
Mindestens fünf Tote, 41 Vermisste nach Fährbrand vor Madura
Die Mutiara Sentosa 2 war mit 271 Menschen an Bord von Surabaya nach Makassar unterwegs, als das Schiff am frühen Sonntagmorgen in Flammen aufging und eine dramatische Rettungsaktion auslöste.
Der Brand
Die indonesische Passagierfähre Mutiara Sentosa 2 geriet am Sonntag, den 2. August 2026, zwischen 6 und 7 Uhr Ortszeit in Brand, während sie vor der Küste des Regierungsbezirks Sumenep nahe der Insel Madura unterwegs war. Das Schiff befand sich auf der Reise von Surabaya in Ostjava nach Makassar in Südsulawesi, einer Fahrt, die normalerweise etwa 40 Stunden dauert. Von der Nationalen Such- und Rettungsbehörde (Basarnas) veröffentlichtes Filmmaterial zeigte dicken schwarzen Rauch, der von einer Seite des Schiffes aufstieg, und in sozialen Medien kursierende Videos zeigten verängstigte Passagiere, viele in Schwimmwesten, die sich auf dem Deck und in den oberen Bereichen drängten. Einige sprangen ins Meer, als sich orangefarbene Flammen und schwarzer Rauch ausbreiteten. Die Behörden erklärten, die Fähre sei fast vollständig von den Flammen umschlossen gewesen, die Passagiere hätten sich auf der Brücke und am Bug versammelt und auf Rettung gewartet.
Rettungsaktion
Der Fährbetreiber PT Atosim Lampung Pelayaran meldete den Brand etwa eine Stunde nach seinem Ausbruch der Such- und Rettungsstelle Surabaya, später ging jedoch der Kontakt zum Kapitän verloren. Um 9:45 Uhr lokalisierte Basarnas das Schiff etwa 19 Seemeilen nördlich der Insel Buruan Sapudi, nachdem Kontakt mit dem nahe gelegenen Frachtschiff Meratus Project 3 aufgenommen worden war. Dieses Schiff konnte sich aufgrund seiner brennbaren Ladung nicht nähern. Ein Schlepper und ein weiteres vorbeifahrendes Schiff näherten sich und begannen kurz vor 10 Uhr mit der Evakuierung der Menschen, mehr als drei Stunden nach Ausbruch des Feuers. Die indonesische Marine entsandte ein Kriegsschiff zur Unterstützung, und ein Rettungsschiff wurde von Surabaya aus in Marsch gesetzt, obwohl die Behörden schätzten, dass es etwa sechs Stunden brauchen würde, um den Unglücksort zu erreichen. Ein von der Rettungsstation Sumenep entsandtes Schlauchboot musste aufgrund rauer See und hoher Wellen umkehren. Bis zum Sonntagnachmittag hatten mehrere nahe gelegene Schiffe 225 Passagiere und Besatzungsmitglieder gerettet und fünf Leichen geborgen.
Opfer und Vermisste
Bei dem Brand kamen mindestens fünf Menschen ums Leben, 41 weitere wurden am Sonntagnachmittag noch vermisst. Die Identität der Verstorbenen wurde nicht bekannt gegeben. Nach Angaben von Basarnas befanden sich 232 Passagiere und 39 Besatzungsmitglieder an Bord, insgesamt 271 Menschen. Einige Überlebende wurden nach einem Sprung ins Wasser aus dem Meer gezogen, und Retter warfen Rettungsringe zu den im Wasser Treibenden.
Das Schiff und seine Route
Die Mutiara Sentosa 2 ist eine 160 Meter lange und 25 Meter breite Fähre, die auf der Strecke Surabaya–Makassar verkehrt. Die Überfahrt wird hauptsächlich von Inlandsreisenden und für den Frachttransport zwischen Java und Sulawesi genutzt. Die Brandursache war zunächst nicht bekannt und blieb Gegenstand von Ermittlungen.
Bedenken zur Sicherheit auf See
Indonesien, ein Archipel mit mehr als 17.000 Inseln, ist stark auf Fähr- und Bootstransporte angewiesen, doch die Sicherheitsstandards sind oft lax und die Wetterbedingungen unberechenbar. Erst letzten Monat sank eine Fähre mit mehr als 70 Passagieren auf dem Weg zur Insel Selayar südlich von Sulawesi, wobei mindestens vier Menschen ums Leben kamen und 14 vermisst wurden, nachdem die Suche abgebrochen worden war.
- Brand bricht auf der Mutiara Sentosa 2 zwischen 6 und 7 Uhr Ortszeit aus.
- Betreiber PT Atosim Lampung Pelayaran meldet den Vorfall der Such- und Rettungsstelle Surabaya.
- Behörden bestätigen, dass die Fähre 19 Seemeilen nördlich der Insel Buruan Sapudi liegt.
- Ein Schlepper und ein vorbeifahrendes Schiff beginnen kurz vor 10 Uhr mit der Evakuierung der Passagiere.
- Bis Sonntagnachmittag werden 225 Menschen gerettet, fünf Leichen geborgen, 41 werden noch vermisst.


