
Polnische Polizei nimmt bei landesweiter Aktion fast 2.000 Gesuchte fest, darunter 117 Ukrainer
Eine koordinierte zweitägige Aktion der polnischen Polizei und des Grenzschutzes am 8. und 9. Juni 2026 führte zur Festnahme von 1.952 per Haftbefehl gesuchten Personen, darunter 169 ausländische Staatsangehörige, die von den polnischen Behörden gesucht wurden.
Umfang der Operation
Die polnische Polizei, unterstützt vom Grenzschutz, führte am 8. und 9. Juni 2026 eine landesweite Fahndung durch, an der 24.503 Polizeibeamte und rund 650 Grenzschützer beteiligt waren. Die Operation wurde vom Kriminalamt des Polizeipräsidiums koordiniert und umfasste alle polizeilichen Organisationseinheiten, darunter das Zentralamt zur Bekämpfung von Cyberkriminalität und das Zentrale Polizeiliche Ermittlungsbüro. Die Beamten überprüften über 900 Adressen und führten mehr als 1.200 Aufenthaltskontrollen bei Ausländern durch.
Wer festgenommen wurde
Insgesamt wurden 1.952 Personen, die per Haftbefehl und Gerichtsbeschluss gesucht wurden, in Gewahrsam genommen. Darunter befanden sich 169 Ausländer, die von polnischen Staatsanwaltschaften und Gerichten gesucht wurden. Ukrainer bildeten mit 117 Personen die größte Gruppe, gefolgt von 12 Georgiern, sechs Weißrussen, zwei Moldauern, einem Russen und 31 Bürgern anderer Länder. Vier Personen wurden aufgrund Europäischer Haftbefehle und Interpol-Rotnotizen festgenommen.
Bei dieser Operation geht es nicht nur um Festnahmen – es ist auch ein Schlag gegen jeden Aspekt krimineller Aktivitäten. Oft beenden gesuchte Personen ihre illegalen Aktivitäten nicht und führen unter anderem weiterhin illegale Substanzen in den Verkehr ein, um davon zu profitieren.
Schwere Straftaten und bemerkenswerte Festnahmen
Die Festgenommenen wurden wegen schwerer Straftaten gesucht, darunter Vergewaltigung, Drogendelikte, Beteiligung an organisierten kriminellen Gruppen und Handel mit erheblichen Mengen an Betäubungsmitteln und psychotropen Substanzen. Ein ukrainischer Staatsangehöriger, der zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt worden war, wurde mit erheblichen Mengen Marihuana, Methamphetamin, Amphetamin, Kokain und MDMA-Tabletten sowie einer Machete, einem Schlagstock, Messern und 12.000 Złoty in bar aufgefunden. Ein polnischer Staatsbürger, der von einem Gericht in Bayonne, Frankreich, wegen des Schmuggels von 133 kg Marihuana über die französisch-spanische Grenze gesucht wurde, wurde ebenfalls festgenommen. Ein weiterer Ukrainer wurde aufgrund eines von Deutschland ausgestellten Europäischen Haftbefehls festgenommen, weil er an einer kriminellen Gruppe beteiligt war, die illegale Grenzübertritte für Drittstaatsangehörige organisierte.
Einwanderungsdurchsetzung
Ein paralleles Ziel war die Überprüfung der Rechtmäßigkeit des Aufenthalts von Ausländern in Polen. Die Grenzschutzbeamten führten über 1.200 Kontrollen durch und identifizierten mehr als 520 Ukrainer, fast 170 Kolumbianer und über 80 Georgier. Infolgedessen wurden knapp 140 Personen wegen Verstößen gegen das Einwanderungsrecht festgenommen. Die Polizei überwies 142 Ausländer an den Grenzschutz zur Entscheidung über ihre Rückkehr in ihre Herkunftsländer. Es wurden fast 90 förmliche Rückkehrverfahren eingeleitet, davon über 70 aufgrund illegalen Aufenthalts und 15 aufgrund einer Gefahr für die Staatssicherheit.
Kontext und Präzedenzfall
Dies war die fünfte Ausgabe der landesweiten polizeilichen Suchaktion. Die vorherige Razzia fand am 2. und 3. März 2026 statt, bei der 1.944 gesuchte Personen festgenommen wurden, darunter 147 Ausländer.
Fast 2.000 per Haftbefehl und Gerichtsbeschluss gesuchte Personen sowie 140 illegal in Polen aufhältige Ausländer wurden von Polizeibeamten in Zusammenarbeit mit dem Grenzschutz festgenommen. Dies ist eine weitere derartige Aktion der Dienste in diesem Jahr.
- Ukraine
- 117 Personen
- Georgien
- 12 Personen
- Weißrussland
- 6 Personen
- Moldau
- 2 Personen
- Russland
- 1 Personen
- Andere
- 31 Personen
- Vorherige Aktion: 1.944 gesuchte Personen festgenommen, darunter 147 Ausländer.
- Erster Tag der Aktion beginnt in ganz Polen unter Beteiligung von 24.503 Polizeibeamten und 650 Grenzschützern.
- Aktion endet. Über 1.200 Aufenthaltskontrollen durchgeführt; 1.952 Festnahmen bestätigt.
- Ergebnisse von Innenminister Marcin Kierwiński und dem Polizeipräsidium bekannt gegeben.

