Feijóo beschuldigt Regierung der 'Wahlmanipulation' durch Staatsangehörigkeitsgesetz, während Vox Ende der Briefwahl aus dem Ausland fordert
PP-Chef Alberto Núñez Feijóo sagt, die Regierung nutze die 'Ley de Nietos', um Wähler zu fabrizieren, während Vox den Prozess als 'Zeitlupenputsch' bezeichnet und fordert, dass Spanier im Ausland nur persönlich in den Konsulaten wählen.
Feijóos Kritik und frühere Unterstützung
Alberto Núñez Feijóo hat seine Angriffe auf die 'Ley de Nietos' der Regierung, Teil des Demokratischen Erinnerungsgesetzes von 2022, verschärft und ihr vorgeworfen, eine 'Wahlmanipulation' zu sein, die darauf abzielt, die Wählerlisten aufzublähen. Er behauptete, die Maßnahme solle 2,5 Millionen neue Wähler hinzufügen, obwohl offizielle Zahlen bisher nur etwa 300.000 Registrierungen zeigen. Feijóo warnte auch, dass eine separate Massenregularisierung von Migranten gegen EU-Recht verstoßen könnte, und verwies auf eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs, die die Angelegenheit an den Gerichtshof der Europäischen Union verweisen könnte.
Dahinter steckt ein offensichtliches Interesse daran, neue Wähler zu gewinnen. Da die Rechnungen mit den derzeitigen Wählern nicht aufgehen, wollen wir mal sehen, ob sie durch die Herstellung von Wählern aufgehen.
Allerdings setzte sich Feijóo im November 2022 selbst für ein spezifisches 'Ley de Nietos' außerhalb des ideologischen Rahmens des Erinnerungsgesetzes ein, bezeichnete die Rückgewinnung der Staatsangehörigkeit als 'Bürgerrecht' und kritisierte ihre Aufnahme in einen von EH Bildu unterzeichneten Text.
Das Engagement, das wir haben, ist sehr klar: ein spezifisches Gesetz zu erlassen, um die Staatsangehörigkeit von Nachkommen von Spaniern wiederherzustellen. Wir halten es für einen schweren Fehler, in ein ideologisches Gesetz, das von Bildu unterzeichnet wurde, ein Bürgerrecht wie die Wiederherstellung der Staatsangehörigkeit aufgenommen zu haben.
Linke Parteien schlagen zurück
Linke Formationen haben scharf reagiert. Enrique Santiago von Izquierda Unida beschuldigte die PP, 'das demokratische System in Frage zu stellen' und 'Angst davor zu haben, dass das spanische Volk ihnen keine Mehrheit geben wird'. Er wies die Bedenken des Obersten Gerichtshofs zurück und argumentierte, dass Brüssel bereits rechtliche Schritte eingeleitet hätte, wenn die Regularisierung gegen EU-Recht verstoßen würde. David Cid von den Comuns bezeichnete Feijóos Haltung als 'Wahl-Flach-Erdismus' und beschuldigte die PP, Fake News zu verbreiten.
Es ist wahnsinnig, unglaublich. Es ist Teil dieser völlig durchgeknallten Strategie der PP, den Leuten weiszumachen, dass in Spanien jede Art von Wahlbetrug passieren kann.
Vox fordert Aussetzung der Briefwahl im Ausland
Vox ging noch weiter und forderte die Zentrale Wahlbehörde auf, die Briefwahl für im CERA (Zensus der abwesenden Einwohner) eingetragene Spanier auszusetzen und die persönliche Stimmabgabe in den Konsulaten zu verlangen. Der Sekretär der Fraktion, José María Figaredo, bezeichnete den Staatsangehörigkeitsprozess als 'Zeitlupenputsch' und behauptete, die Regierung versuche, 10 bis 15 zusätzliche Sitze zu gewinnen. Er betonte, dass die CERA-Registrierungen zwischen 2020 und 2023 um 7,2 % zunahmen, in den folgenden drei Jahren jedoch um 17,9 %.
Es gibt enorme Zweifel daran, wie das Verfahren durchgeführt wird. Wenn sie das durchsetzen, könnten sie die Zahl der Stimmen verdoppeln.
Zahlen und rechtlicher Kontext
Der CERA umfasst derzeit 2,7 Millionen Menschen, mit Anträgen von weiteren 2,5 Millionen, so Vox. Die Partei argumentiert, dass die Briefwahl aus dem Ausland nicht die Identitätsprüfungen erfordere, die für die inländische Briefwahl notwendig seien. In der Zwischenzeit räumte die Anordnung des Obersten Gerichtshofs vom 24. Juni ein, dass das Massenregularisierungsmodell mit dem 2024 verabschiedeten EU-Migrations- und Asylpakt kollidieren könnte. Die Regierung und ihre Verbündeten betonen, dass das Verfahren vollkommen legal sei und keine EU-Institution es angefochten habe.
- 2020-2023
- 7.2 %
- 2023-2026
- 17.9 %


