
Fünf Verletzte durch Feuerwerk in Leeuwarden: Feyenoord schlägt Cambuur 2:5 nach Spielunterbrechung
Gästefans warfen in der zwölften Minute im Kooi Stadion Leuchtkugeln in eine Familientribüne, verletzten fünf Heimfans und unterbrachen das Spiel für eine halbe Stunde.
Feuerwerk stört Eredivisie-Partie
Ein Eredivisie-Spiel zwischen dem SC Cambuur und Feyenoord im Kooi Stadion in Leeuwarden wurde am Sonntag für eine halbe Stunde unterbrochen, nachdem Gästefans Pyrotechnik zündeten. In der zwölften Spielminute versteckten sich Fans im Feyenoord-Gästeblock unter einem großen Banner und ließen eine Salve von Feuerwerkskörpern und Leuchtkugeln los. Mehrere Geschosse landeten direkt auf dem Spielfeld, andere trafen eine angrenzende Familientribüne mit Cambuur-Anhängern.
Feyenoord-Torwart Tjark Ernst entging nur knapp einer schweren Verletzung, als eine Rakete direkt über seinem Kopf explodierte. Ernst rannte vom Platz in Richtung Kabine, während Schiedsrichter Danny Makkelie das Spiel unterbrach. Fünf Cambuur-Fans auf der benachbarten Tribüne erlitten durch das einfliegende Feuerwerk Verbrennungen, Gehörschäden und Augenverletzungen. Das medizinische Personal vor Ort versorgte die Verletzten im Stadion; ihre Identitäten blieben am Sonntagabend unbestätigt.
- Feyenoord-Fans zünden Feuerwerk in Richtung Spielfeld und Familientribüne
- Schiedsrichter Danny Makkelie unterbricht das Spiel und schickt beide Mannschaften in die Kabinen
- Das Spiel wird nach Beratung zwischen Schiedsrichter und örtlichen Behörden fortgesetzt
- Feyenoord gewinnt 2:5 gegen SC Cambuur
Protokoll und Sicherheitserwägungen
Makkelie führte beide Mannschaften vom Feld, um die Spielersicherheit zu bewerten und mit den Sicherheitsbehörden zu beraten. Gemäß den Vorschriften des Königlich Niederländischen Fußballverbandes (KNVB) darf ein Schiedsrichter ein Spiel nur dann endgültig abbrechen, wenn Spieler, Trainer oder Unparteiische von Gegenständen oder Feuerwerk getroffen werden. Nachdem er bestätigt hatte, dass kein Spieler getroffen worden war, leitete Makkelie eine Krisenberatung mit Leeuwardens lokaler Sicherheitsbehörde ein, der der Bürgermeister, der leitende Staatsanwalt und der regionale Polizeichef angehören.
Wir mussten prüfen, ob ein Spieler getroffen wurde. Das ist nicht der Fall. Ich habe gesehen, dass Zuschauer getroffen wurden, und ich glaube, sie werden auch behandelt. Ich hoffe, es geht ihnen gut. Aber laut Protokoll wird ein Spiel deswegen nicht abgebrochen. So schlimm es auch ist, dass sie getroffen wurden. Aber so wurde es vereinbart.
Die Polizeiführung verzichtete während der Unterbrechung darauf, den Gästeblock zu stürmen, um Einzelpersonen festzunehmen. Die Beamten verwiesen auf starken Rauch in den Rängen und darauf, dass die Täter Sturmhauben trugen, um ihr Gesicht zu verbergen. Makkelie verteidigte die gemeinsame Entscheidung, das Spiel fortzusetzen und das Stadion nicht zu räumen, und erklärte, dass eine plötzliche Evakuierung schwerwiegende ordnungspolitische Probleme für die Stadionsicherheit verursachen würde.
Vereinsreaktionen und Spielausgang
Nach der 30-minütigen Unterbrechung und Freigabe durch die Stadtverwaltung wurde das Spiel fortgesetzt und endete mit einem 2:5-Sieg für Feyenoord.
- SC Cambuur
- 2 Tore
- Feyenoord
- 5 Tore
Der SC Cambuur verurteilte die Gästefans in einer offiziellen Erklärung und bezeichnete den Vorfall als völlig inakzeptabel. Der Leeuwardener Verein versprach, bei der Identifizierung und Bestrafung der Täter uneingeschränkt mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenzuarbeiten.
Feyenoord-Generaldirektor Robert Eenhoorn zeigte sich in einem Interview mit ESPN äußerst missbilligend und erklärte, er verstehe nicht, warum Fans Feuerwerk mitgebracht und gezündet hätten. Eenhoorn sagte, Feyenoord werde alle möglichen Maßnahmen ergreifen, um die Ermittler bei der Identifizierung der Täter zu unterstützen, damit Stadionverbote verhängt werden könnten.


