
Kimi Antonelli gewinnt Großen Preis von Italien von Startplatz 19 – siebter Saisonsieg 2026
Mercedes-Pilot Kimi Antonelli kämpfte sich von Startplatz 19 nach vorne und gewann den Großen Preis von Italien in Monza – sein siebter Saisonsieg 2026, womit er seine Tabellenführung auf 66 Punkte ausbaute.
Aufholjagd von Startplatz 19
Mercedes-Pilot Kimi Antonelli gewann am Sonntag den Großen Preis von Italien in Monza, nachdem er wegen einer Motorstrafe von Startplatz 19 ins Rennen gegangen war. Mercedes hatte vor dem Rennen eine frische Antriebseinheit in sein Auto eingebaut, um seinen Titelkampf abzusichern, und zwang den 20-jährigen gebürtigen Bolognaer damit ans Ende des Feldes. Antonelli kämpfte sich schnell durch den Verkehr und schloss innerhalb der ersten 15 Runden zur Spitzengruppe auf. Über 400.000 Zuschauer besuchten das Rennwochenende auf dem Monza-Kurs, der 1922 eröffnet wurde und seit 1950 Formel 1 beherbergt. Seine Mutter Veronica verfolgte die Rundenzeiten aus dem Team-Motorhome, während sein Vater Marco von der Boxenmauer aus zusah.
- Antonelli besucht PizzAut und strebt eine Top-5-Platzierung in Monza an
- Mercedes baut einen neuen Motor ein und setzt Antonelli auf Startplatz 19
- Antonelli hat nach Überholmanövern die Spitzengruppe eingeholt
- Antonelli erholt sich von einem Ausflug ins Kiesbett und überholt George Russell
- Antonelli fährt die schnellste Runde des Grand Prix und sichert sich den Sieg
Entscheidendes Duell mit Russell
Antonelli lieferte sich einen direkten Kampf mit seinem Mercedes-Teamkollegen George Russell, der von der ersten Startreihe aus ins Rennen gegangen war. Nach den letzten Boxenstopps hatte Antonelli einen Schreckmoment, als sein Auto ins Kiesbett rutschte, doch er behielt die Kontrolle, kehrte auf die Strecke zurück und vollendete das Überholmanöver gegen Russell. In der letzten Runde fuhr Antonelli die schnellste Runde des Grand Prix und besiegelte den Sieg. Das Ergebnis baute Antonellis Vorsprung auf Russell in der Fahrerwertung auf 66 Punkte aus.
Mercedes-Teamchef Toto Wolff lobte nach dem Rennen Antonellis Leistung im dichten Verkehr.
Selbst wenn er 200 Grands Prix gewinnt, dieser wird etwas Besonderes bleiben.
Italienische Durststrecke nach 60 Jahren beendet
Der Triumph ist Antonellis siebter Saisonsieg 2026, nach früheren Erfolgen in China und Monaco, und stellt einen Rekord für die meisten Grand-Prix-Siege eines italienischen Fahrers in einer einzigen Formel-1-Saison auf. Antonelli ist außerdem der erste Italiener seit Ludovico Scarfiottis Ferrari-Sieg 1966, der den Großen Preis von Italien in Monza gewinnt. Antonelli beschrieb seine Gedanken nach dem zweiten Restart.
Nach dem zweiten Start, als ich sah, dass ich vorne war, sagte ich mir: Den musst du heute gewinnen.
Vor dem Rennen besuchten der Tennisspieler Jannik Sinner, die Sängerin Laura Pausini und der MotoGP-Fahrer Marco Bezzecchi die Mercedes-Box. Antonelli trug Armbänder, die ihm am Donnerstag bei einem Besuch mit Mitarbeitern von PizzAut geschenkt worden waren. Die italienische Menge und die Podestgäste sangen während der Feierlichkeiten das Lied „Sarà perché ti amo“. Für Montag plante Antonelli einen Kartsport-Tag mit seinem Team, bevor er am Dienstag zu Simulator-Sitzungen für das Rennen in Madrid nach England reist.
Ferrari hadert vor Heimpublikum
Ferrari erlebte einen schwierigen Nachmittag vor den eigenen Fans, verlor auf den Geraden aufgrund von Energiefreisetzungs-Limits gegenüber den Mercedes- und Red-Bull-Ford-Aggregaten an Boden. Charles Leclerc schied frühzeitig nach einer Berührung mit Teamkollege Lewis Hamilton in den ersten beiden Schikanen-Kurven aus. Leclerc suchte das medizinische Zentrum der Rennstrecke wegen eines Augenproblems auf, bevor er entlassen wurde, während Hamilton mehrere Positionskämpfe verlor und weit abgeschlagen von den Podestplätzen ins Ziel kam.
Leclerc äußerte sich nach dem Rennen zur Kollision der beiden Ferrari-Fahrer.
In Kurve eins haben wir vielleicht übertrieben, aber in Kurve zwei habe ich versucht, Platz zu lassen, aber mehr war nicht möglich.
Auch der amtierende Weltmeister Lando Norris und Red-Bull-Fahrer Max Verstappen blieben hinter Antonelli zurück, der 2018 als Grid Boy auf dem Monza-Kurs gedient hatte.


