
Portugiesische Feuerwehren fordern ausstehende Kraftstoffsubventionen, während die Dieselkosten steigen
Feuerwehrverbände in Setúbal, Vila Real und Braga haben die sofortige Auszahlung der im März 2026 genehmigten außerordentlichen Kraftstoffhilfe gefordert und dabei auf akute Kassenbelastungen durch steigende Dieselpreise verwiesen.
Ausstehende staatliche Subventionen in Setúbal
Humanitäre Feuerwehrvereinigungen in ganz Portugal sehen sich einem zunehmenden Budgetdruck ausgesetzt, da die Treibstoffkosten steigen und die genehmigten staatlichen Ausgleichszahlungen ausbleiben. In einer Pressemitteilung vom 11. September 2026 warnte der Feuerwehrverband des Bezirks Setúbal, dass die Notfallrettungsdienste ihre Einsätze nicht an die höheren Dieselpreise anpassen können. Krankenwagen, Schnelleinsatzfahrzeuge und Löschfahrzeuge müssen rund um die Uhr verfügbar sein, um Notrufe im gesamten Bezirk zu beantworten.
Die portugiesische Regierung verabschiedete am 31. März 2026 das Dekret-Gesetz 80-A/2026, um einen außerordentlichen finanziellen Unterstützungsmechanismus zu schaffen, der die steigenden Treibstoffausgaben humanitärer Vereinigungen ausgleichen soll. Mehr als fünf Monate nach seiner offiziellen Veröffentlichung im Diário da República sind diese genehmigten Mittel noch immer nicht an die örtlichen Feuerwehrabteilungen überwiesen worden. Der Verband stellte fest, dass die Abteilungen gezwungen sind, Betriebsdefizite aus ihren eigenen aufgebrauchten Rücklagen zu decken.
Humanitäre Vereinigungen können nicht weiterhin mit eigenen Mitteln die Differenz zwischen den tatsächlichen Kosten der Dienstleistungen und den erhaltenen Beträgen tragen.
Belastungen in Vila Real und Braga
Bezirksverbände im Norden Portugals berichteten von vergleichbaren Liquiditätsschwierigkeiten. Der Feuerwehrverband von Vila Real erklärte am 12. September 2026, dass chronische Unterfinanzierung, fehlende strukturelle Reformen im Sektor und anhaltende Zahlungsverzögerungen seitens öffentlicher Stellen die örtlichen Abteilungen in einen permanenten finanziellen Notstand versetzen. Während die Notfallrettungseinsätze durch lokale Managementbemühungen aufrechterhalten werden, stellte der Verband zunehmende Schwierigkeiten bei der Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen gegenüber Lieferanten und Personal fest. Ohne staatliche Unterstützung könnten Liquiditätsengpässe die Abteilungen zwingen, ausgewählte nicht notfallbezogene Dienste auszusetzen.
In Braga warnte der Bezirksfeuerwehrverband, dass die Treibstoffpreiserhöhungen die steigenden Ausgaben für Fahrzeugwartung, mechanische Reparaturen, Versicherungspolicen und wichtige Einsatzausrüstung noch verstärken. Der Verband betonte, dass das System die steigenden Anforderungen ohne ausreichende finanzielle Unterstützung nicht bewältigen kann.
Mit weniger Ressourcen kann nicht mehr Einsatz gefordert werden.
Energiemarktbelastungen
Die Betriebskrise fällt mit erneuter Volatilität auf den inländischen Kraftstoffmärkten zusammen, beeinflusst durch den Konflikt im Iran und die Spannungen im Nahen Osten, die am 28. Februar 2026 begannen und den Seeverkehr durch die Straße von Hormus blockierten. Vor dem Konflikt wickelte die Wasserstraße 20% des globalen Erdöl- und Erdgashandels ab.
- Konflikt im Nahen Osten beginnt, der die Handelsschifffahrt durch die Straße von Hormus blockiert
- Dekret-Gesetz 80-A/2026 wird veröffentlicht, um außerordentliche Treibstoffhilfe für Feuerwehrvereinigungen zu gewähren
- Feuerwehrverband Setúbal berichtet, dass die Treibstoffsubventionen vom März noch immer nicht eingegangen sind
- Verbände in Vila Real und Braga warnen vor Zahlungsschwierigkeiten bei Lieferanten und steigenden Betriebskosten
Wöchentliche Prognosen des Automóvel Club de Portugal zeigen, dass die inländischen Dieselpreise in der kommenden Woche voraussichtlich um 4 Cent pro Liter steigen, während die Benzinpreise um 6 Cent pro Liter sinken dürften. Da die Einsatzflotten überwiegend auf dieselbetriebene Schwerfahrzeuge und Krankenwagen angewiesen sind, treiben die erwarteten Preisänderungen die Ausgaben der Abteilungen direkt in die Höhe.
- Diesel
- 4 cents/l
- Benzin
- -6 cents/l
Forderungen nach strukturellen Verträgen
Feuerwehrverbände argumentieren, dass vorübergehende Hilfsmaßnahmen nicht ausreichen, um strukturelle Ungleichgewichte zu beseitigen. Die Verbände forderten die Regierung auf, ein Vier-Punkte-Paket zur Stabilisierung der Abteilungsfinanzen zu verabschieden.
Die Organisationen forderten die sofortige Freigabe aller nach dem Dekret-Gesetz 80-A/2026 genehmigten Mittel sowie eine dringende Anhebung der Einsatzgebühr und des Kilometersatzes für Patiententransporte. Sie forderten außerdem aktualisierte Erstattungswerte im Rahmen der Protokolle mit dem Nationalen Institut für medizinische Notfälle (INEM) und den Abschluss eines formellen Programmvertrags zwischen dem Staat und den humanitären Vereinigungen mit regelmäßigen Kostenindexierungsmechanismen.

