
Jodie Foster behauptet, Brad Pitts Oscar-prämierter 'F1'-Film sei von KI geschrieben worden: 'War es nicht so?'
Beim Aspen Ideas Festival sagte Jodie Foster, das Oscar-prämierte Rennfahrerdrama 'F1' mit Brad Pitt habe eine Struktur und Dialoge, die sich computererzeugt anfühlten – und entfachte damit eine Debatte über die Rolle der KI in Hollywood.
Die Behauptung
Während eines Panels mit dem Titel 'Wem gehört die Zukunft Hollywoods?' auf dem Aspen Ideas Festival deutete Jodie Foster an, dass der Film 'F1' aus dem Jahr 2025 mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt worden zu sein scheint. Die zweifache Oscar-Preisträgerin leitete ihre Äußerungen mit der Anerkennung des kommerziellen Erfolgs des Films ein.
Ich sage das nicht abwertend – wie könnte ich auch? Dieser Film hat später Millionen Dollar eingespielt. Aber ich schaue mir einen Film wie F1 an und denke: 'F1 wurde von KI gemacht.' War es nicht so?
Foster verwies auf die formelhafte Struktur und die Dialoge des Films als Belege. Sie stellte fest, dass die Erzählung einem lehrbuchhaften Drei-Akt-Schema folgte und die Schauspieler ihre Zeilen auf eine Weise vortrugen, die sich algorithmisch optimiert anfühlte.
Ich meine, die Struktur war genau die Struktur, die man in der Schule lernt. Die Schauspieler sagen die Zeilen genau so, wie es geschrieben worden wäre, wenn ein Computer genau das geschrieben hätte, was zu diesem Zeitpunkt das Richtige wäre.
Der Film in der Kritik
Regie bei 'F1' führte Joseph Kosinski, das Drehbuch stammt von Ehren Kruger. Brad Pitt spielt einen Formel-1-Fahrer, der nach 30-jähriger Abwesenheit zurückkehrt, um ein Außenseiterteam zu retten. Die Rennszenen wurden während tatsächlicher Grand-Prix-Wochenenden gedreht. Der Film spielte weltweit 634,1 Millionen US-Dollar ein und ist Pitts erfolgreichster Film. Er erhielt vier Oscarnominierungen, darunter für den besten Film, und gewann den Oscar für den besten Ton.
Apple Original Films und Kosinski haben sich bislang nicht öffentlich zu Fosters Äußerungen geäußert. Variety und The Independent berichteten, dass sie um eine Stellungnahme gebeten hätten.
KI und die Zukunft Hollywoods
Fosters Bemerkungen fielen im Rahmen eines breiteren Gesprächs mit dem ehemaligen Sony-Pictures-CEO Michael Lynton über die Auswirkungen der Technologie auf die Filmindustrie. Sie räumte ein, dass KI Arbeitsplätze vernichten könnte, argumentierte jedoch, dass Gewerkschaften für eine faire Vergütung sorgen sollten, wenn das Abbild von Schauspielern digital vervielfältigt wird.
Hoffentlich können Dinge wie Gewerkschaften eingreifen und sagen: Du kannst meinen Schauspieler 20 Mal nutzen, aber du wirst ihn auch 20 Mal bezahlen. Und ich finde, das ist fair.
Sie äußerte den Wunsch, dass Filmemacher KI-Werkzeuge 'beherrschen' sollten, anstatt von ihnen ersetzt zu werden, und schlug vor, dass die Branche, wenn sie die Technologie kontrollieren kann, Werke schaffen kann, die die menschliche Kreativität widerspiegeln.
Fosters eigenes KI-Experiment
Foster verriet, dass ihr neuester Film, das französische Mysterium 'A Private Life' unter der Regie von Rebecca Zlotowski, eine mit KI generierte Traumsequenz enthält. Sie beschrieb das Ergebnis als gelungen, obwohl die Bilder 'keinen Sinn ergaben', und bezeichnete es als Beispiel dafür, wie KI bei kleinen, hilfreichen Aufgaben wie der Vorvisualisierung und dem Storyboarding helfen kann.


