
Fahrer stirbt nach Zusammenstoß eines Intercidades-Zugs mit Auto an Bahnübergang in Vila Nova da Barquinha
Der Zusammenstoß am Bahnübergang Praia do Ribatejo am Donnerstagabend brachte auch den Zugverkehr auf der Beira-Baixa-Strecke zum Erliegen; eine Prognose zur Wiederaufnahme gab es nicht. Alle 117 Fahrgäste an Bord blieben unverletzt und setzten ihre Reise mit Bussen fort.
Der Zusammenstoß
Am Donnerstagabend, dem 8. Oktober, erfasste ein Intercidades-Zug ein Auto an einem Bahnübergang in Praia do Ribatejo in der Gemeinde Vila Nova da Barquinha, Distrikt Santarém. Der Alarm erreichte die Behörden um 20:49 Uhr, wie SIC Notícias, Notícias ao Minuto und Observador berichten. SAPO meldet, dass das Auto vom Zug Dutzende Meter mitgeschleift wurde und der Fahrer darin eingeklemmt blieb. Observador berichtet unter Berufung auf die Freiwillige Feuerwehr von Vila Nova da Barquinha, das Fahrzeug sei auf dem Brückendeck zwischen Praia do Ribatejo und Santa Margarida unter dem Zug zum Liegen gekommen. Eine Quelle beim Unterregionalkommando Médio Tejo, die Observador zitiert, erklärte, der Bahnübergang sei beschildert gewesen. Die Angaben zur Fahrtrichtung gehen auseinander: Observador und JN beschreiben die Strecke Entroncamento–Abrantes, SIC Notícias dagegen Entroncamento–Santarém.
Rettung und Tod des Fahrers
Feuerwehrkräfte, medizinische Teams des INEM, Sicherheitskräfte und Bahntechniker waren am Unfallort im Einsatz. Die Rettung verzögerte sich, weil das Auto unter dem Zug lag; laut Observador war ein zweiter Zug nötig, um die Lokomotive vom Fahrzeug zu ziehen, bevor das Opfer erreicht werden konnte. Die Feuerwehr wartete auf Bahnteams, um die Oberleitung abzuschalten. Erste Berichte von RTP und Observador besagten, der Zustand des Fahrers könne noch nicht bestätigt werden. Jorge Gama, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr von Vila Nova da Barquinha, sagte später gegenüber SIC Notícias, der Mann sei noch am Unfallort gestorben.
Wir haben also leider ein Todesopfer.
Gama sagte, ein Arzt und eine Krankenschwester der Notfalleinheit VMER Médio Tejo hätten den Tod vor Ort festgestellt. Elísio Pereira, Einsatzleiter im nationalen Kommando der Autoridade Nacional de Emergência e Proteção Civil (ANEPC), hatte das Opfer als Fahrer des leichten Personenkraftwagens beschrieben, der an dem Bahnübergang in der Gemeinde Praia do Ribatejo die Gleise überquerte. JN berichtete unter Berufung auf SIC Notícias, der Mann sei gestorben.
Es ist noch nicht möglich, seinen Zustand zu bestätigen.
Fahrgäste und Zugverkehr
Pereira sagte, allen 117 Fahrgästen im Zug gehe es gut; sie seien auf Busse verteilt worden, um ihre Reise fortzusetzen. Die Live-Berichterstattung von Observador beschrieb mehr als 100 Fahrgäste, keiner verletzt, die mit dem Bus weiterfuhren. Der Zugverkehr auf der Beira-Baixa-Strecke wurde in beide Richtungen eingestellt; Observador und JN nannten keine Schätzung für eine Wiederaufnahme. Die Angaben zum Einsatzkräfteaufgebot unterscheiden sich: Observador und JN nennen zum Zeitpunkt des Alarms 23 Einsatzkräfte und zehn Fahrzeuge vor Ort, SIC Notícias verzeichnete um 23:15 Uhr 30 Einsatzkräfte und zehn Fahrzeuge, und RTP meldete 30 Einsatzkräfte und 13 Fahrzeuge. Die zeitlich erfassten Ereignisse aus den Berichten sind unten dargestellt.
- Alarmierung der Behörden, laut SIC Notícias und Observador
- 30 Einsatzkräfte und 10 Fahrzeuge vor Ort, laut SIC Notícias
Wie es weitergeht
Die Umstände, die zu dem Zusammenstoß führten, werden nun von den zuständigen Behörden untersucht, wie SAPO berichtet. Die Beira-Baixa-Strecke blieb gesperrt, während Einsatzkräfte das Fahrzeug entfernten und die Sicherheit der Infrastruktur prüften; ein Termin für die Wiedereröffnung war in den Berichten nicht genannt worden.
