
Joan Laporta bestätigt Barcelona-Angebot für Julián Álvarez – Atlético Madrid lehnt Verkauf ab
Barcelonas Präsident Joan Laporta hat bestätigt, dass das Transferangebot des Klubs für Julián Álvarez vor Ablauf der Frist weiterhin gültig ist – obwohl Atlético Madrid erklärt, der Stürmer sei nicht an einen Ligakonkurrenten verkäuflich.
Laporta bekräftigt Barcelona-Angebot
Barcelonas Präsident Joan Laporta hat bestätigt, dass der Klub vor dem Ende der Sommer-Transferperiode am 1. September ein formelles Angebot für Atlético Madrids Stürmer Julián Álvarez aufrechterhält. In einem am 26. August über die vereinseigenen Kanäle verbreiteten Video erklärte Laporta, Barcelona habe sein Angebot aufrechterhalten, nachdem man erfahren habe, dass Atlético Gespräche mit anderen Interessenten aufgenommen habe – obwohl man Barcelona zuvor mitgeteilt habe, der Spieler stehe nicht zum Verkauf. Laporta bestätigte, er habe Atléticos Geschäftsführer Miguel Ángel Gil Marín persönlich angerufen, um das Interesse zu bekunden. Der katalanische Klub sucht nach den Abgängen von Robert Lewandowski und Ferran Torres einen Mittelstürmer; Trainer Hansi Flick und Sportdirektor Deco fokussieren sich ausschließlich auf Álvarez.
Laporta bezeichnete die anhaltende Verfolgung als ein stehendes Angebot in Erwartung von Atléticos Verhandlungsbereitschaft.
Das Angebot des FC Barcelona ist weiterhin gültig, falls sie ihn verkaufen wollen. Nach dem, was gesagt wird, scheint es, dass der Spieler nach Barcelona kommen möchte, daher bekräftigen wir unser Interesse und unsere Absicht, den Spieler zu verpflichten – bei allem gebührenden Respekt gegenüber Atlético Madrid.
Atléticos Widerstand und Bewertung
Die Führung von Atlético Madrid hat klargestellt, dass Álvarez nicht an einen direkten Ligakonkurrenten verkauft wird. Gil Marín hatte zuvor angedeutet, der Klub würde selbst Angebote von 200 Millionen Euro für einen unverzichtbaren Spieler mit Vertrag bis 2030 ablehnen. Berichten zufolge hat Álvarez eine Ausstiegsklausel von 500 Millionen Euro. Vereinsvertreter sagten der spanischen Zeitung Marca, die Wahrscheinlichkeit eines Verkaufs an Barcelona liege bei null Prozent – dies sei eine Frage der Vereinswürde. Bereits zuvor hatte Atlético ein 150-Millionen-Euro-Angebot von Real Madrid abgelehnt, während auch Premier-League-Meister Arsenal den Spieler beobachtet hat. Katalanische Quellen berichten, Barcelona habe 130 Millionen Euro speziell für Álvarez eingeplant, nachdem ein erstes Angebot von 100 Millionen Euro abgelehnt worden war.
- Ablöse an Manchester City (2024)
- 85 Mio. €
- Erstes Barcelona-Angebot
- 100 Mio. €
- Barcelonas eingeplantes Budget
- 130 Mio. €
- Abgelehntes Angebot von Real Madrid
- 150 Mio. €
- Ausstiegsklausel
- 500 Mio. €
Spannungen am Spieltag und verpasstes Training
Die internen Spannungen um Álvarez verschärften sich nach Äußerungen vom 22. Juni, als der 26-jährige Stürmer nach Argentiniens Weltmeisterschaftssieg gegen Österreich öffentlich erklärte, ein Wechsel würde seiner Karriere helfen. Álvarez kam im Auftaktspiel gegen Málaga nicht zum Einsatz und wurde am Sonntag beim 2:2-Heimremis gegen Villarreal in der 66. Minute eingewechselt. Teile der Heimfans buhten Álvarez beim Aufwärmen und auf dem Platz aus; nach dem Schlusspfiff ging der Stürmer direkt durch den Tunnel in die Kabine. Am 26. August fehlte Álvarez aus gesundheitlichen Gründen im Mannschaftstraining vor dem Ligaspiel gegen Sevilla. Seit seinem Wechsel von Manchester City im Jahr 2024 für knapp 85 Millionen Euro erzielte Álvarez in 107 Spielen für Atlético 49 Tore und 17 Vorlagen.
- Julián Álvarez wechselt von Manchester City zu Atlético Madrid und unterschreibt einen Sechsjahresvertrag.
- Álvarez erklärt öffentlich seinen Wunsch, Atlético zu verlassen, nach Argentiniens WM-Spiel gegen Österreich.
- Álvarez wird von den Heimfans ausgebuht, nachdem er in der 66. Minute beim 2:2 gegen Villarreal eingewechselt wird.
- Laporta bestätigt Barcelonas Angebot; Álvarez fehlt aus gesundheitlichen Gründen im Training.
- Die Sommer-Transferperiode endet in den großen europäischen Ligen.
Trainerperspektiven vor der Frist
Atleticos Trainer Diego Simeone stellt sich hinter die Weigerung des Vorstands, einen Verkauf zu genehmigen, bezeichnet Álvarez als wichtigste Offensivkraft des Kaders und plant die Mannschaft um ihn herum. Simeone teilte dem Team mit, dass Transferentscheidungen ausschließlich bei der Klubführung lägen. Bei Barcelona bestätigte Trainer Hansi Flick, dass er mit Laporta und Deco hinsichtlich der Transferprioritäten einer Meinung sei; der Kader sei bereit, auf interne Lösungen zurückzugreifen, falls bis zum Fristende keine Einigung über einen Mittelstürmer erzielt werde.


