KI-generiert·Mehr erfahren
© engadget
Digital·vor 4 Std.

Der versteckte Flugsimulator von Google Earth hebt jetzt direkt im Browser ab

Das einst versteckte Feature, das seit 2007 in der Desktop-App schlummerte, ist nun als experimentelles globales Web-Tool unter earth.google.com verfügbar.

Vom versteckten Easter Egg zum weltweiten Browser-Zugang

Fast zwei Jahrzehnte lang verbarg sich ein Flugsimulator in der Desktop-Anwendung von Google Earth, der nur über geheime Tastenkombinationen zugänglich war. Am 12. Juni 2026 legte Google den Schalter um: Das Feature ist nun weltweit direkt im Webbrowser unter earth.google.com verfügbar, ganz ohne Download. Das Unternehmen beschrieb den Schritt als Antwort auf eine langjährige Nutzeranfrage, die nach eigenen Angaben rein aus Spaß motiviert war.

nur zum Spaß.

Google
Die Browser-Version ist als experimentell gekennzeichnet und befindet sich im Menü „Tools“ unter der Schaltfläche „Google Earth erkunden“. Dies ist der jüngste Schritt in Googles schrittweiser Migration professioneller Earth-Funktionen ins Web, nachdem bereits Höhenprofile und erweiterte Import-Tools folgten.

Meilensteine des Google Earth Flugsimulators
  1. Verstecktes Flugsimulator-Feature in der Google Earth Desktop-App eingeführt
  2. Feature für historische Bilder zu Google Earth hinzugefügt
  3. Flugsimulator startet weltweit im Webbrowser

Funktionsweise

Um abzuheben, öffnen Nutzer die Google-Earth-Website, klicken auf „Google Earth erkunden“ und wählen dann „Flugsimulator“ aus dem Dropdown-Menü „Tools“. Google empfiehlt, die Basiskarte auf „Satellit“ umzustellen, um ein fotorealistisches Erlebnis zu erhalten; andernfalls könnten Sie über einem konturlosen Ozean landen. Die Steuerung ist einfach: Tastatur, Maus oder Touchscreen. Ein Geschwindigkeitsregler ermöglicht die Anpassung der Geschwindigkeit, während 3D-Gebäude und hochauflösende Bilder während des Fluges dynamisch geladen werden. Wenn Sie abstürzen, pausiert der Simulator und bietet an, das Flugzeug auf eine sichere Höhe zurückzusetzen. Eine Hilfeseite erklärt die Grundlagen, aber das Unternehmen warnt, dass man etwas Übung braucht, um Kurven zu meistern und unbeabsichtigte Bodenkontakte zu vermeiden.

Unterschiede zur Desktop-Version

Die Desktop-App – verfügbar für Windows, Mac und Linux – bietet weiterhin ein reichhaltigeres Erlebnis. Dort können Nutzer zwischen zwei Flugzeugen wählen: der einsteigerfreundlichen SR22 und der schnelleren F-16. Sie können einen Flug von Ihrer aktuellen Ansicht oder von einem bestimmten Flughafen aus starten und einen Joystick verwenden. Ein detailliertes Instrumentenbrett zeigt Kurs, Geschwindigkeit, Höhe, Motorleistung, Vertikalgeschwindigkeit und Steuerflächen an. Die Webversion reduziert all dies auf das Wesentliche: Sie lädt sofort, funktioniert auf jeder Plattform mit Browser und tauscht Komplexität gegen pure Zugänglichkeit. Sie enthält keine Flugzeugauswahl oder die vollständige Cockpit-Anzeige. Google stellt klar: Dies ist eine experimentelle Ergänzung, kein Ersatz für den Desktop-Simulator.

Ein lockerer Zeitvertreib, kein Pilotentraining

Google positioniert den Browser-Simulator explizit als lockere Erkundungstour, nicht als ernsthaften Flugsimulator.

Der Flugsimulator ist für die zwanglose Erkundung konzipiert und nicht für ein hochpräzises aerodynamisches Training.

Google
Er ist keine Konkurrenz zum Realismus von Microsoft Flight Simulator. Aber für alle, die schon immer einmal über die Schweizer Alpen fliegen, die Kapellbrücke überfliegen oder den Matterhorn umkreisen wollten, ist es eine offene Einladung – keine Installation, keine Gebühr, nur ein Browser und eine Portion Abenteuerlust.

Teil einer breiteren Welle von Google-Earth-Updates

Der Start erfolgt vor dem Hintergrund einer erneuten Aufmerksamkeit für Google Earth. Im Jahr 2024 fügte die Plattform historische Bilder für ausgewählte Standorte hinzu, und das Folgejahr brachte weitere Verbesserungen. Der Browser-Simulator, der auf der Google I/O 2026 angeteasert wurde, unterstreicht ein Muster: Google verwandelt Earth in eine lebendige Leinwand für Spaß, nicht nur in ein Kartentool. Die Hürde der Desktop-Installation ist gefallen, und damit kann nun ein ganz neues Publikum den Planeten aus dem Cockpit erleben.

Mountain View

6 Quellen

Pollar Weekly abonnieren

Die Woche in Nachrichten, jeden Freitag. Kostenlos.

Kostenlos. Kein Tracking, keine Werbung. Jederzeit abbestellbar.

Mehr aus Gesellschaft & Wissenschaft