Makroökonomie · Washington, D.C.

US-Notenbank Fed belässt Leitzins bei 3,5–3,75 % – drei Direktoren stimmen für eine Erhöhung

Die US-Notenbank Federal Reserve ließ ihren Leitzins am Mittwoch unverändert bei 3,5–3,75 %. Damit verlängert sie die seit Januar andauernde Pause. Neun der zwölf FOMC-Mitglieder stimmten für den Beschluss, drei votierten für eine Erhöhung um einen Viertelprozentpunkt – ein Bruch mit der Einstimmigkeit vom Juni.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von La Razón, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, europa press und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Washington, D.C. · Vereinigte Staaten
Wie es dazu kam
  1. Juni 2026Einstimmiger Beschluss, den Zins zu halten; Inflation geht auf 3,5 % im Jahresvergleich zurück
  2. 29. Juli 2026Zins erneut gehalten, aber drei FOMC-Mitglieder stimmen dagegen und befürworten eine Erhöhung um einen Viertelprozentpunkt
  3. 16. September 2026Nächste FOMC-Sitzung; die Wall Street sieht eine mögliche Zinserhöhung

Der Beschluss

Die Federal Reserve beließ ihren Leitzins am Mittwoch unverändert in der Spanne von 3,5 % bis 3,75 % – das fünfte Treffen in Folge ohne Änderung. Die Abstimmung fiel mit 9:3 zugunsten der Pause aus, eine Abkehr vom einstimmigen Beschluss im Juni. Drei Mitglieder des Offenmarktausschusses (FOMC) sprachen sich für eine Anhebung um einen Viertelprozentpunkt aus – ein Zeichen wachsender Unruhe angesichts der Inflation, die weiterhin über dem Zwei-Prozent-Ziel des Ausschusses liegt.

Der Schritt hält den Zins auf dem Niveau, das seit Jahresbeginn gilt, nachdem drei Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte im Jahr 2025 ihn von dem Höchststand von 5,25–5,50 % aus dem Straffungszyklus 2022–2023 nach unten geführt hatten.

„Die Inflation bleibt im Vergleich zum Zwei-Prozent-Ziel des Ausschusses erhöht, was zum Teil auf Angebotsschocks zurückzuführen ist, die in bestimmten Sektoren, darunter Energie, zu Preissteigerungen geführt haben.“

Offenmarktausschuss der US-Notenbank

Der Dissens und seine Bedeutung

Die drei Gegenstimmen sind der erste offene Bruch im FOMC seit der Übernahme des Fed-Vorsitzes durch Kevin Warsh im Mai, der auf Jerome Powell folgte. Warsh, von Präsident Donald Trump nominiert, verfolgt einen härteren Kurs gegenüber der Inflation als sein Vorgänger, lehnt jedoch explizite Vorwärtsorientierung ab. Seine zweite Sitzung als Vorsitzender war nach Einschätzung von Analysten von größerer Undurchsichtigkeit geprägt; die Praxis, künftige Zinsschritte anzudeuten, wurde beendet.

Im Juni ging die Inflation auf 3,5 % im Jahresvergleich zurück, nach 4,2 % im Mai und unter der Prognose von 3,7 %. Die Arbeitslosenquote sank leicht auf 4,2 %, während die Beschäftigungsdynamik nachließ. Der Ausschuss stellte fest, dass sich die Wirtschaftstätigkeit weiterhin solide ausweite, mit starkem Produktivitätswachstum und Investitionen, trotz dessen, was er als erhöhte Unsicherheit bezeichnete, die teilweise auf den Nahostkonflikt zurückgeht.

Druck aus dem Weißen Haus

Trump erneuerte am Montag seine Forderung nach Zinssenkungen und argumentierte, andere Länder hätten niedrigere Zinssätze und die Vereinigten Staaten sollten zu den Volkswirtschaften mit den niedrigsten Zinsen der Welt gehören. Der Präsident hatte Powell wiederholt kritisiert, bevor er Warshs Nominierung für den Vorsitz der Zentralbank unterstützte.

Der Beschluss, die Zinsen unverändert zu lassen, bringt Warsh in eine schwierige Lage. Eine Senkung würde riskieren, ihn als jemanden darzustellen, der dem Druck des Weißen Hauses nachgibt, und könnte die Inflation neu anfachen. Eine Erhöhung würde Trump direkt herausfordern, birgt aber eigene Risiken: Der inflationäre Impuls wird mehr durch den Energieangebotsschock infolge der Blockade der Straße von Hormus getrieben als durch eine überhitzte Binnennachfrage.

Energie und Geopolitik

Der Konflikt mit dem Iran, der im Februar als gemeinsame US-israelische Militäroperation begann, hat die Kalkulation der Fed erschwert. Teherans erneute Schließung der Straße von Hormus und Blockaden der Huthi-Milizen auf saudiarabisches Rohöl trieben den Preis für Rohöl der Sorte Brent am Mittwoch um 6,6 % auf rund 90 Dollar pro Barrel – etwa 20 % über dem Niveau vom Februar. Störungen der Lieferketten haben auf Benzin, Transport und andere Güter durchgeschlagen.

Eine fünftägige Feuerpause endete am Dienstag mit einer erneuten Eskalation, Stunden bevor der FOMC zusammentrat. Der KI-getriebene Investitionsboom hat eine zusätzliche Preisdruck-Schicht hinzugefügt und hält die Inflation seit mehr als fünf Jahren über dem Zwei-Prozent-Ziel.

Was als Nächstes kommt

An der Wall Street mehren sich die Stimmen, die erwarten, dass die Fed noch vor Jahresende zu einer Zinserhöhung gezwungen sein wird, möglicherweise auf ihrer Sitzung am 16. September. Warsh hat kein öffentliches Signal zum Zeitpunkt gegeben. Sein Vorgänger Powell bleibt im Gouverneursrat. Ein weiterer Gouverneur, Christopher Waller, hat die Tür für weitere Erhöhungen in diesem Monat geöffnet und auf einen wahrscheinlichen Anstieg der Inflation verwiesen.

Die Pause hält die Fed auf einem schmalen Pfad zwischen zwei Gefahren: einer Inflationsrate, die über dem Zielwert verharrt, und einem Präsidenten, der billigeres Geld fordert. Drei Gegenstimmen deuten darauf hin, dass dieser Pfad enger wird.

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