
Loek Hartog rettet Konkurrenten Ollie Millroy aus brennendem Ferrari während China-GT-Rennen in Shanghai
Der niederländische Fahrer Loek Hartog stoppte sein Auto und löschte die Flammen, um den britischen Rennfahrer Ollie Millroy nach einer Massenkarambolage auf dem Shanghai International Circuit aus einem brennenden Ferrari zu ziehen.
Unfall und Rettung auf der Strecke
Der britische Rennfahrer Ollie Millroy überlebte eine Massenkarambolage während der vierten Runde der China GT Championship auf dem Shanghai International Circuit, nachdem der niederländische Konkurrent Loek Hartog ihn aus seinem brennenden Cockpit gezogen hatte. Der Unfall ereignete sich während des ersten Rennens der GT3-Kategorie am Samstag, den 5. September 2026, auf der Strecke, die den chinesischen Formel-1-Grand-Prix beherbergt. Millroy (36) steuerte den Ferrari mit der Startnummer 91 für AAI Motorsport, als zwei andere Autos nacheinander seitlich in sein Fahrzeug prallten. Das Auto fing sofort Feuer und der Brite saß in der Flammenhülle fest. Hartog (23) gab sein eigenes Auto sofort auf der Strecke auf, rannte zum brennenden Ferrari und setzte einen Feuerlöscher gegen die Flammen ein. Dann öffnete Hartog gewaltsam die beschädigte Tür und zog Millroy aus dem Wrack in Sicherheit.
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Verletzungen und Krankenhausaufenthalt
Millroy wurde nach seiner Bergung aus dem Auto zur notfallmäßigen Untersuchung und Behandlung in ein örtliches Krankenhaus gebracht. Der Fahrer erlitt bei dem Aufprall fünf gebrochene Rippen, ein Schlüsselbeinbruch, eine gebrochene Hand, einen gebrochenen Finger und eine Lungenprellung. Von seinem Krankenhausbett aus schrieb Millroy auf Instagram, dass er sich an die Bergung selbst nicht erinnern könne, aber Hartog gegenüber lebenslange Dankbarkeit empfinde. Millroy fügte hinzu, dass er die Schilderung der Rettung in Zukunft mit seinen drei Kindern teilen wolle.
Loek Hartog hielt sofort an, ohne dass Flaggenmarshalls oder Feuerwehrleute in Sicht waren, und riskierte sein eigenes Leben, um mich aus dem Auto zu holen.
Hartog besuchte Millroy nach dem Vorfall im Krankenhaus und veröffentlichte eine Stellungnahme, in der er über den Vorfall nachdachte. Der niederländische Rennfahrer beschrieb die Rettung als beängstigend und merkte an, dass er während des Vorgangs nicht sicher war, ob es ihm gelingen würde, Millroy zu befreien.
Es war furchteinflößend und es gab Momente, in denen ich nicht wusste, ob ich Ollie jemals rausbekommen würde.
Teamrückzug und Sicherheitskritik
Der Vorfall führte zu unmittelbaren Konsequenzen hinsichtlich des Streckensicherheitsmanagements auf dem Shanghai International Circuit. Millroys Team, AAI Motorsport, gab eine Erklärung ab, in der es ankündigte, nicht mehr an Veranstaltungen der China GT Championship teilzunehmen. Der Rennstall kritisierte das Fehlen sofortiger Notfallhilfe und erklärte, dass der Ferrari mehr als eine Minute lang brannte, während keine rechtzeitigen oder wirksamen Löscharbeiten auf der Strecke zu sehen waren. AAI Motorsport warf den Organisatoren Fahrlässigkeit vor, nachdem ein konkurrierender Fahrer die Rettung ohne professionelle Streckenunterstützung durchführen musste.
Reaktion der Organisatoren und Überprüfung
Als Reaktion auf die Sicherheitskritik und den Teamrückzug veröffentlichte das Organisationskomitee der China GT Championship eine formelle Stellungnahme auf Weibo. Die Organisation entschuldigte sich für den Unfall und die Belastung für Fahrer, Teams und Zuschauer. Das Komitee versprach eine gründliche Überprüfung des Unfalls und kündigte eine Untersuchung der Streckensicherheitsverfahren an. Die Organisatoren bestätigten, dass die Untersuchung das Wettbewerbsmanagement, die Streckenunterstützung, die Koordination der Notfallmaßnahmen und die medizinischen Rettungsmaßnahmen umfassen wird, um Verfahrensmängel zu beheben.


