
Portugiesische Polizei verhaftet Hausmeister wegen Doppelmordes an französischem Osteopathen und seiner Frau in Lagos
Die portugiesischen Behörden nahmen am Samstag einen 45-jährigen Hausmeister fest, der im Verdacht steht, den französischen Osteopathen Jean Marie Grenier und seine Frau in ihrem Haus in Lagos ermordet zu haben.
Entdeckung in Vale de Coitos
Beamte der portugiesischen Nationalen Republikanischen Garde (GNR) und der Justizpolizei (PJ) leiteten am Freitag, den 11. September 2026, eine Untersuchung wegen Doppelmordes in der Algarve ein. Bei den Opfern handelt es sich um den 79-jährigen französischen Osteopathen Jean Marie Grenier und seine 62-jährige Frau, eine osteuropäische Staatsangehörige. Beide lebten seit mehreren Jahren als Gesundheitsunternehmer in Portugal und betrieben eine osteopathische Praxis direkt auf ihrem Wohnanwesen in Vale de Coitos, in der Gemeinde Odiaxere in Lagos. Die Entdeckung erfolgte, nachdem die Schwester der Frau beunruhigt war, weil sie mehrere Stunden lang keinen Kontakt zum Haushalt herstellen konnte. Sie alarmierte Nachbarn und anschließend die GNR, woraufhin Einsatzkräfte das Gelände inspizierten und das Paar am Freitagnachmittag tot in einem Wasserspeicher auffanden.
Gewalttätiger Angriff und versuchte Beseitigung
Ermittler der Justizpolizei erklärten, dass sich die tödliche Begegnung im Haupthaus unter Bedingungen schwerer körperlicher Gewalt abspielte. Forensische Untersuchungen ergaben, dass beide Personen katastrophale stumpfe Gewalteinwirkungen auf Kopf und Körper erlitten, die zu ihrem Tod führten. Nach der Tötung des Paares zog der Täter die Leichen über das Grundstück und deponierte sie in einer großen Wasserzisterne auf dem Gelände. Die Ermittler enthüllten, dass der Mörder auch chemische Substanzen in den Tank einbrachte, um die Verwesung zu beschleunigen und die forensische Identifizierung zu erschweren. Die Bergung der Leichen aus dem engen Reservoir erforderte eine umfangreiche und technisch schwierige Operation in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr von Lagos.
Flughafenfahrt und Notruf
Der Verdächtige, ein 45-jähriger brasilianischer Staatsangehöriger, hatte etwa sieben Jahre lang auf dem Anwesen als Hausmeister des Paares gearbeitet und gelebt. Die Opfer hatten ihn ursprünglich nach einem früheren gewaltsamen Raubüberfall auf ihr Haus für Sicherheit und Instandhaltung eingestellt. Nach den Morden am Freitag kontaktierte der Hausmeister einen Bekannten, um einen Straßentransport zum Flughafen Faro zu organisieren, wo er angeblich einen Abflugflug besteigen wollte, um Portugal zu verlassen. Während der Fahrt nach Faro gestand der Verdächtige seinem Begleiter jedoch, dass er seine Arbeitgeber getötet hatte. Der Freund informierte sofort die Strafverfolgungsbehörden und lieferte Informationen, die es der Polizei ermöglichten, das Fahrzeug aufzuspüren und abzufangen.
- Opfer werden in der Zisterne des Anwesens entdeckt, nachdem die Familie Alarm geschlagen hat
- Verdächtiger gesteht einem Freund die Tötungen während der Fahrt zum Flughafen
- Polizei nimmt Verdächtigen fest, der Bargeld und Wertgegenstände der Opfer bei sich trägt
Festnahme und anstehende Gerichtsverhandlungen
Beamte der Kriminalpolizei Portimao der PJ, die zusammen mit der GNR Lagos operierten, nahmen den 45-Jährigen in den frühen Morgenstunden des Samstags, 12. September 2026, fest. Zum Zeitpunkt seiner Festnahme in der Nähe des Tatorts hatte der Verdächtige eine beträchtliche Menge Bargeld und mehrere hochwertige Gegenstände bei sich, die vermutlich von den Opfern stammen. Nachbarn gaben an, dass der Hausmeister zwar im Allgemeinen ein freundschaftliches Verhältnis zu dem Paar pflegte, aber häufig Alkohol konsumierte und sich regelmäßig über persönliche finanzielle Schwierigkeiten beklagte. Die Polizei bestätigte, dass der Verdächtige in Portugal keine Vorstrafen hatte. Er bleibt in Untersuchungshaft und sieht sich formellen Anklagen wegen zweifachen Mordes mit erschwerenden Umständen und einmaliger Leichenschändung gegenüber, bevor er vor Gericht erscheint.

