
Frankfurter Klinik behandelt Ebola-Patienten in Hochsicherheits-Isolierstation; 50 Spezialisten erforderlich, null Entweichungen in 7 deutschen Einheiten
Ein mit Ebola infizierter Patient wird am Universitätsklinikum Frankfurt behandelt, einer von nur sieben speziellen Isolierstationen in Deutschland. Jeder Aspekt, von der Luftfilterung bis zur Abfallentsorgung, ist streng getrennt, um jedes Risiko für Personal oder Öffentlichkeit zu vermeiden.
Ein neuer Ebola-Fall in Frankfurt
Im Juli 2026 wird ein mit Ebola infizierter Patient am Universitätsklinikum Frankfurt behandelt, einer von Deutschlands sieben speziellen Isolierstationen. Der Fall folgt auf eine ähnliche Aufnahme an der Berliner Charité im Mai 2026. Beide Einrichtungen arbeiten auf der höchsten Biosicherheitsstufe, vollständig getrennt vom regulären Krankenhausbetrieb.
- Berliner Charité behandelt einen Ebola-Patienten in ihrer Spezialisolierstation.
- Universitätsklinikum Frankfurt behandelt einen neuen Ebola-Patienten.
Wie Isolierstationen aufgebaut sind
Die Stationen funktionieren als abgeschlossene Umgebungen. Unterdruck sorgt dafür, dass beim Öffnen von Türen Luft nach innen strömt und so kein Krankheitserreger entweichen kann. Vor der Freisetzung wird die Abluft durch hocheffiziente Partikelfilter geleitet.
Die Luft wird mit einem Hochleistungsfilter gefiltert, bevor sie in die Umgebung abgegeben wird.
Das Abwasser der Patienten wird in speziellen Tanks gesammelt, vor Ort behandelt und neutralisiert. Alle Abfälle, einschließlich gebrauchter Schutzanzüge, werden getrennt gesammelt und von einem spezialisierten Unternehmen entsorgt.
Schutz des Personals
Medizinisches Personal betritt den Isolationsbereich nur in Ganzkörperschutzanzügen. Die Ausrüstung umfasst einen Helm, Fußüberzieher, Handschuhe und ein integriertes, motorisiertes Atemschutzgerät mit Luftfilter. Laut Bundesministerium für Gesundheit dauert das An- und Ausziehen des Anzugs etwa 20 Minuten. Nach jedem Patientenbesuch durchlaufen die Mitarbeiter eine Dekontaminationsdusche, in der der Anzug mit Essigsäure besprüht und dann von oben nach unten von Hand mit einer Bürste geschrubbt wird. Schließlich wird der Einweg-Anzug aufgeschnitten und entsorgt. Da die Arbeit in den gelben Anzügen körperlich anstrengend ist, sind die Schichten auf maximal zwei Stunden begrenzt, danach müssen die Mitarbeiter rotieren.
Personal und Kapazität
Die Versorgung eines einzigen Ebola-Patienten in Deutschland erfordert außergewöhnliche Ressourcen. Torsten Feldt, Leiter der Tropenmedizin am Universitätsklinikum Düsseldorf, merkt an, dass etwa 50 Spezialisten pro Patient benötigt werden. Das Team umfasst Ärzte, Pflegekräfte und Hilfspersonal und muss kurzfristig zusammengestellt werden, wenn ein Verdachtsfall bestätigt wird. Die sieben speziellen Isolierstationen befinden sich in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Leipzig, München und Stuttgart und sind von überall im Land innerhalb weniger Stunden auf der Straße erreichbar. Ihre Gesamtkapazität liegt im mittleren zweistelligen Bereich. Die Charité in Berlin, die größte Einheit, kann bis zu 20 Patienten mit derselben Krankheit behandeln, während die Düsseldorfer Station maximal drei aufnehmen kann.
Eine makellose Sicherheitsbilanz
Dr. Feldt betont die absolute Priorität der Eindämmung.
Wichtig ist, dass kein Risiko für die Bevölkerung besteht und auch keines für das Personal. Aus den speziellen Isolierstationen in Deutschland ist noch nie ein Krankheitserreger entwichen.
Die Stationen werden nur aktiviert, wenn ein Verdachtsfall auftritt; das ständige Team wird dann schnell mobilisiert, um die Versorgung unter Höchstsicherheit zu gewährleisten.


