp
Atubolu, in den letzten drei Spielzeiten Stammtorhüter Freiburgs, wechselt nach Frankfurt, um Einsatzzeiten in der Bundesliga zu sichern. Der Spieler begrüßte den Wechsel, während die Vorbereitungen auf den Saisonauftakt am Wochenende abgeschlossen werden.
Ich bin sehr glücklich, hier zu sein, und kann es kaum erwarten, bei Eintracht Frankfurt loszulegen. Ich kenne die Stadt, den Verein und das Stadion, und ich habe Spiele hier immer als etwas Besonderes erlebt.
Atubolu wurde zuvor für die deutsche Nationalmannschaft nominiert, hat aber noch kein Länderspiel absolviert. Da Bundestrainer Jürgen Klopp am 17. September 2026 seinen ersten Kader bekannt geben soll, bleibt die Position des deutschen Stammtorhüters nach dem Abgang von Manuel Neuer umkämpft. Als Frankfurts Nummer eins zu konkurrieren, eröffnet Atubolu einen Weg in die A-Nationalmannschaft.


