
SG Flensburg-Handewitt besiegt HC Hamburg 37:34 und erobert Bundesliga-Führung zurück
SG Flensburg-Handewitt hat ihren ungeschlagenen Start mit einem 37:34-Heimsieg gegen den HC Hamburg fortgesetzt und sich vor dem Derby am nächsten Wochenende aufgrund der Tordifferenz vor dem THW Kiel an die Spitze gesetzt.
Frühe Führung Hamburgs und taktische Auszeit
Die SG Flensburg-Handewitt hat am Sonntagabend ihren fünften Sieg in Folge in der Handball-Bundesliga gefeiert und den HC Hamburg mit 37:34 besiegt. Durch das Ergebnis zogen die Gastgeber aufgrund der besseren Tordifferenz am Rivalen THW Kiel vorbei an die Tabellenspitze, wobei beide Teams nach fünf Spielen zehn Punkte aufweisen. Hamburg begann die Partie in Flensburg mit schnellem Spiel, erarbeitete sich bis zur dritten Minute eine 3:1-Führung und baute diese nach zehn Minuten auf 6:3 aus. Flensburg war nach einer zehntägigen Pause seit dem 39:30-Sieg über den TBV Lemgo Lippe in die Partie gegangen. Flensburgs Cheftrainer Aleš Pajović nahm nach einem 3:0-Lauf, der den Ausgleich bedeutete, eine frühe Auszeit, um eine bessere Chancenverwertung und eine engere Abstimmung in der Abwehr zu erreichen.
Torwartwechsel und Wende in der ersten Halbzeit
Hamburg forderte die Heimabwehr vor einer Zuschauerzahl von 6.175 bis 6.176 weiterhin heraus und setzte dabei auf flache Zuspiele auf Martin Hovde und Oliver Norlyk. Flensburg änderte in der 19. Minute seine Defensivformation, indem Torwart Simon Möller für Benjamin Buric eingewechselt wurde, der eine Fangquote von acht Prozent aufwies. Hamburg hielt in der 23. Minute eine 13:12-Führung, bevor Flensburg mit einem 5:1-Lauf antwortete. Der dänische Linksaußen Emil Jakobsen traf zweimal in Folge, zunächst per Siebenmeter und dann im Gegenstoß, und brachte Flensburg in der 28. Minute mit 15:13 in Führung, bevor die Gastgeber in der 29. Minute auf 17:14 erhöhten. Zur Halbzeit führte Flensburg mit 19:16, als Jakobsen in einem Fernsehinterview die Effizienz der Mannschaft thematisierte.
Wir haben zu viele Fehlwürfe und machen zu wenig Tempo.
Kontrolle in der zweiten Halbzeit und Antwort Hamburgs
Flensburg erhöhte nach dem Wiederanpfiff das Offensivtempo mit dem französischen Spielmacher Aymeric Minne an der Spitze. Minne, der das vorherige Ligaspiel in Lemgo aufgrund der Geburt seines Kindes verpasst hatte, wurde mit zehn Toren zum besten Werfer der Flensburger. In der 38. Minute traf Minne ins leere Tor und stellte eine 23:18-Führung her. HC Hamburgs Trainer Torsten Jansen setzte in der zweiten Halbzeit einen siebten Feldspieler ein, um die Abwehrreihe Flensburgs zu durchbrechen. Nicolaj Jörgensen erzielte zwölf Tore für Hamburg, und der norwegische Rückraumspieler Nicolai Daling gab sein Saisondebüt für die Gäste. Hamburg verkürzte in der 55. Minute auf 32:35, doch Flensburg verteidigte die Führung bis zum Schluss.
- Hamburg geht früh mit 3:1 in Führung
- Hamburg baut Vorsprung auf 6:3 aus
- Simon Möller ersetzt Benjamin Buric im Tor der Flensburger
- Hamburg führt 13:12, bevor Flensburg einen 5:1-Lauf startet
- Emil Jakobsen trifft zweimal in Folge und bringt Flensburg mit 15:13 in Führung
- Flensburg geht mit 19:16 in die Kabine
- Aymeric Minne trifft ins leere Tor zum 23:18
- Hamburg verkürzt auf 32:35
- Flensburg gewinnt 37:34
Tabellenstand und Pokalvorbereitungen
Die Niederlage hält den HC Hamburg mit 1:9 Punkten weiterhin sieglos in der Bundesliga. Flensburgs Verteidigung des ersten Platzes fand am selben Abend parallel zum 37:34-Sieg der MT Melsungen über Titelverteidiger SC Magdeburg statt. Flensburg und der THW Kiel treffen am Samstag um 17:50 Uhr in Kiel zum 117. Regionalderby zwischen den Vereinen aufeinander, das live in der Sportschau übertragen wird. Vor diesem Aufeinandertreffen bestreiten beide Mannschaften unter der Woche Spiele in der zweiten Runde des DHB-Pokals. Hamburg spielt am Dienstag um 18:30 Uhr auswärts beim Zweitligisten HC Elbflorenz Dresden, während Flensburg am Mittwoch um 19:00 Uhr zum Zweitligisten VfL Lübeck-Schwartau reist.
- Nicolaj Jörgensen (Hamburg)
- 12 Tore
- Aymeric Minne (Flensburg)
- 10 Tore


