
Drei Familienmitglieder sterben nach Klippenkonfrontation wegen iPhone-Schulden in Maharashtra
Drei Familienmitglieder starben am Khavda-Hügel in Maharashtra, nachdem ein 18-Jähriger nach einem Streit über iPhone-Ratenzahlungen eine 120 Meter hohe Klippe bestiegen hatte, was zu einem gescheiterten Rettungsversuch führte.
Streit und Ankunft am Khavda-Hügel
Am Freitag, dem 21. August 2026, reiste ein 18-jähriger Jugendlicher namens Kunal zum Khavda-Hügel im Bezirk Chhatrapati Sambhajinagar in Maharashtra, Indien. Die Reise erfolgte unmittelbar nach einem familiären Streit zu Hause über die Finanzierung eines Mobiltelefons. Kunal hatte ein Apple iPhone 15 auf monatliche Ratenkredit gekauft, konnte die geforderten Zahlungen aber nicht leisten, was zu einem Streit mit seinem Vater führte. Laut Polizeiangaben betrafen die Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden auch ausgetauschte Nachrichten über das Gerät. Polizeiaufzeichnungen deuten darauf hin, dass die Unfähigkeit, die monatlichen Raten zu decken, vor dem letzten Streit zu wachsenden Spannungen im Haushalt geführt hatte. Nach der Konfrontation verließ der Teenager das Familienhaus und erreichte das erhöhte Gelände des Khavda-Hügels gegen 10:00 Uhr.
Konfrontation und gescheiterte Verhandlungen
Auf dem Gipfel des Khavda-Hügels bezog Kunal eine Position auf dem schmalen Rand einer Felswand, die zwischen 120 und 150 Meter in eine Schlucht abfällt. Fast drei Stunden lang blieb der Teenager in der Nähe des Abgrunds, während Familienmitglieder, Anwohner, Touristen und Polizisten versuchten, ihn von der Gefahr wegzubewegen. Zeugen bemerkten, dass Kunal sich weigerte, Ratschläge anzunehmen, und ständig seine Haltung veränderte, während er mit seiner Mutter sprach. Seine Mutter Sangeeta flehte ihn wiederholt an, in Sicherheit zurückzukehren, während Umstehende versuchten einzugreifen. Mehrere Leute in der versammelten Menge boten an, Geld zu spenden, um ihm ein iPhone 15 Pro-Modell zu besorgen, wenn er zustimme, sich zurückzuziehen. Videoaufnahmen von Schaulustigen dokumentierten den Teenager auf dem felsigen Vorsprung, während Unterhändler beharrlich appellierten.
Rettungsversuch und drei Todesfälle
Die Konfrontation erreichte gegen 13:00 Uhr nach dreistündigen Gesprächen ein tödliches Ende. Kunals Vater, Murlidhar Chandgude, trat vor und ergriff den Arm seines Sohnes, um ihn von der Klippenkante zurückzuziehen. Während des körperlichen Rettungsversuchs verloren sowohl Vater als auch Sohn das Gleichgewicht und stürzten die 120 bis 150 Meter tiefe Schlucht hinunter. Sangeeta beobachtete den Sturz ihres Mannes und ihres Sohnes und sprang anschließend von derselben Klippenkante. Schaulustige, die sich am Rand versammelt hatten, verfolgten die gesamte Ereigniskette, während Rettungskräfte das Gebiet unterhalb der Klippe sicherten. Polizisten und Rettungskräfte am Ort bestätigten, dass alle drei Familienmitglieder beim Aufprall starben.
- Kunal erreicht den Rand der 120 bis 150 Meter hohen Klippe, nachdem ein Streit über Handy-Zahlungen ausgebrochen war
- Familienmitglieder, Polizisten und Schaulustige versuchen fast drei Stunden lang zu verhandeln
- Murlidhar Chandgude versucht, seinen Sohn in Sicherheit zu ziehen, bevor beide stürzen, gefolgt von Sangeeta
Früherer Smartphone-Vorfall in Neu-Delhi
Der Vorfall in Maharashtra folgt auf eine ähnliche Tragödie, die sich Anfang 2026 in Indien ereignete. In jenem Fall starben drei Schwestern im Alter von 12, 14 und 16 Jahren, nachdem sie von einer oberen Etage eines Wohnhauses in einem Vorort von Neu-Delhi gesprungen waren. Ihr Vater hatte ihnen die Nutzung von Mobiltelefonen verboten, nachdem die drei Mädchen eine Abhängigkeit von Online-Videospielen entwickelt hatten und sich weigerten, zur Schule zu gehen. Die Todesfälle lösten in indischen Medien und Gemeindeforen umfangreiche Diskussionen über Jugendsucht nach Geräten und häusliche Streitigkeiten um Mobiltelefone aus.


