Makroökonomie · Washington, D.C.
US-Notenbank Fed belässt Leitzins bei 3,5–3,75 % – drei Direktoren stimmen für eine Erhöhung
Die US-Notenbank Federal Reserve ließ ihren Leitzins am Mittwoch unverändert bei 3,5–3,75 %. Damit verlängert sie die seit Januar andauernde Pause. Neun der zwölf FOMC-Mitglieder stimmten für den Beschluss, drei votierten für eine Erhöhung um einen Viertelprozentpunkt – ein Bruch mit der Einstimmigkeit vom Juni.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von La Razón, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, europa press und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Federal Reserve beließ ihren Leitzins zum fünften Mal in Folge unverändert und verlängerte damit die im Januar 2026 begonnene Pause nach drei Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte im Jahr 2025.
Drei der zwölf FOMC-Mitglieder stimmten für eine Erhöhung um einen Viertelprozentpunkt, brachen damit die Einstimmigkeit vom Juni und signalisierten internen Druck für eine weitere Straffung.
Die Inflation ging im Juni auf 3,5 % zurück (nach 4,2 % im Mai), doch der FOMC warnte, dass Energieangebotsschocks infolge des Iran-Konflikts in einigen Sektoren weiterhin zu Preissteigerungen führten.
Präsident Trump erneuerte am Montag seine Forderung nach niedrigeren Zinsen, während der Brent-Ölpreis am Mittwoch im Zuge einer neuen Eskalation des Iran-Kriegs um 6,6 % auf rund 90 Dollar pro Barrel stieg.
- Juni 2026Einstimmiger Beschluss, den Zins zu halten; Inflation geht auf 3,5 % im Jahresvergleich zurück
- 29. Juli 2026Zins erneut gehalten, aber drei FOMC-Mitglieder stimmen dagegen und befürworten eine Erhöhung um einen Viertelprozentpunkt
- 16. September 2026Nächste FOMC-Sitzung; die Wall Street sieht eine mögliche Zinserhöhung
Der Beschluss
Die Federal Reserve beließ ihren Leitzins am Mittwoch unverändert in der Spanne von 3,5 % bis 3,75 % – das fünfte Treffen in Folge ohne Änderung. Die Abstimmung fiel mit 9:3 zugunsten der Pause aus, eine Abkehr vom einstimmigen Beschluss im Juni. Drei Mitglieder des Offenmarktausschusses (FOMC) sprachen sich für eine Anhebung um einen Viertelprozentpunkt aus – ein Zeichen wachsender Unruhe angesichts der Inflation, die weiterhin über dem Zwei-Prozent-Ziel des Ausschusses liegt.
Der Schritt hält den Zins auf dem Niveau, das seit Jahresbeginn gilt, nachdem drei Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte im Jahr 2025 ihn von dem Höchststand von 5,25–5,50 % aus dem Straffungszyklus 2022–2023 nach unten geführt hatten.
„Die Inflation bleibt im Vergleich zum Zwei-Prozent-Ziel des Ausschusses erhöht, was zum Teil auf Angebotsschocks zurückzuführen ist, die in bestimmten Sektoren, darunter Energie, zu Preissteigerungen geführt haben.“
Der Dissens und seine Bedeutung
Die drei Gegenstimmen sind der erste offene Bruch im FOMC seit der Übernahme des Fed-Vorsitzes durch Kevin Warsh im Mai, der auf Jerome Powell folgte. Warsh, von Präsident Donald Trump nominiert, verfolgt einen härteren Kurs gegenüber der Inflation als sein Vorgänger, lehnt jedoch explizite Vorwärtsorientierung ab. Seine zweite Sitzung als Vorsitzender war nach Einschätzung von Analysten von größerer Undurchsichtigkeit geprägt; die Praxis, künftige Zinsschritte anzudeuten, wurde beendet.
Im Juni ging die Inflation auf 3,5 % im Jahresvergleich zurück, nach 4,2 % im Mai und unter der Prognose von 3,7 %. Die Arbeitslosenquote sank leicht auf 4,2 %, während die Beschäftigungsdynamik nachließ. Der Ausschuss stellte fest, dass sich die Wirtschaftstätigkeit weiterhin solide ausweite, mit starkem Produktivitätswachstum und Investitionen, trotz dessen, was er als erhöhte Unsicherheit bezeichnete, die teilweise auf den Nahostkonflikt zurückgeht.
