
Spanischer Sänger Beret bestreitet sexuelle Übergriffe, während Konzerte im ganzen Land abgesagt werden
Der spanische Sänger wurde am 11. Juni festgenommen, nachdem er sich einem Gentest verweigert hatte, unter Auflagen freigelassen und sieht sich nun einer Reihe von Konzertabsagen gegenüber, während seine internationale Tour auf dem Spiel steht.
Festnahme und Ermittlungen
Francisco Javier Álvarez Beret, der 29-jährige Sänger, der als Beret bekannt ist, wurde am Donnerstag, dem 11. Juni 2026, von der Nationalpolizei in Sevilla festgenommen. Die Festnahme erfolgte im Anschluss an eine Anzeige einer weiblichen Fans, die behauptet, Mitte April bei einem Treffen in einem Hotel in Sevilla sexuell missbraucht worden zu sein. Nach Angaben von mit dem Fall vertrauten Quellen führte Berets Weigerung, sich einem Gentest zu unterziehen, zu seiner Festnahme. Er wurde dem Bereitschaftsrichter am Gericht für Gewalt gegen Frauen in Sevilla vorgeführt, wo er von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machte und unter Auflagen freigelassen wurde.
Gerichtliche Maßnahmen und Bestreitung
Der Richter verhängte Sicherheitsmaßnahmen: Beret ist es untersagt, die Anzeigende zu kontaktieren oder sich ihr auf weniger als 500 Meter zu nähern, und sein Reisepass wurde für drei Monate beschlagnahmt. Sein Management, Urbania Entertainment, gab über seinen Vertreter Andrea Momigliano eine Erklärung ab, in der es heißt, Beret bestreite die Vorwürfe „kategorisch“.
Die Agentur gab bekannt, dass sie ein spezialisiertes Anwaltsteam engagiert habe und kündigte zivil- und strafrechtliche Schritte gegen jeden an, der falsche Anschuldigungen verbreitet.Wir sind von Berets absoluter Unschuld überzeugt und vertrauen darauf, dass die Ermittlungen und das Verfahren die Fakten klären und die Wahrheit wiederherstellen werden.
Konzertabsagen in ganz Spanien
Im Zuge der Festnahme haben mehrere spanische Gemeinden Berets geplante Auftritte gestrichen. Die Stadtverwaltung von Rubí (Barcelona) sagte das für den 26. Juni im Rahmen der örtlichen Festlichkeiten geplante Konzert ab, während Armilla (Granada) die Show am 25. September bei den San-Miguel-Feierlichkeiten mit Verweis auf eine „Null-Toleranz“-Politik gegenüber Gewalt gegen Frauen strich. Elche (Alicante) setzte den Auftritt am 10. August aus, und Monforte de Lemos (Lugo) sagte den Headliner-Auftritt am 15. August ab. Andere Festivalauftritte – in Tavernes de la Valldigna, Bilbao, Pontevedra, San Juan de la Arena und Marbella – bleiben ungewiss.
- Angeblicher sexueller Übergriff in einem Hotel in Sevilla
- Beret von der Nationalpolizei in Sevilla festgenommen
- Urbania Entertainment gibt Dementi heraus; mehrere Konzertabsagen angekündigt
- Geplantes Konzert in Rubí abgesagt
- Geplantes Konzert in Elche abgesagt
- Geplantes Konzert in Monforte de Lemos abgesagt
- Geplantes Konzert in Armilla abgesagt
- Internationale Tournee soll in London beginnen, abhängig von der Rückgabe des Reisepasses
Der eigene Skandal des Bürgermeisters von Monforte
Die Absage in Monforte hat eine ironische Note: Der Bürgermeister der Stadt, José Tomé, steht selbst im Verdacht der sexuellen Belästigung. Mindestens sechs Frauen haben über den internen Kanal der PSOE Beschwerden eingereicht, und die Staatsanwaltschaft der Provinz Lugo hat eine Klage gegen ihn wegen eines Verhaltens im September 2025 eingereicht, das den Straftatbestand der sexuellen Belästigung oder des Amtsmissbrauchs erfüllen könnte. Tomé handelte dennoch schnell und setzte Berets Auftritt ab, indem er den Veranstalter aufforderte, umgehend einen Ersatzkünstler zu suchen.
Internationale Tour in Gefahr
Berets internationale Tournee „Lo bello y lo roto“ soll am 16. November in London beginnen, was jedoch davon abhängt, dass der Sänger seinen Reisepass zurückerhält. Die dreimonatige Beschlagnahmefrist endet im September, sodass nur ein knappes Zeitfenster für die Vorbereitung bleibt. Er hatte kürzlich bei einer Papstveranstaltung in Barcelona gespielt, was sein hohes Profil vor der gerichtlichen Untersuchung unterstreicht.


