
Emmanuel Macron und französische Spitzenpolitiker nehmen an der Beerdigung von Senator François Patriat in Burgund teil
Präsident Emmanuel Macron schloss sich am 25. August 2026 in Semur-en-Auxois Ministern und ehemaligen Premierministern an, um dem im Alter von 83 Jahren verstorbenen Senator François Patriat die letzte Ehre zu erweisen.
Versammlung in Semur-en-Auxois
Französische Politiker versammelten sich am Dienstag, dem 25. August 2026, in der gotischen Stiftskirche Notre-Dame in Semur-en-Auxois, um an der Beerdigung von Senator François Patriat teilzunehmen. Der ehemalige Minister und Vorsitzende der RDPI-Gruppe im Senat war am 19. August im Alter von 83 Jahren gestorben, nach einem Monat im Krankenhaus infolge eines Fahrradunfalls am 17. Juli. Regen fiel auf die burgundische Stadt, als der Sarg in der renovierungsbedürftigen Kirche eintraf. Etwa 100 Bürger verfolgten den Gottesdienst von einem Platz aus auf einer Übertragungsleinwand. Die Trauermesse in der Gemeinde Côte-d'Or wurde vom Erzbischof von Dijon, Antoine Hérouard, zelebriert.
Präsidiale Würdigung eines frühen Verbündeten
Präsident Emmanuel Macron wandte sich in Patriats Heimatstadt an die Gemeinde, sprach als persönlicher Freund und würdigte die lange Karriere des Senators. Macron lobte Patriats Loyalität und seine frühe Entscheidung, die En-Marche-Bewegung ab 2015 zu unterstützen, zwei Jahre vor der Präsidentschaftswahl 2017.
Wann immer ich mich umdrehte, François war da.
Macron erzählte von Patriats Hintergrund als praktizierender Tierarzt, der im Morgengrauen Bauernhöfe besuchte, bevor er nachmittags politische Kundgebungen abhielt. Er stellte fest, dass Patriat es vorzog, die Bilanz der Regierung zu verteidigen, anstatt eine politische Bestandsaufnahme vergangener Politiken zu machen.
Als vor etwas mehr als einem Jahrzehnt einige von einer neuen politischen Welt sprachen, waren viele überrascht, diesen Senator, der bereits mehrere Jahrzehnte politischen Lebens hinter sich hatte, zu ihrem Fürsprecher oder Sprecher zu sehen. Es war nicht ganz selbstverständlich, aber er tat es, weil er frei und zugleich loyal war.
Fünf Jahrzehnte gewählter Mandate
Patriats politische Karriere umfasste 95 Jahre über verschiedene öffentliche Ämter in fünf Jahrzehnten. Er trat in den 1970er Jahren der Sozialistischen Partei bei, schloss sich Michel Rocard an, während er François Mitterrand bewunderte. Er war von 2000 bis 2002 Staatssekretär für Handel und später Landwirtschaftsminister in der Regierung von Premierminister Lionel Jospin. Auf lokaler Ebene war er Bürgermeister von Chailly-sur-Armançon und Präsident des Regionalrates von Burgund, bevor er 18 Jahre im Senat verbrachte. Vor seinem Unfall hatte Patriat beschlossen, bei den Septemberwahlen kein weiteres Senatsmandat anzustreben, und hatte privat die Befürchtung geäußert, dass der Rückzug aus dem öffentlichen Leben seinem Tod vorausgehen würde.
- Amt als Staatssekretär für Handel und Landwirtschaftsminister unter Lionel Jospin
- Geht politisches Bündnis mit Emmanuel Macron vor der Präsidentschaftskandidatur 2017 ein
- Erleidet schwere Verletzungen bei einem Fahrradunfall in Burgund
- Stirbt im Alter von 83 Jahren nach einem Monat Krankenhausaufenthalt
- Trauergottesdienst in der Stiftskirche Notre-Dame in Semur-en-Auxois
Teilnahme von Staatsvertretern aus allen politischen Lagern
Die Zeremonie vereinte Amtsträger aus einem Jahrzehnt von Macrons Präsidentschaft sowie Vertreter der Opposition und Institutionen. Zu den Teilnehmern gehörten Premierminister Sébastien Lecornu, Senatspräsident Gérard Larcher und Nationalversammlungspräsidentin Yaël Braun-Pivet. Vier ehemalige Premierminister waren anwesend: Gabriel Attal, Élisabeth Borne, Michel Barnier und François Bayrou. Weitere Persönlichkeiten waren EU-Kommissar Stéphane Séjourné, der frühere Generalsekretär des Élysée, Alexis Kohler, und die ehemaligen Minister Christophe Castaner und Julien Denormandie. Auch der Präsident des Verfassungsrates, Richard Ferrand, nahm teil, um seinem ehemaligen Parlamentskollegen die Ehre zu erweisen.
Ich bin einfach gekommen, um dem Andenken eines Freundes zu huldigen, eines guten Menschen, dessen Werte treuer Freundschaft und Solidarität ich liebte.