Druck aus dem Weißen Haus
Trump erneuerte am Montag seine Forderung nach Zinssenkungen und argumentierte, andere Länder hätten niedrigere Zinssätze und die Vereinigten Staaten sollten zu den Volkswirtschaften mit den niedrigsten Zinsen der Welt gehören. Der Präsident hatte Powell wiederholt kritisiert, bevor er Warshs Nominierung für den Vorsitz der Zentralbank unterstützte.
Der Beschluss, die Zinsen unverändert zu lassen, bringt Warsh in eine schwierige Lage. Eine Senkung würde riskieren, ihn als jemanden darzustellen, der dem Druck des Weißen Hauses nachgibt, und könnte die Inflation neu anfachen. Eine Erhöhung würde Trump direkt herausfordern, birgt aber eigene Risiken: Der inflationäre Impuls wird mehr durch den Energieangebotsschock infolge der Blockade der Straße von Hormus getrieben als durch eine überhitzte Binnennachfrage.
Energie und Geopolitik
Der Konflikt mit dem Iran, der im Februar als gemeinsame US-israelische Militäroperation begann, hat die Kalkulation der Fed erschwert. Teherans erneute Schließung der Straße von Hormus und Blockaden der Huthi-Milizen auf saudiarabisches Rohöl trieben den Preis für Rohöl der Sorte Brent am Mittwoch um 6,6 % auf rund 90 Dollar pro Barrel – etwa 20 % über dem Niveau vom Februar. Störungen der Lieferketten haben auf Benzin, Transport und andere Güter durchgeschlagen.
Eine fünftägige Feuerpause endete am Dienstag mit einer erneuten Eskalation, Stunden bevor der FOMC zusammentrat. Der KI-getriebene Investitionsboom hat eine zusätzliche Preisdruck-Schicht hinzugefügt und hält die Inflation seit mehr als fünf Jahren über dem Zwei-Prozent-Ziel.
Was als Nächstes kommt
An der Wall Street mehren sich die Stimmen, die erwarten, dass die Fed noch vor Jahresende zu einer Zinserhöhung gezwungen sein wird, möglicherweise auf ihrer Sitzung am 16. September. Warsh hat kein öffentliches Signal zum Zeitpunkt gegeben. Sein Vorgänger Powell bleibt im Gouverneursrat. Ein weiterer Gouverneur, Christopher Waller, hat die Tür für weitere Erhöhungen in diesem Monat geöffnet und auf einen wahrscheinlichen Anstieg der Inflation verwiesen.
Die Pause hält die Fed auf einem schmalen Pfad zwischen zwei Gefahren: einer Inflationsrate, die über dem Zielwert verharrt, und einem Präsidenten, der billigeres Geld fordert. Drei Gegenstimmen deuten darauf hin, dass dieser Pfad enger wird.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- La RazónLa Fed mantiene sin cambios los tipos de interés entre el 3,5 % y el 3,75 %
- ABC TU DIARIO EN ESPAÑOLEE.UU. mantiene los tipos sin cambios ante el riesgo inflacionista de la guerra con Irán
- europa pressLa Fed mantiene estables los tipos de interés, pero rompe su...
- LaVanguardiaLa Reserva Federal mantiene los tipos de interés pese a las presiones opuestas de Trump y la inflación
- Kevin Warsh
- Vorsitzender der Federal Reserve seit Mai 2026, von Donald Trump nominiert, um Jerome Powell zu ersetzen
- Donald Trump
- Präsident der Vereinigten Staaten, übte wiederholt Druck auf die Fed aus, die Zinsen zu senken
- Jerome Powell
- Ehemaliger Vorsitzender der Federal Reserve, verbleibt nach seinem Rücktritt im Mai 2026 im Gouverneursrat
- Christopher Waller
- Gouverneur der Federal Reserve, der die Tür für weitere Zinserhöhungen in diesem Monat geöffnet hat
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