
Michael J. Fox in höchste Stufe des Order of Canada für Parkinson-Engagement aufgenommen
Der 65-jährige Schauspieler wurde in Ottawa in die höchste Kategorie des Order of Canada aufgenommen und damit für seinen langjährigen Einsatz und seine Stiftungsarbeit gegen die Parkinson-Krankheit geehrt.
Verleihungszeremonie des Order of Canada in Ottawa
Filmstar Michael J. Fox hat eine der höchsten zivilen Auszeichnungen Kanadas erhalten – in Anerkennung seines umfangreichen Engagements gegen die Parkinson-Krankheit. Der 65-jährige Schauspieler, geboren in der kanadischen Stadt Edmonton, wurde bei einer Zeremonie in Ottawa feierlich in die höchste Kategorie des Order of Canada aufgenommen. Nach seiner Aufnahme in den nationalen Orden erklärte Fox, er empfinde zugleich Stolz und Demut. Die kanadische Auszeichnung würdigt sein beharrliches öffentliches Engagement und die Arbeit seiner gemeinnützigen Organisation an der Seite seiner internationalen Karriere im Unterhaltungsbereich. Generalgouverneurin Louise Arbour leitete die Versammlung in Ottawa, überreichte die Auszeichnungen und hielt eine Rede, die den Beiträgen aller anwesenden Geehrten gewidmet war.
Würdigung durch die Generalgouverneurin
In ihrer Laudatio für alle Empfänger lobte Generalgouverneurin Louise Arbour die Geehrten dafür, dass sie ihre individuellen Talente in den Dienst anderer gestellt hätten. Arbour bemerkte, die Ausgezeichneten hätten ihre Fähigkeiten ohne Weiteres allein für ihre eigenen privaten Zwecke einsetzen können. Stattdessen, so betonte sie, hätten sich die Aufgenommenen bewusst dafür entschieden, ihre besonderen Fertigkeiten einzusetzen, um Menschen in schwierigen Lebenslagen zu helfen. Sie unterstrich, dass die Förderung des Gemeinwohls eine bewusste Bereitschaft erfordere, für das öffentliche Wohl zu handeln, und bezeichnete Fox als leuchtendes Beispiel für dieses Engagement. Arbour beendete ihre Ausführungen über den Schauspieler mit einem Verweis auf dessen berühmtesten Kinofilm.
Und letztlich war „Zurück in die Zukunft“ schon immer eine bessere Idee als vorwärts in die Vergangenheit.
Karriere, Diagnose und Stiftungsarbeit
Fox erlangte früher in seiner Karriere weltweite Berühmtheit durch die Filmreihe „Zurück in die Zukunft“, in der er den jugendlichen Protagonisten Marty McFly verkörperte. 1991, im Alter von 29 Jahren, erhielt er die medizinische Diagnose, dass er an der Parkinson-Krankheit leidet. Fox hielt die Erkrankung sieben Jahre lang privat, bevor er sich 1998 zu einer offenen öffentlichen Bekanntgabe entschloss. Nach dieser Offenlegung gründete er seine Stiftung, um die Parkinson-Krankheit zu bekämpfen und größere öffentliche Aufmerksamkeit für Menschen mit dieser Erkrankung zu schaffen. Die Deutsche Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen beschreibt die Krankheit als chronische, fortschreitende neurodegenerative Erkrankung. Nach den medizinischen Definitionen der Gesellschaft führt die Erkrankung zu steifen Muskeln, verlangsamten Bewegungen und unkontrollierbaren Tremoren.
- Michael J. Fox erhält im Alter von 29 Jahren die Diagnose Parkinson-Krankheit
- Fox macht seine Parkinson-Diagnose öffentlich und gründet seine Stiftung
- Fox wird in Ottawa in die höchste Kategorie des Order of Canada aufgenommen
Reflexionen bei den Emmy Awards
Vor der Investitur in Ottawa sprach Fox auf der Bühne der Emmy Awards über seine Erfahrungen mit der Krankheit, wo ihm die Organisatoren den Bob Hope Humanitarian Award verliehen. Er nutzte die Preisverleihung, um seinen Weg mit Parkinson und die Folgen der Offenlegung seines Gesundheitszustands zu schildern. Fox erklärte, als er seine Erkrankung öffentlich bekannt gab, sei die Reaktion das genaue Gegenteil dessen gewesen, was er zunächst befürchtet hatte. Die überwältigende Unterstützung, die er erfuhr, habe ihm geholfen zu erkennen, dass er in Wahrheit nichts verloren habe und nichts verlieren könne. Fox führte diese Haltung direkt auf die Unterstützung seiner Anhänger zurück und betonte, dass sein Umgang mit der chronischen Erkrankung auf kontinuierlichem Engagement statt auf Aufgeben beruhe.
Parkinson zu akzeptieren bedeutete nicht, sich ihm zu ergeben.

