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Regierung·vor 5 Std.

Adrian Veștea zum rumänischen Premierminister ernannt – Kontroverse um Studienabschluss und politisches Intrigenspiel

Nicușor Dan ernannte am Sonntag Adrian Veștea zum rumänischen Premierminister. Es ist die zweite Nominierung nach dem Sturz der Regierung Bolojan. Der Schritt kam für den zuvor nominierten Eugen Tomac laut dem ehemaligen Präsidenten Traian Băsescu völlig überraschend.

Politisches Manövrieren und Nominierung

Nach dem Sturz der Regierung Bolojan hatte Nicușor Dan zunächst Eugen Tomac als Premierminister nominiert. Doch laut Traian Băsescu hatte Dan bereits am Mittwoch, dem 10. Juni, Gespräche mit Adrian Veștea geführt. Tomac stellte am Samstag noch im Fernsehen seine Regierung vor, ohne zu wissen, dass Dan seine Meinung geändert hatte. Am Sonntag ernannte Dan offiziell Veștea. Băsescu erklärte gegenüber ȘtirileProTv.ro: "Eugen Tomac wusste nicht, dass der Präsident beschlossen hatte, den Kandidaten zu wechseln." Nach der Nominierung trat Tomac vom Parteivorsitz der von Băsescu gegründeten Partei der Volksbewegung (PMP) zurück.

Chronologie der Ereignisse bei der Nominierung des Premierministers
  1. Präsident Nicușor Dan trifft sich laut Traian Băsescu mit Adrian Veștea.
  2. Eugen Tomac stellt weiterhin seine Regierung im Fernsehen vor, ohne von dem Wechsel zu wissen.
  3. Dan nominiert offiziell Adrian Veștea zum Premierminister.

Bildungshintergrund unter der Lupe

Veșteas akademischer Werdegang erregte schnell Aufmerksamkeit. Er schloss 1992 die Highschool ab und wartete dann vier Jahre, bevor er sich an der privaten Universität "George Barițiu" in Brașov einschrieb, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht akkreditiert war. Er studierte von 1996 bis 2000 und erlangte seinen Abschluss in Rechnungswesen und Management-Informatik durch das Bestehen der Lizenzprüfung an der Wirtschaftsakademie Bukarest, einer öffentlichen Universität. Die Universität "George Barițiu" wurde erst 2002 akkreditiert, zwei Jahre nach Veșteas Abschluss. Im Jahr 2013 bewertete die rumänische Agentur für Qualitätssicherung im Hochschulwesen sie als "nicht vertrauenswürdig", und 2017 wurde sie offiziell aufgelöst. Veștea verteidigte seine Qualifikationen bei Digi24: "Ich habe an einer Fakultät in Brașov studiert und meine Lizenzprüfung an der Wirtschaftsakademie Bukarest abgelegt. Zudem habe ich einen Master-Abschluss und bin zertifizierter Wirtschaftsprüfer." Er betonte, dass sein Diplom den Namen der ASE trage, die vom Bildungsministerium anerkannt sei. Er hob auch seinen beruflichen Werdegang hervor: "Ich arbeite seit meinem 18. Lebensjahr; ich bin 52, habe also eine beachtliche Arbeitsbiografie. Zudem gehöre ich zu der Generation, die ein Jahr Wehrdienst geleistet hat."

Peinlicher TV-Moment

Während eines Live-Interviews bei Digi24 am Montag vollführte Veștea eine Geste zur Mundhygiene, die er bereits am Vortag bei Euronews gezeigt hatte. Der Reflex sorgte online für Belustigung und befeuerte die öffentliche Debatte über seinen Hintergrund. Der Moment folgte auf mehrere ungeschickte Äußerungen, die bereits zuvor für Kommentare in den sozialen Medien gesorgt hatten.

Bukarest · Brașov

6 Quellen

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