
FIFA sperrt Leandro Paredes für 10 Spiele und Nahuel Molina für sieben nach Schlägerei im WM-Finale
FIFA hat am Freitag drei argentinische Spieler und Trainer Roberto Ayala nach tätlichen Auseinandersetzungen am Ende des WM-Finales gegen Spanien in New Jersey suspendiert.
Disziplinarmaßnahmen für Spieler und Betreuer
Die FIFA hat am Freitag eine Reihe von Sperren und Geldstrafen verhängt, nachdem es am 19. Juli im MetLife-Stadion in East Rutherford, New Jersey, nach dem WM-Finale zu Auseinandersetzungen auf dem Spielfeld gekommen war. Mittelfeldspieler Leandro Paredes erhielt vom Disziplinarausschuss nach drei Anklagepunkten wegen Körperverletzung eine Zehn-Spiele-Sperre und eine Geldstrafe von 90.000 Dollar. Verteidiger Nahuel Molina wurde wegen zwei Anklagepunkten wegen Körperverletzung für sieben Spiele gesperrt und mit 90.000 Dollar bestraft. Stürmer Thiago Almada erhielt wegen unsportlichen Verhaltens eine Ein-Spiel-Sperre und eine Geldstrafe von 30.000 Dollar. Co-Trainer Roberto Ayala wurde wegen eines Anklagepunkts wegen Körperverletzung für drei Spiele gesperrt und mit 30.000 Dollar bestraft, während Spaniens Mittelfeldspieler Gavi wegen unsportlichen Verhaltens eine Ein-Spiel-Sperre und eine Geldstrafe von 30.000 Dollar erhielt.
- Leandro Paredes
- 10 Spiele
- Nahuel Molina
- 7 Spiele
- Roberto Ayala
- 3 Spiele
- Thiago Almada
- 1 Spiele
- Gavi
- 1 Spiele
Auseinandersetzungen nach dem Spiel in New Jersey
Die Disziplinarmaßnahmen folgten auf Vorfälle, die stattfanden, als Spanien Argentinien mit 1:0 besiegte und das Turnier gewann. Als spanische Ersatzspieler beim Schlusspfiff auf den Platz rannten, um zu feiern, packte Paredes den spanischen Verteidiger Eric Garcia an der Kehle, schlug Gavi mit der Hand ins Gesicht und rang ihn zu Boden. Co-Trainer Roberto Ayala stellte während des Handgemenges den spanischen Mittelfeldspieler Dani Olmo aggressiv zur Rede. Olmo lehnte später die anschließende Entschuldigung von Ayala ab. Disziplinarverfahren wurden offiziell am 29. Juli auf der Grundlage eines Berichts des Disziplinar- und Ethikstaatsanwalts eingeleitet. Die Zehn-Spiele-Sperre von Paredes entspricht der Zehn-Spiele-Sperre, die Kroatiens Josip Simunic 2013 wegen der Anführung pro-nazistischer Gesänge erhalten hatte, und reiht sich ein in die viermonatige Sperre, die Uruguays Luis Suárez 2014 wegen des Bisses auf Italiens Giorgio Chiellini erhalten hatte.
- Leandro Paredes
- 90000 $
- Nahuel Molina
- 90000 $
- Roberto Ayala
- 30000 $
- Thiago Almada
- 30000 $
- Gavi
- 30000 $
Verbandsstrafen und Verstöße wegen Falkland-Banner
Der argentinische Fußballverband wurde für mehrere Verstöße bestraft, die während des Turniers begangen wurden, bei dem Argentinien insgesamt 34 Millionen Dollar Preisgeld verdiente. Die meisten Quellenberichte verzeichnen eine Geldstrafe von insgesamt 321.000 Dollar gegen den Verband, wobei ein Bericht die Grundstrafe auf 110.000 Dollar beziffert. Die Strafen betrafen diskriminierende Fanggesänge, Fehlverhalten der Mannschaft und die Zurschaustellung eines politischen Banners mit der Aufschrift "Las Malvinas Son Argentinas" durch Spieler nach dem 2:1-Halbfinalsieg gegen England. Der Territorialstreit geht auf den Konflikt von 1982 zurück, bei dem in einem 74-tägigen Krieg 655 argentinische Soldaten, 255 britische Soldaten und drei Inselbewohner starben. Zusätzlich zu den finanziellen Strafen muss Argentinien die Zuschauerkapazität für seine nächsten beiden Heimspiele auf 50 % beschränken, wobei ein Spiel und 100.000 Dollar der Strafe unter Bewährung ausgesetzt bleiben.
Die FIFA legte fest, wie ein bestimmter Teil der Geldstrafe verwendet werden muss:
Das FIFA-Disziplinarkomitee legte ferner fest, dass 100.000 Dollar der 321.000 Dollar in einen Plan zur Bekämpfung von Diskriminierung investiert werden müssen.
Berufungsverfahren und Auswirkungen auf den Spielplan
Die Zehn-Spiele-Sperre setzt Paredes für fast ein ganzes Jahr von Nationalmannschaftseinsätzen aus, da Argentinien bis Juni 2027 zehn Länderspiele bestreitet. Gavi wird seine Ein-Spiel-Sperre während des Nations-League-Spiels Spaniens gegen England am 26. September im Wembley-Stadion absitzen. Sowohl die Spieler als auch die nationalen Verbände haben zehn Tage Zeit, um die vollständige schriftliche Begründung der Entscheidungen anzufordern. Der argentinische Verband bestätigte, dass er die Strafen auf offiziellem sportlichem Wege anfechten werde.
Der argentinische Verband legte seine rechtlichen Schritte in einer offiziellen Stellungnahme dar:
Die Rechtsabteilung der AFA wird fristgerecht bei der FIFA die Begründung für die anfechtbaren Entscheidungen anfordern, um Berufung beim Berufungsausschuss des Weltverbandes einzulegen, wobei die Möglichkeit einer späteren Berufung beim CAS als letztem Rechtsmittel gewahrt bleibt.
Sollte die erste Berufung bei der FIFA erfolglos bleiben, plant der Verband, den Fall vor den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) zu bringen.


